Foto: flickr | Gideon Tsang – CC BY-SA 2.0

Regisseurinnen, die ihr kennen solltet – und ihre besten Filme

Nur, weil der Begriff des Regisseurs schneller mit Männern als mit Frauen verbunden wird, heißt das noch lange nicht, dass es keine Filme unter weiblicher Regie gibt. Wir stellen euch großartige Regisseurinnen vor – das hilft auch gegen die Langeweile an Weihnachten.

 

Die weiblichen Steven Spielbergs

Steven Spielberg, Alfred Hitchcock, Quentin Tarantino – Regisseure, die für ihre Arbeit gelobt werden und Namen, die wir alle kennen. Ein Regisseur. An sich ein Wort, das grundsätzlich eher als männlich verstanden wird. Wie oft habt ihr das Wort „Regisseur“ denn schon in der weiblichen Form benutzt? Die RegisseurIN. 

Vermutlich eher selten. Was aber nicht daran liegt, dass es keine Filme unter weiblicher Regie gibt, sondern daran, dass sie nicht angemessen gewürdigt werden. Inspiriert von diesem Artikel von Vulture, wollen wir genau das ändern. Wir stellen euch zehn Regisseurinnen und ihre Werke vor, mit denen ihre mühelos die kommenden Weihnachtsfeiertage überbrücken könnt. 

1. Gurinder Chadha – Bend it like Beckham

Jesminder lebt in London, ihre Familie kommt gebürtig aus Indien. Statt den Kochlöffel zu schwingen, Kleidchen zu tragen und in die Rolle der Hausfrau hineinzuwachsen, wie ihre Mutter es sich eigentlich wünschte, spielt sie lieber Fußball. Mit der Story von „Bend it like Beckham“ gelang nicht nur Gurinder Chadhas im Jahr 2002 der internationale Durchbruch, auch Schauspielerin Keira Knightley verhalf sie damit zum Erfolg. Weitere Filme mit einem thematischen Fokus auf Inderinnen und Inder im Ausland folgten. 

2. Sofia Coppola  – Lost in translation

Nachdem sie für ihren Auftritt im dritten Teil von „Der Pate“ stark kritisiert wurde und dafür zwei goldene Himbeeren erntete, versuchte sie sich als Regisseurin. „Ich setze das um, was ich gerne sehen will“, sagt sie über ihre Arbeit – und hat damit Erfolg. Ihr Film „Lost in Translation“ erhielt einen Oscar für das beste Originaldrehbuch. Sofia Coppola wurde dafür – als dritte Frau überhaupt – mit einer Nominierung für den Regie-Preis belohnt.

3. Valerie Faris – Little Miss Sunshine

An der Seite ihres Ehemannes Jonathan Dayton erzählt Valerie Faris in der Tragikomödie „Little Miss Sunshine“ die Geschichte von der kleinen Olive, die sich in den Kopf gesetzt hat, den bundesweiten Schönheitswettbewerb in Los Angeles zu gewinnen. Den Weg dorthin bestreitet die Familie zusammen in einem knallgelben VW-Bus – mit einem stummen Bruder und einem drogensüchtigen Großvater sind die Strapazen vorprogrammiert. Neben Filmen inszenierte das Regisseurehepaar außerdem Musikvideos für die Bands Red Hot Chili Peppers, Oasis und Janet Jackson. 

4. Anne Fontaine – Coco before Chanel

Zwar übte sich Anne Fontaine auch schon als Schauspielerin, beispielsweise im Erotikfilm „Zärtliche Cousinen“, wechselte aber später zur Regie über – zum Glück: Die Regisseurin inszenierte nämlich die Biografie der französischen Modedesignerin Coco Chanel und zeigte uns, mit Audrey Tautou in der Hauptrolle den Aufstieg einer jungen Unternehmerin am Anfang der 1910er Jahre. 

5. Anne Fletcher – 27 Dresses

Anne Fletcher ist eigentlich gelernte Tänzerin. Sie entwickelte bereits die Choreografien für Komödien wie „(…) und dann kam Polly“, „Babynator“ und „Lebe lieber ungewöhnlich“, bei denen sie teilweise auch selbst als Tänzerin vor der Kamera stand. Doch nicht nur der Rhythmus liegt Anne im Blut, sondern auch die Regie: Von ihrem stammen die Inszenierungen „Step Up“, „Selbst ist die Braut“ und „27 Dresses“. 

6. Amy Heckerling – Clueless

Die Teenager-Kömödie „Clueless – was sonst!“ ist der Inbegriff einer Highschool-Story, und zwar mit allem, was dazu gehört: Cliquen-Gehabe, einer Außenseiterin, Jungs und jeder Menge Klamotten. Das Drehbuch sowie die Regie tragen Amy Heckerlings Handschrift. Nicht nur die charmant-klischeebehafteten Bilder sind uns davon in Erinnerung geblieben, sondern auch Ausdrücke wie „eine richtige Betty“ als Beschreibung als Umschreibung einer gut aussehenden Frau. 

7. Sharon Maguire – Bridget Jone’s Diary 

Anfangs führte die gelernte Theaterwissenschaftlerin Sharon Maguire bei Dokumentationen für die BBC Regie – bevor sie mit dem Tagebuch der Bridget Jones von Helen Fielding im Jahr 2001 Geschichte schrieb – und sich mit der frustrierten, übergewichtigen, Schokoladen-liebenden, alleinstehenden Bridget in unsere Herzen schlich.

8. Elizabeth Banks – Pitch Perfect 2

Am Anfang ihrer Karriere wirkte sie hauptsächlich als Schauspielerin bei Filmen mit, beispielsweise in „Spider-Man“, „die Tribute von Panem“ oder „Slither – voll auf den Schleim“ gegangen. 2015 wechselte sie auf die andere Seite der Kamera und übernahm bei „Pitch Perfect 2“ gleich drei Rollen: als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin. Gegenüber Variety sagte sie: „Der Film wurde von einer Frau inszeniert, von einer Frau geschrieben sowie produziert – und die Hauptrollen sind auch alle von Frauen besetzt.“

9. Phyllida Lloyd – Mamma Mia 

„Mamma mia, here I go again. My my, how can I resist you?“ – die Verfilmung des bekannten Musicals Mamma Mia basiert auf der Zusammenarbeit von gleich zwei Frauen: Phyllida Lloyd übernahm die Regie, Catherine Johnson das Drehbuch. Eine Kombination – um auf die zu Anfang gestellte Frage zurückzukommen – der wir auf keinen Fall widerstehen wollen. 

10. Jennifer Getzinger – Mad Men

Die Regisseurin hat es mit ihrem Können geschafft, aus dem Schatten ihres Vaters und TV-Stars Mike Warren, herauszutreten. Sie führte bei zehn Folgen der Serie „Mad Men“ Regie, arbeitete darüber hinaus als „Script-supervisor“ unter anderem für „Der Teufel trägt Prada“ und die TV-Serie „Sex and the City“. 

 Quelle aller Bilder: youtube

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