Foto: Mareice Kaiser, Postkarte: Helke Rah | Hellicopter Illustration

Leben mit der Corona-Krise: Brief an mein Kind

Mein liebes Kind,

unser Leben hat sich verändert in den vergangenen Tagen. Du siehst bisher vor allem die Vorteile. Endlich länger schlafen. Mehr Zeit mit Mama und Papa. Mehr Netflix. Chips zum Frühstück. Ich habe all meine selbst auferlegten Regeln gebrochen. Mir ist gerade alles egal. Hauptsache, Deine Laune bleibt gut. Ich mache das, weil meine Laune gerade richtig schlecht ist. Aber es ist noch mehr, es ist nicht nur eine Laune. Es ist riesengroßer Weltschmerz.

Für Dich bin ich die große Mama, die lustige Mama, die zuversichtliche Mama. Und es ist heute so schwer für mich wie noch nie, Dir diese Mama zu sein. Denn ich bin einfach nur traurig. Ich bin traurig, wenn ich an unseren Sommer denke. So sehr hatte ich mich darauf gefreut, mit Dir schwimmen zu gehen. Wir beide lieben es, uns im Wasser treiben zu lassen. Kein Sommer ohne Schwimmbad. In diesem Jahr wird das anders. Kein Sommer ohne Eiscafé. In diesem Jahr wird das anders. Gerade wird alles anders und ich wünsche mir so sehr, dass es anders wäre. Aber es ist, wie es ist. Und es bricht mir das Herz. Nicht für mich, sondern für Dich.

Ich wünsche Dir die beste aller Kindheiten. Unbeschwertheit, Freude, Freiheit. Gerade spüre ich nichts davon. Ich spüre Anspannung, Stress, Sorgen. Geh nicht so nah an die anderen Kinder. Nein, kein Spielplatz heute. Huste in deinen Ellenbogen. Nein, keine Spielverabredungen mehr.

Gleichzeitig versuche ich zu arbeiten. So gut es geht. Den ersten Tag in meinem neuen Job habe ich im Home Office verbracht. Die Blumen, die ich eigentlich bekommen sollte, sah ich im Hintergrund der Videokonferenz. Du bist jetzt dabei, wenn ich in Videokonferenzen mit den Menschen spreche, mit denen ich arbeite. Du bist genervt, dass ich arbeite, wenn du zu Hause bist. Und du bist zu recht genervt. So soll es nicht sein, das Leben. Ich am Computer, Du bei Netflix.

Lernen willst du, Du gehst gern zur Schule. Doch wann es wieder in die Schule geht, das weiß niemand. Ein paar Wochen noch, sage ich. Aber ich weiß es nicht genau. Zu Hause lernen findest Du blöd und ich finde es auch blöd. Ich will nicht Deine Lehrerin sein, ich will Deine Mama sein. Aber das sage ich Dir nicht.

Heute ist Tag vier und niemand kann sagen, ob es Tag vier von 40 Tagen ist oder Tag vier von 400 Tagen oder Tag vier von vier Jahren. Ich kann Dir nicht sagen, wann Du Deine Großeltern wiedersehen wirst. Gerade kann ich nicht mal sagen, ob wir nächste Woche noch das Haus verlassen können. Ich habe mir ein anderes Leben für Dich gewünscht als das, was wir gerade führen.

Gleichzeitig weiß ich, wie gut wir es haben. Es gibt so viele Kinder, die es jetzt gerade nicht gut haben bei ihren Eltern. Die sich nicht wie du darauf freuen, ein paar Wochen vor allem mit ihren Eltern zu verbringen. Die Angst haben vor dieser Zeit. Und es gibt Kinder, die gerade gar nicht bei ihren Eltern sein können. Die ganz alleine sind und kein Zuhause haben. Wir haben es gut.

Ich weiß, dass ich auf hohem Niveau leide. Aber ich leide. Morgens geht es mir meistens gut, ich habe Momente der Zuversicht. Abends ist es dann schlimm. Wenn du schläfst, lese ich Nachrichten, höre Podcasts. Und alles, was ich lese und höre, macht es schlimmer. In diesen Momenten fehlt mir die Hoffnung.

Sie fehlt mir auch, wenn wir auf die Straße gehen, um einzukaufen und ich die vielen Menschen sehe, die zusammen vor den Cafés sitzen. „Warum halten die nicht Abstand?“, fragst du mich und ich möchte mich vor diese Leute stellen und ihnen deine Frage ins Gesicht brüllen: WARUM HALTET IHR KEINEN ABSTAND!?

Ich nehme still Deine Hand und wir gehen nach Hause. Zu Hause achte ich darauf, dass Du sie zu zwei Mal Happy Birthday wäschst. Zum Abendessen gibt es Dein Lieblingsessen. Ich versuche, Dir jeden Wunsch zu erfüllen. Weil ich meinen größten Wunsch für Dich – den einer sorgenfreien Kindheit – gerade nicht erfüllen kann.

Ich versuche, stark für Dich zu sein. Ich versuche, groß für Dich zu sein. Ich versuche, zuversichtlich für Dich zu sein. Ich weiß nicht, wie lange ich es noch kann.

Deine Mama

  1. Dieser Text hätte von mir sein können. Gerade heute. Ich bin so unfassbar wütend. Bald Ausgangssperre, weil viele Menschen so weiter machen wie bisher, während wir nur zum Kinderlüften Mal in den Wald gehen, wo wir mehr als genug Abstand zu anderen Menschen halten? Und gleichzeitig Dankbarkeit über das Dach über dem Kopf und dieser Schmerz aufgrund der Geflüchteten Situation. Die Café-Trinker können wir mittragen aber unbegleitete Kinder in einem brennenden Lager nicht?! Und wer fängt das alles gerade auf? Ein Gesundheitssystem, das seit Jahren auf die Missstände aufmerksam macht und dem keiner so Recht zuhören will. Was läuft hier Mal wieder falsch?! Aber ich will nicht wütend sein, denn Wir bekommen meine Kinder ab in diesen Zeiten. Die Wesen, die nichts dafür und es auch nicht verstehen können.

    1. Nein, diesen Brief würde ich als Mama bestimmt so nicht unterschreiben…
      Mein Brief würde nämlich ganz anders aussehen:

      Mein liebes Kind,
      ich wünsche dir keine Kindheit ohne jegliche Sorgen und Probleme, kein Großwerden ohne unerfüllte Wünsche, keine „Ich habe immer Spaß“-Erfahrungen. Ich wünsche dir auch nicht, dass du deine Vorbilder nie schwach erlebst, dass du nie die Chance hast, Frustrationstoleranz zu entwickeln oder nie andere leiden sehen wirst. Ich wünsche dir nicht, dass für dich jeder Tag, an dem du keine gute Laune hast, ein verlorener Tag ist.

