Foto: Alles außer gewöhnlich – JOY

Joy Mangano: Mit einem Mopp zur millionenschweren Selfmade-Frau

Die Idee zum „Miracle Mop“ kam der allein erziehenden Joy Mangano eigentlich nur aus Frust beim Putzen, entpuppte sich aber schließlich als Verkaufsschlager. Nach ihrem Auftritt bei QVC verkaufte sie 18.000 Wischmopps innerhalb von 20 Minuten. Nun wurde ihre Story verfilmt.

 

Nicht mehr zu früh aufgeben

„Ich bin nicht perfekt. Aber mit offener Rede kommt Veränderung, also will ich ehrlich und offen sein, und dabei – hoffentlich – niemanden verärgern.“

So eröffnete Jennifer Lawrence einen Text zum Pay Gap in Hollywood, der im Lenny Letter erschien, ein von Lena Dunham herausgegebener Newsletter. Seit vergangenem Jahr, als das System von Sony gehackt wurde, woraufhin vertrauliche E-Mails und Daten an die Öffentlichkeit gerieten und wir von den massiven Gehaltsunterschieden zwischen weiblichen und männlichen Schauspielern erfuhren, will sie nämlich nicht mehr gegen ihren persönlichen Willen arbeiten, schreibt sie. Stattdessen deutlich sein. 

Sie sei nicht wütend auf Sony gewesen, so Lawrence weiter, sondern wütend auf sich selbst. Weil sie in Gehaltsverhandlungen schnell aufgegeben und nicht auf ihren Rechten beharrt habe – wegen Millionen von Dollar, die sie wegen zweier Franchises eigentlich gar nicht braucht. 

Die Frage, die sich für sie stellt ist: Werden wir Frauen von der Gesellschaft bestimmt, so zu handeln?

Mit einem Wischmopp Millionen machen

Eine wichtige Frage, die auch Jennifer Lawrence’s neuer Film „Joy – Alles außer gewöhnlich“ thematisiert. Nach einer wahren Begebenheit erzählt dieser die Geschichte von Joy Mangano, die in den 1970er Jahren in Long Beach aufwächst und in den 90er Jahren als allein erziehende Mutter dreier Kinder (aus Frust) DIE Idee hat: Der Miracle Mop. Ein Wischmopp, der mühelos ausgewrungen werden kann, ohne sich die Hände nass und schmutzig zu machen. 

„Ich habe große Ideen und großen Ehrgeiz. Ich muss die Dinge ein für alle mal alleine machen.“

Eine Idee, die zum Verkaufshit wurde: Nachdem sie den Mopp auf dem Teleshopping-Sender QVC  persönlich vorführte, verkaufte sie rund 18.000 Stück innerhalb von 20 Minuten

Aus eigenen Stücken bis an die Spitze

Ihr Vater, gespielt von Hollywood-Legende Robert De Niro, sagt über ihre Vision: 

„Ich bin Schuld. Ich habe ihr das Selbstvertrauen gegeben, dass sie mehr ist als nur eine Hausfrau.“ 

Auch gegenüber ihrer Familie muss sie ihre Idee behaupten.       Quelle: JOY – Alles außer gewöhnlich. 

Joy jedenfalls lässt sich davon nicht unterkriegen. Entgegen aller familiärer Konflikte und gesellschaftlicher Normen, baut sie ihr eigenes Imperium auf. Mehr als 100 Patente meldete sie insgesamt an, darunter auch den „Huggable Hanger“, speziell beschichtete Kleiderbügel, die dem lästigen „Runterrutschen“ von Kleidungsstücken ein Ende setzen. 

Mittlerweile ist Joy Mangano 59 Jahre alt, lebt in New York und hat ein millionenschweres Unternehmen. Die Selfmade-Frau zeigt: Selbst wenn die Familie für einen andere Pläne hat oder die Gesellschaft andere Normen lebt – wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg. 


Quelle: youtube


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