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4 Karriere-Tipps von Frauen, die es im MINT-Bereich geschafft haben

Als Frau die Karriereleiter im MINT-Bereich erklimmen? Hier kommen hilfreiche Tipps von drei erfolgreichen Frauen aus der Branche.

 

3 Frauen erobern den MINT-Bereich 

BP, Porsche, Deutsche Telekom – drei Unternehmen von Weltrang. Maria Böhm, Lena Giebenhain und Anne-Catrin Ludwig bekleiden hier jeweils verantwortungsvolle Positionen. Auch wenn ihre Tätigkeitsfelder ganz unterschiedlich sind, verbindet die drei doch eine Menge. Zum Beispiel dass sie in männerdominierten Branchen Karriere machen und Mitglieder des MINT-Karrierenetzwerkes Femtec sind. Mir haben die drei Frauen Tipps für Nachwuchskräfte, die es die Karriereleiter hoch und mitten hinein in die Führungsetagen in MINT-Unternehmen zieht, gegeben.

1. Ohne Netzwerk(e) geht gar nichts

Auf eins können sich Böhm, Giebenhain und Ludwig ohne Probleme einigen: Netzwerken ist auch für eine Karriere im MINT-Bereich das A und O. Ein starkes, institutionalisiertes Netzwerk wie zum Beispiel Femtec stärkt den Rücken bei wichtigen Karriereentscheidungen. Gerade in Feldern, in denen Frauen auf allen Ebenen – und besonders den oberen – noch stark unterrepräsentiert sind, sollten weder ambitionierte Berufseinsteigerinnen, noch Professionals auf diese gegenseitige Unterstützung verzichten. Doch auch informelle Netzwerke wie etwa persönliche Kontakte zu ehemaligen Kommilitonen oder Kollegen sind essentiell für die Karriereplanung. Das gilt natürlich nicht nur für MINT-Berufe.

2. Praktische Erfahrung, die einen inhaltlich weiterbringt 

Für Anne-Catrin Ludwig war vor allem die praktische Erfahrung während des Studiums ein wichtiger Faktor für den Berufseinstieg. Ludwig ist Senior Managerin bei der Deutschen Telekom AG und obwohl sie erst 29 Jahre alt ist, ist sie bereits aktiv im Vorstandsumfeld tätig. Sie selbst hat einen Master in Human Factors, ein interdisziplinärer Studiengang aus Ingenieurwissenschaften und Psychologie an der TU Berlin und zusätzlich zahlreiche Praktika absolviert. Daneben hat sie auch bei Werkstudententätigkeiten Praxisluft geschnuppert. Ihr Tipp: So viele praktische Erfahrungen wie möglich sammeln: „Solche Erfahrungen sind einmalig, um herauszufinden, was thematisch zu einem passt. Meine Praktika und Werkstudententätigkeiten waren rückblickend eine wertvolle Grundlage für meinen Berufseinstieg.“ Ludwig rät Studentinnen dazu, sich auszuprobieren, statt den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen. Themenspezifische, praktische Erfahrung ist für sie auch das, was Bewerberinnen interessant macht.

3. Mit Selbstbewusstsein punkten

Nachdem sich Lena Giebenhain für ein Maschinenbaustudium am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entschieden hatte, wurde ihr schnell klar: Hier ist Durchsetzungsvermögen gefragt. Und genau das bewies sie. Sie meisterte das technische Studium mit Bravour und baute sich ein Netzwerk aus gleichgesinnten Frauen und potenziellen Arbeitgebern auf. Nach ihrem Abschluss stieg sie direkt beim Automobilhersteller Porsche ein. Dort ist sie nun im Technologiemanagement tätig und sehr zufrieden mit ihrer Wahl. Rückblickend auf ihren noch jungen Karriereweg rät sie anderen Frauen: „Man sollte sich von niemandem einreden lassen, etwas nicht zu können. Wichtig ist, dass man Eigeninitiative zeigt und sich möglichst früh Gedanken darüber macht, wie man seine beruflichen Ziele erreichen kann.“

4. Ein gesundes Maß an Flexibilität

Maria Böhm hat ihren Traumjob bereits gefunden. Sie ist Teamleiterin für „Operational Excellence“ bei BP und liebt ihr Büro in der zentralen Messwarte der Raffinerie Lingen. Als sie während ihrer Jobsuche eine Stellenausschreibung von BP las, wollte sie sich zunächst gar nicht bewerben, da sie sich nicht als Referentin für strategische Programme sah – doch die Expertinnen in ihrem Netzwerk rieten ihr dazu, trotzdem ihre Unterlagen einzureichen. So machte Böhm dann gleich im Bewerbungsgespräch klar, dass sie näher an die Produktion wolle, als es die Stelle vorsah. Der Konzern war begeistert von der ausgezeichnet ausgebildeten Chemieingenieurin und so wurde ihr nach kurzer Zeit ein Wechsel in eine geeignetere Position ermöglicht. Resultierend aus dieser Erfahrung rät Maria Böhm Berufseinsteigerinnen, bei der Stellensuche nicht zu festgefahren zu sein und den Kopf auch nicht hängen zu lassen, wenn etwas nicht klappt: „Sei offen und selbstbewusst! Und sei dir gewiss: Für eine Frau mit deinen Fähigkeiten, Erfahrungen und deinem guten Netzwerk werden sich schnell Türen öffnen.“


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