      Vielmehr wünsche ich dir Entbehrungen, damit du nicht alles als selbstverständlich erachtest. Ich wünsche dir Krisen und Situationen, in denen du Kummer erlebst, die dich prägen und aus denen du aufgrund deiner Fähigkeiten, deines Selbstvertrauens und dank der Hilfe und des Trostes von Menschen, die dich aufrichtig lieben, gestärkt hervorgehst. Und ich wünsche dir Situationen, die dich wütend machen, sodass du den Mut entwickelst, den es braucht, um Missstände zu ändern.

      Wieso? Weil du nur so kein oberflächlicher Konsument, sondern ein Mensch mit Tiefgang, Empathie, Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein wirst, ein Mensch, der die Welt ein kleines bisschen besser machen wird und zurecht auf sich stolz sein kann. Ich wünsche dir, keine immerwährende Unbeschwertheit, weil es Schwere braucht, um Tiefe zu erreichen. Ich wünsche dir eben nicht nur flüchtige Glückserlebnisse, sondern erfüllende Zufriedenheit.

      Und selbst wenn es im Moment erst der vierte von 400 Tagen sein sollte, dann bleiben – geht man von der derzeitig prognostizierten Lebenserwartung aus – immer noch mehr als 33000 Tage übrig. Das sollte reichen um Eis essen und baden zu gehen. 🙂

      In Liebe
      deine Mama, die sich mehr für dich als eine sorgenfreie Kindheit wünscht…

      1. Dieser Kommentar sollte sich übrigens nicht auf Sarahs Post, sondern auf den ursprünglichen Beitrag beziehen…Er erscheint hier nur eingerückt…

      2. Danke für Dein Kommentar, so sehe ich das auch. Erst jetzt kann ich lösungsorientiert Vorbild im Umgang mit Herausforderungen sein. Alles Gute, weiterhin !

  2. Du hast sehr vieles von dem, was mir durch den Kopf get, sehr gut ausgedrückt. Heute haben wir einen großen Streit darüber gehabt, ob man noch mit der besten Freundin draußen spielen darf (habe ich mit Prämisse nur draußen erlaubt) und dann auch noch bei ihr abends grillen ( wollte ich nicht mehr). Es tut mir unendlich leid, dass wir über so etwas streiten müssen und dass meine Kinder merken müssen, wie verunsichert und ratlos ich selber bin… Aber es geht mir auch das Herz auf, wie sehr meine Kinder vertrauen, wenn ich sie beruhige und ihnen sage, dass sie keine Angst haben müssen. Ich hoffe so sehr, dass sie nicht nur gesund bleiben sondern auch frei….

  3. Mareice setzt sich für einen Journalismus ein, an dem alle teilhaben können, an dem alle beteiligt sind und in dem alle vorkommen – seit März 2020 als Chefredakteurin bei EDITION F. Das stimmt nicht. Mareice setzt sich in ihren Artikeln kompromisslos blind eigentlich immer nur für die Belange der Randgruppen ein, die sie gerade wichtig findet. Und bejammert hier ernsthaft öffentlich ein Leben ohne Schwimmbad, wenn draußen Heerscharen von Eltern sich kein Schwimmbad leisten können. Wenn Obdachlose keine Wohnung haben, in der sie sich schützen können. Hartz-4-Empfänger weder Fernseher zur Ablenkung, noch Arbeit als Teilhabe. Dieser Artikel ist unreflektiert, privilegiert und legt die Befangenheit der Autorin klar offen. Schade nur, dass auf solche Analyse wahrscheinlich wieder nur eines folgen wird: Jammer.

    1. Also wenn Mütter zu Randgruppen gehören, dann stellt sich mir wirklich die Frage, wer uns alle auf die Welt gebracht und uns aufgezogen hat. Zu welchen Gruppen gehören denn die von Ihnen genannten…..
      Privilegiert ist sie:sie ist eine Mama! Und ihr liegt das Wohl und die Zukunft ihres Kindes am Herzen. Wenn Sie dabei nur Freibad verstehen, könnte es sein, dass es daran liegt, dass Sie keine Mama sind. Das würde auch erklären, warum Sie hier einen unreflektierten, negativen Kommentar abgeben. Vielleicht fragen sie mal Ihre Mutter, wie viele Gedanken man sich macht, in Bezug auf die Kinder….. Und das nennt sich nicht Jammern sondern Liebe!

    2. Ja so geht es wohl fast allen Eltern zur Zeit. Mein grosser Sohn weiss noch nicht ob er vor seinem Schulabgang nochmals zur Schule gehen kann ob es für ihn und alle Abschlussschüler dieses Jahr einen Abschluss geben wird. Mein kleiner grösser Sohn wird Ende Monat 9 Jahre alt. Ein Geburtstag ohne Grosseltern,Gotte und Götti ohne Verwandte und Freunde ohne Kinderpaty. Ein Geburtstag den wir so nie vergessen werden. Egal was kommt als Eltern werden wir uns Zeit nehmen und die besonderen Ereignisse mit unseren Kindern feiern. Wir wärden Pläne schmieden und Ausflüge auf später schieben. Reisepläne im Hinterkopf behalten und Zuversicht zeigen.Denn noch sind wir nicht krank denn noch gibt es Hoffnung das wir bald wieder mit unseren liebsten feiern können und wir alle das Leben noch ein wenig mehr schätzen.

  4. Ja, so ist es. Treffend geschrieben, danke💕
    Ergänze möchte ich, dass es ist einlädt, ehrlich und authentisch mit unseren Kindern in Beziehung zu gehen. Das bedeutet auch, dass wir nicht nur das „Glücklichsein“ mit ihnen leben, sondern auch die Wut, Enttäuschung und Angst.
    Wir können und sind Vorbild, wie wir die Verantwortung für „unsere Gefühle“ übernehmen und wie wir damit regulierend damit umgehen.
    Ein großer Entwicklungsschritt, den die Kinder machen müssen, um in die wirkliche Empathie zu gelangen. Eine Chance!?❤️

    1. Kennt ihr das, wenn ihr vor Fremdscham rot werdet, obwohl es niemand sieht und ihr die Person, die da schreibt nichtmal kennt?
      Mir geht es grad so.

      Bitte entschuldige, aber du bejammerst dein Leben, weil du mal einen Sommer nicht ins Schwimmbad kannst? Oder dein Eis zu Hause essen musst? Weil deinem Kind mal langweilig ist?

      Ganz ehrlich, auf der ganzen Welt und auch hier bei uns geht es Menschen schlecht, richtig schlecht, lebensbedrohlich schlecht. Es kämpfen gerade noch mehr Menschen als sonst ums überleben. Wegen Corona und wegen Krieg, Hunger und Armut und weiterer Katastrophen.

      Du hast jetzt die Chance deinem Kind beizubringen, dass man nicht nur an sich selbst denken sollte, dass man zum Schutz anderer zurück stecken muss, zu Hause bleibt und eben nicht mehr alles als selbstverständlich hinnimmt.

