Foto: Bild von Christian Schneider

“ Girl “ Kinostart: 18.Oktober -(Trans)Gender – für mich, ein Film über einen starken Vater

(Trans)Gender /Genre – eine Gedanken/Ideensammlung wie Kino,Filme,Serien gesehen werden können: als die Märchen von heute

 

Ein Junge im Körper eines Mädchens. Der Coach beteuert ihm, wie sehr er das Mädchen sieht. Mir kamen innerlich die Tränen… ich dachte nur: „Sieht er nicht den Jungen in ihr ? Die Person, die diesen Körper schrecklich findet“.

Dass es sich nicht um ein Mädchen, dass ein Junge sein will, handelt, habe ich erst durch Lesen der Beschreibung des Films verstanden.

https://www.youtube.com/watch?v=jkKcUTGOUfQ

Mir kommt  Akira Kurosawa in den Sinn, der sagte: „I often say this, but cinema is like a public square where people of the world gather: On the screen, we see people living in different parts of the world, and we share the full spectrum of their emotions and come to understand them.When we see them happy, we’re happy. When they suffer, we suffer too. So I say that cinema is a system that can inspire people of the world to get along.“ 

Ich nehme vorweg: 

„Niemand kann genau das fühlen, was ein anderer fühlt.“ ist für mich genauso wie „Letzten Endes kann man es nie genau wissen.“

Ich habe lange gebraucht zu verstehen, warum diese Sätze mich aufregen, warum alles, was ich „gegen“ diese Sätze an Argumenten hatte, abgeschmettert werden konnte, oder 

auch ich:  meine Antworten nicht stimmig fand.

Die Sätze sind einfach: Fakt.   

Und?  Was nun? Was bringen „uns“ diese Fakten? Sie sind das Gegenteil von dem was Kommunikation für mich ist: Verbindung(en) schaffen.

Das Interesse an der anderen Person ist ein Kriterium von Kommunikation. Ist kein Interesse an der anderen Person vorhanden, ist Kommunikation: fehlgeschlagen.

Warum lieben alle Gedichte? Es ist wie eine Sprache, die vereint. Die eine Freude erweckt und die Lust, die (eine) Wahrheit dahinter zu erkennen.

Wenn etwas als wirklich wahr erachtet wird… Etwas der eigenen Wahrheit entspringt. Wer oder was kann das zunichte machen? Wie?

Selbst wenn diese zerstört wurde, ist sie da, denn man wusste( für mich abgeleitet von „knowing“ – verstehen), dass es wahr war.

„Gedanken sind nicht Informationen – sondern die Qualität von Informationen.“

In meinem Montagscafé habe ich von „Girl“ erzählt.
Sollte ich nun die Person beschreiben, mit der ich über den Film gesprochen habe ?  In welcher Sprache, das Alter, Geschlecht, Herkunft, Frisur, die Beschaffenheit der Haut ? Meine Mama hat sich letztens darüber gefreut, dass ich so braun bin (ja, es ist der erste Sommer seit ? – vor meinem Studium? – seit 2007, dass ich mir Zeit zum Draußen-sein, genommen habe… ein Freund würde sagen: ich führe ( „nun endlich mal“ sag ich für mich 😛 ) 
ein Studentenleben 🙂 
Was macht das mit dem Leser hier jetzt ?

Was wäre, wenn ich es einer (jungen) 20jährigen Studentin erzählt hätte ?
Was, wenn einer 20 Jährigen, die gerade kein Plan vom Leben, keine Lust zu reisen, hat und irgendwie auch nicht an Ausbildung oder sowas denkt ?
Was wäre, wenn ich es einem 40jährigem Mann erzählt hätte, Single, 
in einer Beziehung aber unglücklich, 
eher an mir interessiert,
als an der Geschichte ?
Was wäre, wenn ich es einem 11jährigem Jungen erzählt hätte, so sehr fasziniert von mir, dass er jedes Wort aufsaugte und mit einer Selbstverständlichkeit auf das Thema einging, wie schon lange nicht mehr erlebt.
Was macht der Erzähler einer Geschichte, mit der Geschichte ?
Wer ist alles der Erzähler ?
Von meinem Gegenüber kam die Frage: Was veranlasst eine Person dazu, so weit mit dem eigenen Körper zu gehen ?

Wie ist jetzt die Psyche nach der OP ?
(Ich denke an die Serie „The Swan“, in der Teilnehmern extreme BeautyOPs geschenkt worden waren. Sie wurden auf ihrem Weg bis nach der OP psychologisch betreut.)
Können diese Fragen und ähnliche nicht auch anderen Menschen gestellt werden ?   (Auch ohne OPs.) 

Die alten Märchen-Erzählungen wurden schon längst nach psychologischen Gesichtspunkten analysiert, und der „Lehrinhalt“ ausgewertet.

Ich erinnere mich an das Buch „Die Wolfsfrau“. Ich fand es sehr interessant, dass gesagt wurde, dass jede Figur aus einem Märchen, einen Anteil der Persönlichkeit von einem selbst darstellt. Und jedes Märchen wie ein Erwachsenwerden aufgebaut ist. Die Kindheit, die Pubertät …alles wird durch die Protagonisten durchlaufen…wobei diese mindestens auf einen Antagonisten treffen und im Laufe der Geschichte (des Lebens) bis zum Ende eine (Ab)Lösung (Auflösung der anfänglichen Strukturen) stattfindet.

„Träumen und Pirschen“ – so hieß der 3 monatige Workshop, den ich letztes Jahr bei dem Schamanen Agustin Chamanazul Orea gemacht habe. Es ging darum jeden Tag durch verschiedene Aufgaben, die Aufmerksamkeit im Alltag zu trainieren und Wichtiges von Unwichtigem trennen zu lernen -für sich ein Gefühl zu entwickeln „Was gibt mir Kraft, was nimmt mir Kraft“, oder eher gesagt: „Wo gebe ich sie hin.“ Dazu kamen Aufgaben für die Nacht, für das Träumen.

