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Klingt überzeugend – Wie eine professionelle Gamerin ihren IQ „pimpt“

Die Klischees der zurückgezogenen Gamer sind längst überzogen. Eine neue Studie zeigt jedoch Vorteile von Videospielen auf. Doch auch wir können uns nicht vom ewigen Schubladendenken befreien. Die Schublade für Gamer zu wählen ist allerdings nicht mehr so einfach wie vor ein paar Jahren.

 

Die Klischees der zurückgezogenen Gamer sind längst überzogen. Eine neue Studie zeigt jedoch Vorteile von Videospielen auf. Doch auch wir können uns nicht vom ewigen Schubladendenken befreien. Die Schublade für Gamer zu wählen ist allerdings nicht mehr so einfach wie vor ein paar Jahren.

Videospiele sind nicht mehr ganz so schräg wie vor einigen Jahren. Immer mehr Menschen gönnen sich gern einmal auf diesem Weg etwas Entspannung. Wer zockt, tut seinem Gehirn womöglich sogar etwas Gutes. Ein Experiment der Universität Bochum zeigte auf, dass Gamer häufiger bei bestimmten Lernaufgaben deutlich besser abschneiden als die Kollegen, die keine Videospiele spielen. 

Die Studie der Neuropsychologen

Es wurden zwei Probandengruppen eingeteilt. Die erste Gruppe wies 17 Teilnehmer auf. Sie spielten laut eigenen Angaben mehr als 15 Stunden in der Woche Videospiele. Die 17 Teilnehmer der zweiten Gruppe spielten höchstens ab und an mal.

Mit Hilfe des „Wettervorhersage“-Tests wurden die Probanden getestet. Bei diesem Verfahren wurden die Kombinations- sowie Wahrscheinlichkeitspotenziale getestet.

So funktioniert das Verfahren

Die Teilnehmer erhielten immer 3 Spielkarten mit unterschiedlichen Symbolen. Jede Kartenkombination wies eine Wahrscheinlichkeit für gutes oder auch schlechtes Wetter auf. So konnte die Lösung beispielsweise 30 % Sonne und 70 % Regen sein. 

Nun mussten die Probanden stets ihre Wahrscheinlichkeit nennen, die im Anschluss abgeklärt wurde. Gleichzeitig wurden die Gehirnaktivitäten der Probanden mit Hilfe eines MRTS aufgezeichnet. So konnte ermittelt werden, welche Bereiche des Gehirns wie stark arbeiteten. 

Die Auswertung des Tests

Die Gamergruppe schloss deutlich besser als die Kontrollgruppe ab. Videospieler können Symbole besser zuordnen und kombinieren. Neues Wissen kann also rasch erfasst und zugeordnet werden. 

Forscher gehen davon aus, dass mit Videospielen der Hippocampus trainiert wird. Dieser Teil spielt eine entscheidende Rolle für das Gedächtnis sowie das Lernen. Mit Hilfe des MRTs wurde eine gesteigerte Aktivität des Teils des Gehirns beobachtet, wenn die Probanden häufig Videospiele spielten. Dazu zählen zudem nicht nur Strategie- und Knobelspiele, auch Gamer die gerne Action- oder Gamblingspiele wie bei Allvideoslots bevorzugen zeigten diese verbesserten Fähigkeiten. 

Interessant ist ebenfalls, dass dieses Training nicht nur für junge Leute ideal ist. Auch ältere Menschen könnten von Videospielen profitieren. Gerade wenn die Gehirnleistung nachlässt, wäre es sinnvoll, sich eine Konsole anzuschaffen. So bleibt das Gehirn auch im hohen Alter fit und das Training macht garantiert Spaß.

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