      Nutze diese Chance und gucke über den Tellerrand…

      1. … meine Schwiegertochter meinte, es wäre schrecklich, wie die Menschen jammern, obwohl sie selbst Angehörige hätten, die als Kinder/Jungerwachsene in den Krieg geschickt wurden… jetzt gerade sei es für sie ein Problem, zu Hause in den eigenen vier Wänden in Sicherheit zu sein 🤷‍♀️… verrückte Welt

    1. Dankeschön!Ganz toll geschrieben!schön,zu wissen, dass man mit diesen Gedanken, Gefühlen, Sorgen und Ängsten und der Ungewissheit für die Kleinen nicht alleine ist!

  5. Hallo du sprichst mir aus der Seele . Ich leide weil mein Kind leidet da ich ihm alles verbieten muss . Seinen 6. ten Geburtstag etc. Es bricht mir das Herz das ich bei unseren Planungen für den Sommer nicht mehr weis was ich sagen soll . Ich könnte heulen weil ich nicht weis wie es finanziell für mich weitergeht . Danke für deine ehrlichen Worten ! Mit freundlichen Grüßen Sarah Namyslo

  6. Vielleicht ist aber auch der Anspruch, Kindern eine sorgenfreie Kindheit ermöglichen zu wollen, unrealistisch. Das Leben ist nicht sorgenfrei, die Art der Sorge allerdings wird natürlich durch die Umstände bestimmt. Wichtig ist, Kindern zu vermitteln, dass es weiter geht, dass es sich trotz aller Widrigkeiten lohnt zu leben und das Beste aus jeder Situation zu machen! Und seien wir mal ehrlich, was uns hier „droht“ ist leider kein Vergleich zu dem, was die Menschen in den Entwicklungsländern durchmachen werden müssen! Und deshalb: Don‘t let go, never give up!

  7. Hej
    ja du jammerst auf sehr hohem Niveau!!!! Für dein Kind ist die Situation NICHT schlimm. Wir Eltern sind es, die nicht mit der Situation zu recht kommen – die Angst haben. Wir sind überfordert mit der „Mehrarbeit“. Dabei geht es uns hier in Deutschland gut. Wir haben ein gutes Gesundheitssystem und der Staat hat Finanzrücklagen.

    Vor 1-2 Wochen wollte es niemand wahrhaben – „diese bescheuerte Panikmache“ „ich lasse mich nicht in meiner Freiheit einschränken“ „coronarviren gabs schon immer“ „was soll schon MIR passieren – ich bin jung und gesund“
    Und jetzt verfallt ihr alle in Selbstmitleid – wie gemein das Leben ist…. ich kann’s nicht mehr hören.

    Habt ihr schon mal an die alleinstehenden alten Menschen gedacht – wie es ihnen wohl geht?

    Habt ihr schon mal an die Familie gedacht, deren Mutter zB Brustkrebs hat oder an die Familien die plötzlich ein Elternteil zB durch einen Verkehrsunfall verloren haben? Oder die Kinder, die ein schwerkrankes Geschwisterkind haben?!?!?
    DIESE Kinder müssen zurückstecken – HIER machen die Mütter / Väter eine echte Zerreißprobe mit. Das hat mit dem hier an Schwere & Tragik nichts – aber überhaupt nichts zu tun. Ich würde dir mal empfehlen in einem McDonald Haus zu helfen. Dann spürst du vielleicht die begründete Verzweiflung, Angst & Traurigkeit der Eltern & Geschwisterkinder.

    Und dann solltet ihr noch an die Menschen denken, die nun für uns da sind: Polizisten, Lebensmittelhändler, Angestellte in den Apotheken, Pflegekräfte und Ärzte. Sie haben das höchste Risiko zu erkranken. Weißt du vor welche Entscheidung da manchen stehen?
    Ich will arbeiten und helfen – habe aber selber eine risikoreiche Grunderkrankung oder ich bin Ende 50. Soll ich meine Kollegen/ Patienten im Stich lassen oder soll ich mein Leben riskieren? Oder sie haben daheim kranken Familienangehörige – sollen sie es riskieren sie anzustecken?

    Keiner hat ihren Rat ernst genommen & jetzt müssen sie an der Front arbeiten. Diese Arbeitsbelastung werdet ihr euch im entferntesten nicht erträumen können. Wir hatten davor schon zu wenig Fachpersonal ….

    Sei wenigstens ein bisschen stark für dein Kind/Kinder & zeige ihnen,
    – dass man versuchen sollte immer das Beste daraus zu machen
    – dass sich kämpfen lohnt
    – dass man für Schwächere da sein sollte

    Ihr seid gesund & habt euch zusammen. Das ist so viel wert – DANKBARKEIT für eure Situation wäre angebracht.

    1. Liebe Carola, dein Beitrag hat mich aufgerüttelt! Ich war auch schon im Begriff, in Selbstmitleid zu zerfließen. Aber nach deiner Sicht auf die Dinge betrachte ich die Situation neu. Und ich muss dir in vielen Dingen recht geben! Aber wir sollten auch die Muttis verstehen, die jetzt eine schwierige Zeit durchmachen, weil es einfach eine ungewohnte Zeit ist. Eine Zeit, die vorher noch nie so da gewesen ist. Ich bin auch in der Lage, dass ich als Omi meiner Tochter jetzt Kraft geben muss – wenngleich auch nur über Telefon derzeit.
      So ein Tief wie die Briefschreiberin hier empfindet wohl jeder mitunter. Kein Mensch ist dauerhaft stark. Aber umso mehr tut dann so ein Aufrütteln gut, wie du es mit deinem Kommentar getan hast. Dafür danke ich dir.
      LG Rita

  8. Ein sehr anrührender, aber so verständlicher Brief, der selbst mir als 4facher Großmutter die Augen mit Tränen füllt. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und bete jeden Tag um Besserung.

  9. Haben Sie ein Depressionsproblem? Soo schlimm ist es für ihr Kind bestimmt nicht. Ist doch für Kinder mal witzig eine Weile keine Schule zu haben. Und Schwimmbad wird man noch sehen – das sind noch 4-5 Monate. Ist doch für alle Beteiligten noch völlig unklar, was in diesem Zeitraum sein wird!
    Nach ihrem Artikel ist man sehr frustriert! Ich arbeite als Arzthelferin.
    Ihren Artikel sollte man verbieten. Hat man ja das Bedürfnis sich gleich vor den nächsten Zug zu legen.
    Machen sie mit ihrem Kind spiele, basteln sie, gehen sie spazieren, lernen sie mit ihrem Kind, machen Sport im Garten oder in der Wohnung. Und vor allem lachen sie mit ihrem Kind. Die Welt dreht sich weiter- und sie und ihr Kind werden es sicher erleben!
    Liebe Grüße – auch eine Mutter

  10. Hallo. Ich habe 4 Kinder zuhause. Die kleinen genießen es zuhause einfach zu spielen. Die großen vorallem meine 12 jährige Tochter ist so stark,das macht mich Stolz und traurig. Sie macht ihre Schulaufgaben ohne Probleme und geht dann hoch in ihr Zimmer. Und ich weiss, dass sie weint. Sie würde das aber nie zeigen. Als sie mich eben umarmt hat, fühlte ich wie ihr Herz raste. Das tut weh, sollte sie doch eigentlich jetzt Freunde treffen oder im Zimmer zur Lieblings Musik tanzen. Ich wünsche mit, dass alles wieder gut wird und die Kinder wieder eine normale Zukunft haben. Aber ich weiss, dass meine beiden großen für immer verändert sind.

