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Karriere, Partnerschaft, Familie – wie kriegen wir Frauen das unter einen Hut?

Heute wird uns Frauen häufig suggeriert, dass wir alles haben können. Die steile Karriere, glückliche Kinder und eine tolle Beziehung. Was auf Social Media oft so einfach aussieht, setzt uns in der Realität nicht nur unter Druck, sondern trägt auch dazu bei, dass wir verlernt haben auf unsere Intuition zu hören. Viel zu beschäftigt unser Leben mit den sorgfältig ausgewählten Auszügen der Leben anderer zu vergleichen, hören wie sie nicht mehr – unsere innere Stimme.

 

Karriere, Familie und Partnerschaft vereinen – genau darum geht es in vielen meiner Elterncoachings und in diesem Artikel!

So viel Freiheit! Segen oder Fluch?

Die heutige Zeit eröffnet uns viele Möglichkeiten. Wir können frei wählen, was wir arbeiten wollen, wie und wen wir lieben, wo wir leben und ob und wie viele Kinder wir haben möchten. Was für viele Generationen vor uns wie ein Segen klingt, ist gleichzeitig zu einer der größten Herausforderungen unserer Zeit geworden.

Ich begleite mitunter auch schwangere Frauen auf ihrer Reise in die Mutterrolle. Die Vorstellungen vom Leben mit Kind sind oft ähnlich: Die Freude auf’s Baby ist groß, und gleichzeitig wird schon der Wiedereinstieg ins Berufsleben geplant. Denn allzu lange will man sich keine Auszeit nehmen – und warum auch, heute geht doch beides.

Zwischen Kind & Karriere die eigenen Prioritäten finden!

Doch ist das Kind erstmal da, merkt man, dass sich neben den vielen Ansprüchen von innen und außen die eigenen Prioritäten verschieben. Aus einem Paar werden Eltern, aus einer Frau wird eine Mutter – und diese neuen Rollen fordern ihren Platz ein. Für viele beginnt eine Zerreißprobe – zwischen den eigenen, oftmals hoch angesetzten Ansprüchen und den Anforderungen von außen.

Eine Studie der Universität Bielefeld hat ergeben, dass 60% der befragten Eltern gerne mehr Zeit für die Familie hätten, 43% hätten gerne mehr Zeit für sich selbst, und 58% würden gerne mehr Zeit zu zweit mit ihrem Partner verbringen. Während man alles versucht richtig gut zu machen, kommt häufig das Gefühl auf, keinem der Bereiche gerecht zu werden. Stress stellt sich ein, und schwappt von einem Lebensbereich in den anderen.

5 Tipps für Zufriedenheit, Balance & Verständnis in der Familie!

Bevor ich euch Tipps gebe, wie man zwischen Meetings, Windeln wechseln, Kita-Terminen, und dem Anspruch endlich mal wieder eine Date-Night zu zweit zu haben, die eigene Zufriedenheit trotzdem nicht aufgeben muss, möchte ich eins mal ganz klar sagen: Kind und Karriere ist eine Herausforderung. Hut ab, vor allen berufstätigen Müttern!

Und jetzt gibt’s die Tipps 🙂

1. Deine Zufriedenheit ist wichtig!

Nur wenn es dir gut geht, kannst du dich gut um dein Kind, deine Familie und dein Team kümmern. Das belegt auch die Studie der Uni Bielefeld: Bei gestressten Eltern ist nur jedes fünfte Kind mit seinem Leben zufrieden. Dein Kind merkt, wenn es dir nicht gut geht und auch mit dem Partner kommt es schneller zu Missverständnissen. Du kannst also ganz ohne schlechtes Gewissen auf deine Zufriedenheit achten. Denn wenn deine Sonne im Herzen strahlt, dann wärmt das deine ganze Familie! Und damit kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt.

2. Nimm dir Zeit für dich!

Ohne Kind kann man nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach mal auf’s Sofa und den ganzen Abend entspannen. Mit Kind geht das nicht mehr so einfach. Deswegen ist Organisation das A&O. Sprich mit deinem Partner und überlegt an welchen fixen Terminen ihr euch “Ich-Zeit” einplanen könnt. Z.B. Mittwochs passt dein Partner auf die Kleinen auf, während du für zwei Stunden in die Sauna gehst. Dafür kümmerst du dich am Donnerstag um die Kids, damit dein Partner seinem Hobby nachgehen kann. Hat man das einmal fest eingeplant, kann natürlich immer noch einiges die Planung durcheinander bringen – aber grundsätzlich hat man sich die Zeit für sich geblockt.

3. Finde heraus, was für dich passt!

Karriere oder Familie – egal wo man als Frau den Fokus drauf legt, wird man verurteilt. Nimmt man zwei Jahre Elternzeit, wird man von der kinderlosen Kollegin schräg angeschaut “und du nennst dich Feministin?” Entscheidet man sich andersrum dafür, bereits nach 9 Monaten wieder arbeiten zu gehen, gilt man als kaltherzige Karrierefrau, die ihr Kind einfach bei Fremden abgibt. Was lernen wir daraus? Irgendeiner wird immer was zu meckern haben! Gut, dass “Irgendeiner” neben Kind, Beruf und Partnerschaft eh keinen Platz in deinem Leben hat und seine Meinung deswegen auch keine Rolle spielt. Besser: Hör mal wieder tief in dich rein und schau, was deine innere Stimme sagt!

4. Rede offen mit deinem Partner!

Als Eltern betritt man auf einmal einen völlig neuen Raum mit seinem Partner. Zwischen Unerfahrenheit und dem Einfluss von bekannten Modellen, gesellschaftlichem Druck, eigenen Ansprüchen und unausgesprochenen Erwartungen an den Partner bzw. die Partnerin ergibt sich ein idealer Nährboden für Missverständnisse und Konflikte. Egal, wie toll die Beziehung davor war – hier kommen nochmal völlig neue Herausforderungen auf das Paar zu. Was hilft? Ganz klar: Kommunikation! Je mehr, desto besser. Setzt euch zusammen und werdet ganz konkret: Wie stellt ihr euch den Tagesablauf vor? Wer bleibt wann zu Hause? Was wünscht ihr euch von eurem Partner an Unterstützung? Wovor habt ihr Angst? Was muss er wissen, über eure Ziele und Wünsche in Bezug auf Karriere, Familienleben und eure ganz persönlichen Träume?

5. Bei Konflikten such dir einen Coach!

Klar, dass ich das als Life & Familiencoach sage. Aber mal ehrlich, alle Spitzensportler haben einen, die meisten richtig erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmer nutzen den zielgerichteten Austausch, um erfolgreich und zufrieden zu bleiben. Doch im Privat- und Familienleben liegt da häufig ein Stigma drauf. Das stammt noch aus Zeiten unserer Eltern, in denen der Schein wichtiger war als das Sein. Heutzutage liegt Authentizität auf allen Kanälen im Trend und daher verabschiedet sich diese veraltete Vorstellung. Und das ist gut so! Denn bei meinen Klienten, die zum Elterncoaching kommen, sehe ich wie viel es bringt die eigene Rolle als Vater bzw. Mutter anzunehmen, zu definieren und zu stärken und wie schnell Missverständnisse durch ein besseres Verständnis füreinander verschwinden!

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