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Generation Y: Arbeitgeber müssen Freiheit bieten

Die Generation Y stellt hohe Anforderungen an ihre Arbeitgeber. Flexibilität spielt dabei eine größere Rolle als das Gehalt.

 

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Die Generation Y

Generation Y bezeichnet die Generation Frauen und Männer, die in 1980er bis Mitte der 1990er Jahren geboren wurden. Heute sind sie Anfang 20 bis Mitte 30 und treten nach und nach ins Berufsleben ein. Welche Erwartungen und Ansprüche verbindet diese Generation mit ihrem Arbeitsplatz – und was bedeutet das für die Unternehmen?

Die Generation Y sind als „Digital Natives“ im Post-Internet-Zeitalter aufgewachsen, als das Internet bereits eine ernsthafte Größe erreicht hat und die Digitaltechnik enorm gewachsen ist. Die Nutzung von Smartphones, Tablet-PCs und Social Media im Arbeitsalltag sind für sie so selbstverständlich wie für die vorhergehende Generation die Kommunikation über E-Mail und das Festnetztelefon. Für den Arbeitgeber heißt das, dass er mit der enormen Geschwindigkeit des technologischen Wandels Schritt halten muss, um den Anforderungen der Nachwuchsgeneration gerecht zu werden.

Flexibilität hat Priorität

Einer Studie von Cisco zufolge fällt es der Generation Y sehr schwer, mit traditionellen, papierbasierten Prozessen zu arbeiten. Sie ziehen die uneingeschränkte Nutzung von Social Media, Mobilität und Geräteflexibilität dem Gehalt vor. Hier sind Arbeitgeber gefragt, die eine hohe Flexibilität hinsichtlich Arbeitsgestaltung, Arbeitsort und Arbeitszeit bieten können.

Unternehmen müssen sich also verändern, wenn sie auch noch in Zukunft für Nachwuchskräfte attraktiv bleiben wollen. Das schließt auch die Erlaubnis mit ein, dass Angestellte von unterwegs aus arbeiten können und dabei nicht nur durch mobile Geräte unterstützt werden, sondern auch durch automatisierte Arbeitsabläufe, digitalisierte Prozesse und gemeinschaftliche Kommunikationsplattformen.

Im Gegenzug erhalten sie oftmals multitasking-fähige Arbeitnehmer, die nahezu immer online erreichbar sind – egal um welche Uhrzeit und an welchem Ort. Die neue Generation der Arbeitnehmer stellt vor allem die Work-Life-Balance in den Vordergrund. Wer jetzt in den Zwanzigern ist, möchte Berufs- und Privatleben miteinander verbinden und seine Zeit effektiv nutzen. Das bedeutet vielfach auch, dass der herkömmliche Nine-to-Five-Arbeitstag langsam ausgedient hat. Unternehmen profitieren davon trotzdem, da die Arbeit nicht liegen bleibt, sondern die Angestellten sich ihre Zeit freier einteilen und auch mit spontanen Aufträgen besser zurechtkommen.

Frauen in der Chefetage

Wenn die Generation Y zehn Jahre älter ist, werden sich Unternehmen noch weiter umgestellt haben müssen. Viele Frauen streben in die Führungsebene und möchten gleichzeitig nicht auf eine Familie verzichten müssen. Teilzeitarbeit und niedrigere Positionen werden immer uninteressanter. Zunehmend wird der Ruf nach firmeneigener Kinderbetreuung und erweiterten Home Office-Angeboten laut.

Während einige Unternehmen bereits sehr positive Erfahrungen mit Homeoffice gemacht haben, zögern andere noch damit, ihren Mitarbeitern entsprechende Freiheiten einzuräumen. Doch nur so kann man langfristig fähige Mitarbeiter an sich binden. Die Welt ist mobil und flexibel geworden und die Generation Y wird keinen Schritt zurück machen, sondern sich Arbeitgeber suchen, die ihren Ansprüchen gerecht werden.

 

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