  11. Gut geschrieben und auch nachvollziehbar doch für mich persönlich ein wenig zu negativ falls es wirklich für ein Kind geschrieben ist. Denn trotz allem, sollten wir alle versuchen auf unsere Art das Beste daraus zu machen. Trotz allem, die gemeinsame Zeit mit unseren Kindern genießen, die uns sonst so fehlt… Trotz allem können wir einen Weg finden das eiscafe nach Hause zu bringen (vielleicht in dem wir unser Eis sogar mal selber machen) und im Sommer reicht auch ein wassersprinkler, ein Pool im Garten oder auch nur ein paar Wasserbomben um die Kids glücklich zu machen.
    Wir sollten und müssen alle lernen, mit dem was wir haben zufrieden zu sein und das beste daraus machen. Jeder hat nun genug Zeit sich bewusst mit seinem Leben zu beschäftigen und evtl etwas zu ändern – denn diese Zeit sollten wir jetzt als Geschenk sehen. Vorallem Unsere Kinder sollten von dieser Zeit profitieren – denn im „normalen“ Alltag haben die meisten von uns nämlich genau diese zu wenig.

  12. Super getroffen,ich bin auch Mami von 2Kindern(5,11)auch die Angst der Kinder ist groß ich Versuche sie täglich mit meiner Liebe,Zuversicht,und Mit spielen,sowie lernen u.gemeinsame Gespräche über den Tag zu bringen.Hoffnung in die Menschen lege darauf daß jeder auf sich u.seine Mitmenschen achtet.Auch mit viel Abstand,wenn sich jeder daran hält u.an unsere Kinder,Nachbarn,Freunde,Eltern usw.all den Menschen denkt denen man Helfen kann in dem jeder nur die Notwendigsten Dinge draußen erledigt,u.somit ein Menschenleben retten kann ist es das nicht wert??Ein paar Wochen aus zu harren…..ich glaube schon im Interesse aller…..Erst jetzt merken wir doch Eigentlich wie gut wir es doch eigentlich immer hatten.Denkt an all die,die es leider nicht geschafft haben.Und tut was dafür daß es besser wird……wenn jeder sich daran hält können wir Alle was dafür tuhen.In Liebe U.Hoffnung an die Welt da draußen Yvonne.Mutter 2 Kinder die das Leben liebt und die Hoffnung versucht nie aufzugeben.Bitte Achtet da draußen u.drinnen auf jeden….An alle die Arbeiten ein riesen Danke schön,auch an Mütter U.Väter die alles tun und jeden weiteren Mensch der seinen Beitrag dazu leistet…..

  13. Deine Zeilen gehen sehr zu Herzen. Ich weine um die unbeschwerte Kindheit aller unserer Kinder, ich weine, weil noch so viele Menschen so unbeschwert und ohne Bewusstsein für die Gefahr leben. Ich weine, weil wir nicht wissen, was kommt, weil alles so unwirklich erscheint und doch so real ist. Ich weine um die vielen Menschen, die Opfer der Seuche sind und noch sein werden.
    Aber ich hoffe auch inständig, dass unsere großartigen Wissenschaftler und Mediziner bald ein Medikament oder einen Impfstoff herstellen können, damit wir ganz bald wieder glückliche Kinder sehen, die in die Schule gehen und mit ihren Freunden spielen können.
    Seid vernünftig, haltet Abstand, bleibt zu Hause und bleibt vor allem gesund.
    Kathrin

  14. Hallo zufällig gerade drauf gestoßen
    Es ist all das wunderschön zusammen geschrieben was auch mir auf der Seele liegt mir stehen die Tränen in den augen

  15. Es zerbricht mir auch das Herz, immer wieder aufs Neue, jeden Tag.
    Ich habe 4 Kinder, 11j.9j. Und meine Zwillinge sind gerade erst 2 Monate alt.
    Ich kann es irgendwie noch nicht richtig realisieren,ich kann es nicht glauben dass wir sowas jetzt erleben….
    Einfach schrecklich!

  16. Puh…. Ich bin auch besorgt. Ich bin auch unglücklich. Aber das hier ist so down und pessimistisch, dass es einem wirklich die ohnehin schon grauen Tage grad noch dunkler machen kann. Der Sommer dahin. Vielleicht dauert das ganze für immer an, keine Hoffnung mehr… Puh.
    Ich glaub trotz des Ernsts der Lage ist allen mit einem kleinen bisschen mehr Optimismus gedient. Es geht anderen so so so so viel beschissener als uns.

  17. Mit Tränen im Gesicht, liege ich neben meiner schlafenden Tochter, die nächste Woche ihren zweiten Geburtstag feiert. Nicht wie geplant mit Freunden und Familie sondern alleine mit Mama und Papa.
    Du sprichst mir von der Seele…

  18. Ein wunderschöner Text, der all die Ängste unserer Mütter in Deutschland zusammenfasst. Meine kleine Tochter ist gerade 1 1/2 Jahre alt und sie entdeckt jeden Tag was neues. In einer Woche, wollte ich mit ihr zusammen in die Kita gehen. Sie ist ein aufgewecktes Kind und ihr würde die Kita mit gleichaltrigen Kindern bestimmt sehr viel Spaß bereiten. Nur wird da leider jetzt nix draus. Wir haben einen tollen Sommerurlaub gebucht,den wir bestimmt auch stornieren müssen. Dieses Jahr habe ich mir, ganz anders für meine Tochter vorgestellt. Es rührt mich zu Tränen wenn ich daran denke, dass wir nicht das tun können, was wir wollen. In dieser Zeit werden wir aber wieder lernen, wie wichtig Gesundheit, Respekt, Zusammenhalt und Freiheit ist. Ich hoffe meine kleine Tochter hat bald wieder eine unbeschwerte Kindheit.

  19. Wunderschön und doch so traurig, genau meine Gedanken und Gefühle
    Meine Ängste, meine Wünsche und Träume
    Eine Mama von 3 Kindern dieser unserer Welt
    Danke

  20. Dieser Brief ist soo berührend und spiegelt mein Empfinden genau wieder ja genau das möchte ich auch meinen Kindern gern sagen. Es fühlt sich so unwirklich an und man ist so machtlos und man kann nur die Kinder zu Hause schützen. Our Home is our Castle 💞🌍👨‍👩‍👧‍👦🏫🥰

  21. Von Mama zu Mama,
    In Momenten, wenn die Kleinen Sorgen die man gestern noch hatte, die Banalitäten von heute sind. In Augenblicken, wo abends das Podcast hören nicht mehr dem einschlafen dient, sondern jenen raubt. An Tagen, wenn man lacht und lächelt während die Gedanken einen Sorgenfalten auf der Stirn der Lüge überführen. Dann ist mein Herz so schwer und noch kann ich es nicht fassen, noch begreifen, will nicht glauben. Ich liege neben meinem kleinen Kind, der nur noch Mama und Papa zum Spielen hat und ich hoffe so sehr, so sehr, dass er auch morgen wieder nicht fragt, wann er wieder in den Kindergarten darf. Und ich wünsche mir sehr, so sehr, dass er morgen nicht schon wieder nach Oma fragt. So nehme ich ihn jetzt in den Arm, spüre seinen unschuldigen Atem in meinem Gesicht und hoffe, dass seine Unbeschwertheit mich einschlafen lässt.

