Foto: Rich Anderson | Flickr

Feministinnen Reloaded

Hier kommen noch mehr Frauen, die mit ihrer Stimme den Feminismus prägen.

 

 

Es wurde viel diskutiert und kommentiert. Wir haben uns natürlich gefreut über eure Anregungen und die Kritik zu unseren „Zehn Feministinnen, die mehr zu sagen haben als Alice Schwarzer“. Gerne greifen wir eure Vorschläge auf und stellen noch mehr Frauen vor, deren Stimmen den feministischen Diskurs heute prägen.

Und sicherlich ist die Liste an großartigen Frauen damit noch immer nicht komplett. Oder?

 

 

 

 

 

Anne Wizorek

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Anne Koch
 

Klar, gehört Anne Wizorek in unsere Liste: Vor allem seit der Debatte um #aufschrei ist sie nicht mehr wegzudenken, wenn über Sexismus und Geschlechterdiskriminierung diskutiert wird. Wir haben Anne kürzlich zum Gespräch getroffen, ihr könnt also bald ausführlich nachlesen, was sie im Moment bewegt.

Chimamanda Ngozi Adichie

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Wikimedia Commons, Slowking, GFDL 1.2

Ihr 2013 erschienener Roman „Americanah“ ist ein bewegendes Porträt jener Generation junger Nigerianer, die das Land während der Zeit Militärdiktatur unter Sani Abacha verließen und in den Vereinigten Staaten oder Europa ihr Glück suchten. Nicht nur dieses ihrer Bücher ist preisgekrönt. Chimamanda Ngozi Adichie beschäftigt sich in ihren Romanen intensiv mit Themen wie Rassismus, Entfremdung, Heimat, Familie – und sie ist Feministin, ihr TEDx-Talk zum Thema mündete in ihr Buch „We Should All be Feminists“, das 2012 erschien.

an.schläge

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Das feministische Monatsmagazin ist das einzige seiner Art in Österreich, und das schon seit 1983. Seitdem haben viele Forderungen der Frauenbewegung den medialen Mainstream erreicht, schreiben die Macherinnen – „von einer gleichberechtigten Gesellschaft sind wir aber noch weit entfernt.“ an.schläge will Frauen auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens sichtbar machen und mischt sich in aktuelle Debatten ein – sei es Pegida oder das verklärte Mutterideal westlicher Gesellschaften.

bell hooks

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Wikimedia Commons

Ihr Pseudonym ist der Name ihrer Großmutter, sie benutzt ihn kleingeschrieben. Rassismus, Klassenunterschiede, Sexismus, und eben auch Feminimus sind die großen Themen der Literaturwissenschaftlerin. Für sie geht es darum, den Komplex aus weißer Vorherrschaft, Kapitalismus und Patriarchat zu überwinden. Sie redet nicht um den heißen Brei herum und ist damit ein Energielieferant für jede Debatte, in die sie sich einschaltet. Nach Sheryl Sandbergs „Lean In“ etwa folgte ihr „Dig Deep: Beyond Lean In“, indem sie den Feminismus von Sandberg als neoliberal und „faux feminism“ verurteilte.

Angela Davis

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Gerd Eiltzer | Wikimedia Commons

Die US-amerikanische Aktivistin, Autorin und Politikern Angela Davis ist eine Symbolfigur der Bewegung für die Rechte von politischen Gefangenen. Sich für sich selbst und andere einzusetzen hat sich Davis, geboren in einem noch stark rassistisch geprägten Amerika, früh aneignen müssen. Als schwarze Frau, linke Politikerin, rigorose Pazifistin und lautstarke Intellektuelle stellte sie sich dann später so ziemlich gegen alles, was das konservative Lager propagierte und wurde damit zu dessen Feindbild. Davis, die sich Zeit ihres Lebens gesamtheitlich gegen soziale und politische Unterdrückungsmechanismen auflehnt, steht für einen Feminismus im Kontext einer politischen Arbeit, die sich über die reine Fokussierung auf die Frau hinaus bewegt. Und ist damit seit Jahrzehnten genau da, wo viele Feministinnen heute wieder hinstreben.

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Mädchenmannschaft

Seit 2007 berichtet die Mädchenmannschaft auf ihrem Blog über feministische, frauenpolitische und gesellschaftliche Themen. Gegründet wurde er von Barbara Streidl, Susanne Klingner und Meredith Haaf, die mit dem Blog eine Plattform schufen, die bis heute zu den wichtigsten Online-Publikationen zu feministischen Themen innerhalb Deutschlands zählt – und dafür mit dem BOB-Award und Nominierungen etwa für den Grimme Online Award ausgezeichnet worden sind.

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Sookee

Sookee

Sookee aka Quing of Berlin ist eine queer-feministische Rapperin, hat im Jahr 2011 den Berliner Slutwalk mitorganisiert und sagte mal über sich selbst, dass sie es super fände, keine Feministin mehr zu sein. Denn politische Arbeit ist anstrengend, ebenso, wie sich immer wieder erklären, überdenken und gegen die Engstirnigkeit anderer ankämpfen zu müssen. Sie ist es aber und macht sich mit einem geschlechtsneutralen Ansatz genauso überzeugt wie überzeugend in ihren Texten gegen Homophobie, Sexismus und Rassismus stark. Und wir hören verdammt gerne hin, wenn jemand so klugen wie gut gemachten Rap produziert.

Autorinnen: Lisa Seelig & Silvia Follmann

 

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