Foto: Anne Dietrich @unperfekt_perfekt_ich

ICH BIN EGOIST- UND STOLZ DARAUF

Egoismus bringt Seelenfrieden. Gesellschaftlich ist das natürlich untragbar. Doch in Momenten puren Egoismus‘ konzentriere ich mich nur auf mich und meine Bedürfnisse. Ich mach was mir gefällt, lieg faul rum, geh auf Party und sag keinem Bescheid, lass die Gute-Nacht-Geschichte für mein Kind ausfallen um faul auf dem Sofa zu liegen und die Decke anzustarren… Einfach weil ich es kann und weil es gesund ist.

 

Egoismus hat im Allgemeinen eine so negative Bedeutung. Mit der Unterart des „gesunden Egoismus“ wird das gesellschaftsfähig abgeschwächt, ist aber meines Erachtens nur ein feiger Kompromiss.

Ich glaube fest, es ist ungesund, NICHT egoistisch zu sein.
Denn im Beipackzettel meiner Geburt stand „Lebenslange Garantie“ und für die Haltbarkeit bin ich selbst zuständig – und auch für die Qualität meines Daseins. Durch Egoismus halte ich den Status Quo aufrecht oder steigere mich sogar! Er ist mein Akkuladegerät, wenn ich auf dem letzten Loch pfeife. Dann hat alles andere mal Sendepause und alle Sender in Radio und TV spielen meine Play- und Watchlists. Und wenn ich den Kanal voll hab, dann schalte ich wieder um.

Ich behaupte, jeder ist egoistisch, denn natürlich handelt man am gesündesten, wenn man selbst auch etwas davon ist. Selbst der scheinbar selbstloseste aller Menschen, hat durch sein Handeln einen Vorteil: Er bekommt Komplimente, was sein Ego aufbaut oder er schafft sich selbst damit das reine Gewissen, dass er für seinen Seelenfrieden benötigt. 

Da man zudem der einzige ist, der für das eigene Glück im Leben Verantwortung trägt, denke ich außerdem, dass Egoismus auch der Schlüssel zum Glück ist. Denn nur, wenn man sich selbst liebt und unabhängig von anderen für sein persönliches Glück entscheiden kann, hat man eine Chance auf wahres Glück! Im Idealfall profitieren vom eigenen Handeln auch die Mitmenschen, doch ist es meiner Meinung nach nicht richtig, sein Handeln vom Glück seiner Mitmenschen abhängig zu machen.

Klar ist es nicht schön, andere zu verletzen mit dem was man tut, doch denke ich, dass die Lehre der „Verteufelung“ des Egoismus den meisten Menschen schadet. 

Sozialkompetenz und Empathie sind für mich gleichsam bedeutend, doch sollten diese hinter dem Egoismus stehen. 

Zur besseren Veranschaulichung mal ein Beispiel aus meinem Leben:

Wenn ich nicht durch „gesunden Egoismus“ dafür sorge, dass es mir gut geht, bin ich unausgeglichen, schneller Reizbar, nicht belastbar, unkonzentriert, schlafe nicht gut,… das macht mich zu einer überforderten Führungskraft, schlechten Zuhörerin, gereizten Mutter und tut keinem in meinem Umfeld gut.

Wenn ich mich zu sehr darauf konzentriere, wie mein Handeln gerade auf mein Umfeld wirkt und mich zugunsten des Glückes anderer (was ich ja eh nur vermuten kann und nicht wirklich kenne)  zurücknehme, dann werde ich ziemlich schnell überfordert sein, mein Ziel verlieren, weil ich mich zu sehr an den Zielen meiner Mitmenschen orientieren muss und da hat ja jeder ein anderes.

Genau aus dem Grund bin ich doch lieber egoistisch, orientier mich an dem, was ich wirklich einschätzen kann: Mir selbst! So bin ich Fels in der Brandung, Seelenpartner, verständnisvolle Mutter, lebe stressfrei und mental gesund. 

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