  22. Sie sprechen mir aus der Seele! So nachvollziehbar, sinnvoll und schlichtweg lebenswichtig es ist, dass wir zuhause bleiben, uns distanzieren und zurücknehmen, so schwer ist es – gerade wenn man dann 3 Kinder und den klassischen Winterkrankheiten eh schon 6-8 Wochen Isolation hinter sich hat.
    Es fällt mir gar nicht schwer, bei den Kindern zu bleiben, auch wenn sich über kurz oder lang der Lagerkoller einstellt; sondern genau aus den Gründen, die Sie so treffend beschrieben haben: man ist nachdenklich, man wird dünnhäutiger, es fehlt die Perspektive.
    Papa macht weiter „wie immer“, hat zwar keine Kundentermine mehr, aber weiter viele Aufträge (ist in der psychologisch wichtigen Baubranche selbstständig) – und ich weiß, dass es uns damit so viel besser geht, als anderen Familien, wir noch etwas Puffer haben, bis es für uns wirtschaftlich eng wird. Und doch bin ich neidisch, dass sein Leben so gut wie normal weiter geht, während die Kinder und ich alle unsere Pläne, Vorhaben, Ideen und Wünsche auf unbestimmte Zeit hinten anstellen müssen.

    Danke, für Ihren tollen Artikel!

  23. Das spricht mir aus tiefster Seele. Diese Gefühle sind auch in mir. Und dabei geht es mir noch besser. Meine Kinder sind groß und leben selbstständig. Sich treffen ist nun aber nicht mehr möglich, auch weil wir uns an die Regeln halten. Einer der Söhne kann nun leider nicht im Juni Hochzeit feiern, die sollte im Ausland stattfinden. Wenn er evtl. noch hier im Standesamt heiratet, können wir nicht mal dabei sein. Ich (darf) muss jeden Tag vom Land (da fühlt sich das Leben zumindest noch halbwegs normal an) nach Berlin zum arbeiten, eine Geisterstadt. Gruselig, ein Film, aus dem man aufwachen will…jetzt. Home Office geht bei mir nicht. Alles fühlt sich falsch, trostlos und leer an. Ich versuche mich im Garten mit schönen Dingen abzulenken, dass klappt nur kurz. Wollen wir versuchen die Hoffnung nicht zu verlieren. Aber es fällt schwer. Ich hoffe aber auch, dass das alles für etwas gut ist. Das die Menschen sich wieder auf sich selbst und ihre Lieben besinnen, nicht Werte wie Autos und neue Klamotten sind wichtig, sondern Gesundheit, Zusammenhalt, Liebe und so vieles an Gefühlen und mehr. Und hoffentlich lernen auch die Politiker, gerade bei der Personalpolitik in Pflegeberufen. Ich wünsche dir und uns allen, dass wir gestärkt und gesund aus dieser Zeit kommen und alles gute.

  24. Guten Morgen,
    ich weine.Jetzt mal am morgen.
    Meine Tochter schläft noch. Sie sieht es nicht.
    Dieser Brief passt so gut auch in unser Leben.
    Ich wünsche für meine Kinder(32,27,26 und 11) meine Enkelkinder(7 und 4) für Ihr Kind,für uns und für alle Menschen, dass wir das überstehen und unsere Kinder ihr unbeschwertes Leben mit Schule,Sport und Freunden wieder aufnehmen können.
    Danke für diese Zeilen.
    Alles Gute Britta Schütt

  25. Ein sehr bewegender und ehrlicher Artikel mit dem ich mich und sicher viele andere identifizieren können. Ich hin tief berührt. Aber wir Frauen sind stark und schaffen es. Und wenn es nur für unsere Kinder ist.

  26. Zutiefst bewegend ! Wahnsinn ! Und ich dachte schon,ich bin hier die einzigst durchgeknallte Mama die einen Brief über all das jetzt und was folgen könnte / wird, an seine Kinder verfasst !
    Ich weiss wie du dich fühlst, denn viele deiner Passagen gleichen den Meiningen !

    Fühl dich lieb umarmt !!!

  27. Ich bin mir nicht sicher, was dieser Text bewirken soll, bei mir kommt er sehr negativ an. Ich kenne viele Eltern, die viel positiver mit der Situation umgehen, als hier beschrieben. Sicherlich ist es nicht einfach, aber Zuversicht strahlt dieser Text nicht aus.

  28. Ganz genauso geht es mir auch! Die größte Sorge, die ich habe, ist dass ich irgendwann nicht mehr die starke Mama für meine Kinder sein kann. Auch mir fehlen die Kontakte zu meiner und zur Familie meines Mannes. Meine Tochter möchte jeden Tag zur Oma fahren, sie ist noch keine 3. Sie versteht es einfach noch nicht. Ich muss ihr jeden Tag auf ein neues sagen, dass das momentan nicht geht und wir sie aber anrufen können. Aber telefonieren ist nicht das gleiche, auch wenn man sich dank der neuen Technik dabei sehen kann. Sie möchte zum Kinderturnen, auch das ist nicht mehr möglich. Es ist furchtbar und bricht mir das Herz. Wir gehen auch so gerne schwimmen. Wir hatten Pläne, die wir jetzt wohl umwerfen müssen. Die Geburtstage unserer Kinder finden wohl ohne Besuch statt, das fühlt sich seltsam an. Der 1. Geburtstag unseres Sohnes ohne Großeltern? Es macht mich traurig. Wir hatten doch Pläne…

  29. Vielen Dank für deinen Brief, du hast genau das geschrieben was ich denke und fühle. Erst gestern habe ich im Bett gedacht, auf was für eine Welt habe ich Dich gebracht. Ich habe mich danach gleich geschämt mit dem Gedanken, das ich übertreibe und es nicht soo schlimm ist.

  30. Du schreibst mir aus meiner Seele. Ich bin allein mit mein drei Mädchen. Es ist schwer für mich jeden Tag Happy Mama zu sein . Sie Weine und haben Angst . Sie vermissen ihr Freunde und meine Partner der in Bayer lebt und wir alle wissen nicht wie lange wir unsere geliebte Personen wieder sehen können . Das Leben in totaler Ungewissheit ist schwer .

  31. Ich finde den Bericht einfach nur depressiv. Kinder machen aus fast allen Situationen des Beste. Sie erfinden Spiele. Sie erfinden sich neu. Und wenn sie nicht schwimmen gehen dürfen, wird der Wald neu entdeckt. Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Zusätzliches Drama nützt keinem. Unsere Kinder sind Meisterinnen und Meister im Schmieden ihres Glückes.