Aus der Systemischen- und Familienaufstellung weiß ich, und durfte dies selbst (durch Aufstellen eines eigenen Traumes) erfahren: 

dass alle Figuren/ Charaktere/Personen (es gibt sicher auch Ausnahmen) die im Traum auftreten, Teile von einem selbst sind.

Die Stimme die tagsüber ge(eher über)hört wird, zeigt sich nachts als innerer Konflikt. Der Monolog wird zum Dialog.

Wenn es um „die Realität“ geht, wird gesagt: ich sitze in einem Kino und sehe (m)einen Film.

Platon:  https://de.wikipedia.org/wiki/Höhlengleichnis

Nachdem ich dieses Video von Chimamanda Ngozi Adichie gesehen habe, ist mir das Wort „Zeitzeuge“ eingefallen. Die Idee des Wortes ist schön. Für mich hat es das Gewicht an Tiefe/Bedeutung, die ich gern jeder persönlichen Erzählung schenke, die mir zugetragen wird.

Ein interessanter Aspekt, der heutzutage nicht mehr wegzudenken ist, der in dem Film „Girl“ nicht bedient wurde, ist: das Internet.

Lara wird nicht einmal gezeigt, wie sie in einem Forum  

… Foren …#

zu Menschen Kontakt sucht und sich austauscht, die 

„so sind wie sie“.

Wie ist SIE denn ? 

Ein Mädchen, dass viel zu schnell Frau sein möchte, dass zu groß für eine Ballerina ist, dass sich die Frage stellt, ob sie auf Mädchen oder Jungs steht, wie sie auf Mädchen und Jungs wirkt … dass gern hübsch aussehen möchte.

Der Film lässt den Zuschauer, durch oft nicht gespielte Hintergrundmusik, viel Tageslicht und wenige Hauptpersonen, die meist allein oder zu zweit gezeigt werden, sehr nah an die Menschen heran.

Es ist es ein Film über … klar inkl. Antagonisten…

mutige Menschen. Ärzte, Psychologen, Lehrer… 

Einen Vater der sich verwundbar, übermüdet, sanft, direkt und kämpferisch zeigt, …der schafft zu sagen:

„Du sagst immer „Es geht mir gut.  …Es ist alles ok.“ Und ich sehe es geht dir nicht gut.Nichts ist ok. Wenn du sagen würdest: Es geht mir nicht gut. Dann können wir darüber reden… Ich bin es! ICH sitze hier vor dir.“

Ich habe diese Liebe und Stimmigkeit zuletzt in „This is us“ erlebt. Der Serie, in der Sätze gesagt werden, die ich noch nie, oder (immer noch bisher) zu selten gehört habe. Sätze, die mitten ins Herz treffen, die die Seele berühren.

A la Avatar – Aufbruch nach Pandora, würde ich sagen, er sagte: „Ich sehe dich.“

Wie  –  Siehst du dich ? heißt:  Wie  – Fühlst du dich ?



https://filmpuls.info/kino-im-kopf-filme-sehen/


„Die Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. Ihr Ziel ist es, menschliches Erleben und Verhalten, deren Entwicklung im Laufe des Lebens sowie alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen oder Bedingungen zu beschreiben und erklären.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie

„Empirische Forschung findet simuliert im Labor oder direkt im Feld statt. Die direkte Feldforschung unterscheidet sich von der lebensweltlichen Alltagserfahrung durch die Systematik des Vorgehens – man spricht auch von der Erhebung von Daten. Dazu kommen die Forderungen nach Objektivität und Wiederholbarkeit der Beobachtungen, die an Alltagserfahrungen in dieser Form nicht gestellt wird. …
Als empirische Wissenschaften oder Erfahrungswissenschaften gelten Disziplinen, in denen die Objekte und Sachverhalte der Welt, wie z. B. Planeten, Tiere, Verhaltensmuster von Menschen durch Experimente, Beobachtung oder Befragung untersucht werden. Diese empirischen Methoden können im Labor stattfinden, oder, so der Fachterminus, im Feld. Dies bedeutet eine Untersuchung eines Phänomens bzw. Problems in seinem jeweiligen Kontext. Dies trifft vor allem auf die Naturwissenschaften zu.
Dem stehen die nichtempirischen Wissenschaften gegenüber, in denen manche Erkenntnisse auch ohne einen Rückgriff auf direkte Beobachtung und sinnliche Erfahrung gewonnen werden, etwa Mathematik und Philosophie. Insbesondere Erkenntnistheorie und Logik gelten als nichtempirische Wissensgebiete, weil hier Aussagen formuliert werden, die allein aus logischen (formalen) Gründen richtig oder falsch sind …“
https://de.wikipedia.org/wiki/Empirie

„Wissenschaft bezeichnet auch den methodischen Prozess intersubjektiv nachvollziehbaren Forschens und Erkennens in einem bestimmten Bereich, der nach herkömmlichem Verständnis ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen hervorbringt. Methodisch kennzeichnet die Wissenschaft entsprechend das gesicherte und im Begründungszusammenhang von Sätzen gestellte Wissen, welches kommunizierbar und überprüfbar ist sowie bestimmten wissenschaftlichen Kriterien folgt. Wissenschaft bezeichnet somit ein zusammenhängendes System von Aussagen, Theorien und Verfahrensweisen, das strengen Prüfungen der Geltung unterzogen wurde und mit dem Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist.[4]
https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft

“ Feminity does not belong to women and it doesn‘ t belong to men either…“


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