  32. Interessant, mal eine andere Gefühlslage kennenzulernen. Ich kann das nachvollziehen. Bei uns ist es aber ganz anders – wir genießen die Ruhe, das „Stillstehen “ der Welt. Endlich machen wir tolle Dinge, die wir schon immer machen wollten. (Muss allerdings nicht arbeiten, das ist ein entscheidender Vorteil. Als Alleinerziehende habe ich aber trotzdem Arbeit genug ;-)Ob das nun 4 Tage, Monate oder Jahre dauert – wir machen das Beste draus. Unsere Eltern hatten ihre Kindheit im Krieg…

  33. Liebe Frau Kaiser, Ihr Artikel hat mich ins Herz getroffen und sehr bewegt. Sie finden die richtigen Worte für das, was in Millionen von Müttern (sicher auch Vätern) vorgeht. Wir müssen insbesondere für unsere Kinder stark bleiben und trotz allem mit Hoffnung in die Zukunft blicken. Danke für diesen Artikel!

  34. Der Brief berührt mich sehr,ich bin Oma, Mutti und kann gut verstehen.Aberdie-se Zeilen machen mir Angst.Soll das so sein? Nein!Sie wollen ihr Kind schützen.
    TUN Sie das,aber mit Optimus,nicht mit Trauer und Depression.Urlaub ist nicht das Leben,schwimmen auch nicht etc
    Menschlichkeit,Achtsamkeit und Respekt sind gefragt UND Liebe
    zueinander.
    Alles Liebe für Sie und Ihre Gedanken.Passen Sie auf sich auf!

  35. Hallo Mareice,
    ich verstehe deinen Kummer. Wir alle, die wir Mütter sind, haben jetzt ähnliche Gedanken. Aber alles geht vorbei. Und auch wenn wir gerade erst am Anfang dieser Krise stehen, müssen wir Ruhe bewahren und auf das Beste hoffen. Sicherlich werdet ihr auch wieder zusammen Schwimmen gehen, einen tollen Sommer geniessen und vieles mehr. Unsere Kinder sind bisher sorglos in einer Welt aufgewachsen, in der es scheinbar alles immer gibt und das ist auch gut so. Jetzt lernen sie eben auch mal was anderes kennen, und das ist auch gut so.
    Und Gott sei dank müssen wir uns als Eltern wenig Gedanken um ihre Gesundheit machen.
    Bleib positiv, bleib stark, bleibt gesund. Alles wird gut.

  36. Der Bried an mein Kind, ist eine wunderschöne Beschreibung der emotionalen Situation in der wir uns befinden. Mir gefällt der Text sehr gut, er beleuchtet diese Veränderung von heute auf morgen, was diese bedeutet in der Realität des Alltags mit Kind und Arbeit, aber auch die Gefühle und Unsicherheit die daraus entstehen und die man seinen Kindern nicht zeigen will um Ihnen die Unbeschwertheit zu erhalten. Ich habe auch vor für meine Enkelkinder mitzuschreiben.

  37. Es sind die Gedanken einer Mutter, einer jeden Mutter. Es zerreißt einem das Herz und jeder kann mitfühlen. Ich wünsche uns allen, dass es bald vorbei ist und wir wieder das „normale Leben „genießen können.

  38. Guten Tag, sehr schön geschrieben, so geht es uns fast jeden Tag 13 Jahre lang. Meine Tochter Martha hat Medikamenten resistente Epilepsie und kann sich nie mit Freunden verabreden. Jede Nacht ca 20 Anfälle.
    Kann kaum zur Schule gehen ist jeden Tag traurig und vorallem einsam.
    Ich tue alles um ihr Leben schön zu gestalten , auch mein Leben ist anders und oft sehr einsam als alleinerziehende Mama.

    Ich möchte euch ein wenig Hoffnung geben, 40 Tage sind nicht viel , kommt zur Ruhe genießt euer schönes zu Hause, kocht und backt gemeinsam lest und spielt aber vorallem vergesst niemals wie meine kleine Martha sagt zu mir.

    MAMA AUCH IM DUNKELN IST ES DRAUßEN HELL.

    PASST AUF EUCH AUF UND BLEIBT ZU HAUSE ES DARF KEINE WEITERE FLAMME ENTSTEHEN , ES DARF KEIN FUNKE DER EPIDEMIE MEHR ÜBERSPRINGEN.

    IN DIESEN SINNE GOTT SEGNE EUCH.
    VON HERZEN ANNETT UND MARTHA.

  39. Liebe Mareice!
    So stressig, erfolgs- und konsumorientiert, wie unsere Alltag vorher war, möchte ich ihn nicht an mein Kind weitergeben.
    Die jetzige Zeit entschleunigt uns und die wahren Werte sind doch die Zeit mit unseren Kindern und die Liebe, die wir ihnen geben.
    Schwimmen gehen und ein Eiscafe besuchen beglückten uns dagegen oft nur kurzzeitig, weil wir den Wert nicht schätzten!
    Irgendwann können wir das wieder machen und dann auch noch mit einer wertvollen Haltung!

  40. Sie können doch Ihre Gedanken zu Papier bringen für Ihr Kind meinetwegen oder für sich selbst- warum aber bitte haben Sie so ein virales (!) Sendungsbedürfnis ?
    Sorry, dann müssen Sie auch mit der Reaktion leben.
    Ich finde es zum Fremdschämen peinlich. Wehleidig und überzuckert und unnötig wie Chips zum Frühstück. . Einfallslos wie das Parken des Kindes vor Netflix.
    Kein Kind braucht eine dauerfröhliche Kindheit.
    Warum zeigen Sie ihrem Kind nicht wie Leben geht ? Legen Sie sich doch mit dem Leuten im Café an ! Machen Sie morgens Sport oder Quatsch zusammen , lassen Sie es sich ohne Elektronik mal so richtig langweilen – daraus entstehen oftmals die besten Ideen ! Halten Sie es aus, dass Ihr Kind mal Frust schiebt.
    Was soll dieser realitätsferne Muttijammer vom Dauerglück der Kinder ?! DAS genau werden die ansprüchlichen dauerunzufriedenen funsüchtigen Jugendlichen und wenn -sie nicht die Kurve kriegen – Erwachsenen.

    So.
    Darauf ’ne Tüte Chips.

    D.Wenghöfer,Kinderpsychotherapeutin

  41. Hallo Mareice,
    ja wir leiden, aber wir leben, schreiben, sprechen, essen, spielen…
    Ich hab das Welt-Szenario erlebt nach Tschernobyl, eine Zeit als ganz junge Mama mit zwei Kleinstkindern, mit dieser stillen unsichtbaren Bedrohung um uns. Eine Dimension, die niemand bemessen konnte. Ich habe geweint um meinen Garten,um meine Tiere, um meine Erdbeerpflanzen die ich umgraben musste. Ich habe mich so schuldig gefühlt, schuldig mein wenige Tage altes zweites Baby in so eine Welt geboren zu haben.

    Aber darin liegt die Kraft.
    Wir wachsen, manche über sich hinaus, weil sie jetzt anpacken (müssen) = Ärzte, Schwestern, Dienstleister. Wir zuhause müssen noch ein wenig warten, aber wir können die Zeit jetzt gestalten und die ist wichtig, denn das Danach kommt für uns alle.

    In meinen Gedanken sind meine beiden Kriegs-Grossmütter, die taten einfach und durch deren Hände ging Zuversicht über in die Kinder.

    Mein Vater erzählt heute noch von den unterschiedlichen Händen seiner Mutter, mal festhaltend, mal schützend, mal, obwohl doch eher selten, streichelnd, mal tagelang grob und rauh, weil sie schwer gearbeitet hatten aber immer warm.
    Allen Kindern der Welt wünsche ich, dass sie jemand im Moment an die Hand nimmt. Wie alt das „Kind“ ist, ist egal. Traurig, dass man gerade jetzt alte und junge Hände von einander fern hält.

    Aber: Wir haben die Kraft!

    Marlene

  42. All meine Gedanken und Gefühle in dieser Situation in diesem Artikel widergespiegelt… nicht alleine mit diesen Sorgen zu sein tröstet… in einer vorher nicht vorstellbaren Zeit, in der man sich nicht persönlich mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen austauschen kann, in der nicht der stützende Arm um einen gelegt wird… in der es heißt, auf so viel verzichten zu müssen in der Hoffnung, das all diese Schritte der freiwilligen und auch unfreiwilligen Isolation helfen, die Krise zu bewältigen :o(…

  43. Dieser Artikel ist so schön und so traurig zugleich. Ich musste weinen, als Mutter. Ich habe geweint als Tochter von meinen Eltern, die aufgrund des Alters einer Risikogruppe angehören. Ich habe geweint als Altenpflegerin.
    Ja, dieser Artikel berührt mich als Mutter von zwei Kindern. Ja, ich habe Angst. …
    Angst deshalb, weil ich mir für meine Kinder eine unbeschwerte Kindheit wünsche. Es sind Kinder, ….wie sollen sie es verstehen, was gerade in der Welt passiert? ???
    Wie sollen sie es verstehen, wenn die „Erwachsenen “ sich unvernünftig verhalten? ??
    Danke für diesen Artikel. …Kerstin

  44. Ich Oma 70 Jahre und nebenbei Mutter eines behinderten Sohnes 38 Jahre. Liebe Frau Kaiser! So wie Sie es schreiben fühlt auch meine Tochter. Sie muss online unterrichten mit unserer Enkelin am Arm. Wir sind getrennt. Getrennt durch ein Ding in der Größe von 300 nanom. Nicht sichtbar. Nicht spürbar. Ich denke oft an meine Vor 1 1/ 2 Jahren verstorbene Mutter. Was hat diese Generation geleistet. Wir haben doch noch alles. Wir lernen gerade die Basics des Lebens. Wir sind füreinander da, es gibt uns noch, wir können uns umsorgen. Wir lernen miteinander Brot backen. Aber das alles hatten unsere Eltern nicht und haben es geschafft. Und wir schaffen das auch. Mit Disziplin Humor und Menschlichkeit. Vergessen wir niemanden. Denken wir an die obdachlosen, an die Menschen mit einer Grundkrankheit, an die Systemerhalter, die so wichtig sind und nicht so viel verdienen wie die Banker… Bleiben wir Menschen. Und haben Sie Vertrauen zu Ihrem Kind. Ihr Kind lernt jetzt mehr für das Leben als he zuvor. Es lernt Lebensmittel achtsam einzuteilen, sie Variabilität aus Zucchini 4erlei Gerichte herzustellen. Es ist die Schule für das Leben. Glauben Sie mir und haben Sie Vertrauen. Wir schaffen das und wir schaffen das gemeinsam. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie und ganz herzlich Ihrer Tochter : wir feiern irgendwann ein Lebensfreudefest einfach so. Vergessen wir niemanden und bleiben wir Menschen. Mit lieben Grüßen Monika Kaluza

  45. Oh Gott, was für ein unnötiger und dummer Brief. Allen ernstes, Chips zum Frühstück, permanent Netflix… Und alle anderen sind schuld daran?

    Bitte, ich bin nicht für Ihr Kind verantwortlich, aber ich könnte es im Rahmen einer Betreuungseinrichtung werden und dieser Gedanke ist für mich unerträglich, weil ich dann Ihrem Kind soziale Umgangsformen beibringen soll und Regeln, die Sie nicht imstande sind, einzuhalten.

    Gute Frau, wenn Sie mit einem Kind und Homeoffice schon überfordert sind, was darf man dann eigentlich von Ihnen als wertvollen Beitrag für die Gesellschaft erwarten?

    Gerne rühmen sich Frauen wie Sie damit, angeblich multitaskingfähig zu sein und dann stellen Homeoffice und Home-schooling Sie vor dermassige Herausforderungen, dass Sie Ihren Alltag nicht mehr bewältigen können.

    Bitte, statt derart dumme Briefe im Namen eines guten Journalismus zu veröffentlichen, halten Sie inne, kommen Sie runter von Ihrem zu hohen Ross und seien Sie verdammt noch einmal stolz auf Ihre Familie.

  46. Manche Leute hat es im Leben viel schlimmer erwischt!
    So zu jammen!.. Nein.
    Es ist mal anders, stressig auch, aber kein Weltuntergang!
    Und gute Hoomausstatung ist auch, so wie es aussieht, da.
    Manche haben davon nichts!
    Bleibt gesund!

  47. Wunderschöner Text der wirklich zeigt wie man es als Mutter empfindet. Es ist nicht einfach. Wünsche mir von Herzen das wir alle bald in den „normalen“ Alltag zurück kehren können.

  48. Furchtbar geschrieben… negativ, pessimistisch, traurig, das macht mich wütend. Jeder, der so denkt sollte sich ebenso schämen wie die Egoisten.
    Wie kann man seine Mitmenschen so runter ziehen und sie noch trauriger und ängstlicher stimmen. Ekelhaft.

  49. Spricht mir vollkommen aus der Seele und rührt zu Tränen. Danke für diese Wahrheit, die zwischen all dem #spielenstattpanik genauso ihre Berechtigung hat

  50. Geehrte Frau Kaiser,
    liebe Mama eines Kindes!

    Vielen Dank für diese tollen Worte, die mir so sehr aus der Seele sprechen.
    Unsere Tochter ist zwar schon 14 Jahre alt und damit fähig, den Ernst der Lage gut zu erfassen (auch wenn ihr das Pubertier in ihr dabei manchmal im Weg steht), aber auch sie leidet als Kind, was mir als Mama wiederum so sehr weh tut:
    Unseren Mäusen bleibt derzeit echt nichts erspart: Klassenfahrt nach Trier, Musicalfahrt nach Hamburg, Konfi-Fahrt nach Scharbeutz, Konfirmation, Schule, Sport, Treffen mit Freunden… Alles gestrichen. Die Kinder tun mir echt leid!!!
    Jetzt fehlen nur noch das Zeltlager im Sommer, ein Urlaub auf einer Jugendburg (Hogwarts) und das Kindervogelschießen 😢
    Es macht uns Eltern traurig und wir versuchen, den Verlust der Kinder durch ein aktives familiäres Zusammensein im eigenen Haus etwas abzumildern.

    Bleiben Sie gesund!
    Jahne Urbschat

  51. Liebe Mareice,
    dein Brief hat mich total berührt. Ich fühle mit dir, und bin super gespannt auf deine nächsten Texte! Du machst das toll als Mama, vergiss das nie!

    Viel Gesundheit und Zuversicht

  52. Danke! Danke für diese Worte, die mir so aus der Seele sprechen! Am liebsten würde ich mich unter einer Decke verkriechen bis alles vorbei ist. Aber ich muss stark sein für meine 3 Kinder. Und fröhlich. Und zuversichtlich. Und halbwegs ehrlich dabei. Und es lässt mein Herz lachen, wenn sie es schaffen unbeschwert zu sein. Und mein Herz weint, wenn sie kurz darauf fragen, ob sie bitte, bitte wieder in die Schule dürfen. Wann sie Oma und Opa sehen, während ich bete, DASS sie diese wiedersehen. Auch ich bin froh, dass es uns noch gut geht und wir den Frühling im eigenen Haus und Garten erleben und genießen können und doch wünsche ich mir so sehr die Sorglosigkeit zurück und dass meine Kinder eine unbeschwerte Kindheit weiterleben können. Nie habe ich mir etwas so sehr gewünscht!

  53. Mir kamen beim Lesen die Tränen, auch wenn ich inzwischen schon Oma bin. Ich fand meine Tochter und die Enkel in diesem Brief wieder. Die Zeiten sind schlimm im Moment, aber ich hoffe, dass, wenn wir uns an Vorgaben halten und uns immer gegenseitig Mut machen, wir uns bald wieder umarmen können.

  54. Hallo,ihre alle da draußen,
    ein super Brief. Mir hat er Tränen in die Augen getrieben. Es ist ein Brief der genau das Beschreibt,was ich fühle und denke.
    Wie oft haben meine Söhne gedacht, mal 1Woche keine Uni oder Schule zu haben, einfach mal so und jetzt?????
    Jetzt würden sie lieber an die Uni gehen, Prüfungrn machen oder einfach zur Schule gehen mit freiwilligen Hausaufgaben. Aber das geht erst mal nicht und das Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht zu sehen.
    Mein kleiner Sohn ist gerade 14Jahre alt geworden. Er soll Ende Mai Jugendweihe haben. Es sollte sein bisher schönster Tag werden. Nun steht da ein riesengroßes Fragezeichen. Die für die Teenager geplante Reise musste auch abgesagt werden.Auch da die Frage, wird sie jemals stattfinden.
    Die Frage wie geht es weiter,die Frage wann geht es weiter,die Frage wird es jemals wieder so werden wie vor diesem Virus. Die Frage bleibt die Familie gesund, die Frage wird es unseren Freunden und Bekannten,unseren Arbeitskollegen gut gehen oder werden wir jemanden nie wiedersehen. Ich schiebe diesen Gedanken immer weit weg.Aber er ist immer wieder neu da und mit jedem neuen Tag ist er schlimmer. Aber dann denke ich immer an die Menschen die es überstanden haben und dann kommt neue Hoffnung.
    Ich selbst arbeite in einem doch ehe kleineren Krankenhaus.Die unheimliche Ruhe ist erdrückend.Da wo sonst viele Patienten sitzen ist gähnende Lehre. Alles ist so Angsteinflösend,die Ruhe vor dem Sturm. Hoffen wir das der Sturm nie kommt, hoffen wir das wir die Kurve bekommen.Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Diese Hoffnung hilft uns weiter zu machen und eins weiß ich:wir in unserem Krankenhaus sind sehr gut für den Ernstfall vorbereitet.
    Eine Bitte muss ich aber noch los werden.
    Bleibt zu Hause ,wenn ihr nicht unbedingt zur Arbeit oder zum Einkauf müsst. Bringst vielleicht Einkäufe für Nachbarn oder Familie mit. Haltet euch an die Vorschriften die jetzt gelten.
    Gebt diesem Virus keine Chance weiter um sich zu greifen.
    Wir wollen nicht das ein so kleiner Virus über unsere große Erde regiert.
    Gemeinsam sind wir stark.

  55. Vorallem sollte man nicht übertreiben. Als ob nun der Sommer ausfällt wegen nem Virus.. Oder Kinder die nächsten 4 Jahre nicht in die Schule gehen… Naja. Jedem das seine aber übertreiben hilft auch nich

  56. So gut kann ich das nachfühlen. Mein Baby wird Dienstag 8 Wochen alt und ich war schon die ganze Zeit in Ausgangsbeschränkung, weil sie so viel schrie. Jetzt wird es besser, doch raus werden wir dennoch nicht kommen. Raus mit Freunden, anderen Kindern, Oma, Opa, Rückbildungsgymnastik, Babyschwimmen, Pekip. Heute sah ich mir ein Pekip- Video an und wollte mit Baby üben, doch musste es abstellen, weil ich heulte. Mein Baby fängt an zu lachen und ich bin todtraurig und schäme mich dafür. Stark sein – puh. Gerade schaff ich es zumindest authentisch zu sein.
    Und mein Partner arbeitet in der Pflege. Was, wenn er in der Einrichtung bleiben muss ?

    1. Das Gute ist, dass sich dein Baby nicht daran erinnern wird, ob es zum Babyschwimmen, PeKip oder zu anderen Kindern ging. Geh raus spazieren, das ist in den meisten Bundesländern nämluch erlaubt, setz dich auf den Bslkon oder ans offene Fenster. Rede mit deinem Kind, halte es im Arm und es hat alles, was es braucht.

      Sollte die Traurigkeit nicht besser werden, dann rufe bitte dringend bei einer Beratungsstelle an. Wochenbettdepression sind nicht so selten und werden aktuell vermutlich noch verstärkt. Bitte habe keine Angst dir Hilfe zu holen.

  57. Es tut so gut und macht gleichzeitig so unendlich traurig, das zu lesen…
    Ich bin nicht allein mit all‘ meinem Wünschen, Hoffen, Sorgen und Bangen für mein Kind. Mit diesem Versuch das richtige Leben im falschen zu leben. Jeden Tag, vermutlich für sehr lange Zeit…

  58. Das ist so anrührend geschrieben, dass mir beim Lesen die Tränen kamen. Genauso ist es derzeit. Innere Zerrissenheit! Wie gerne würde ich meinen kleinen Enkel sehen, ihn in die Arme schließen… Wir beschränken uns auf Videotelefonie (Gott sei Dank haben wir wenigstens die). Wie lange das alles dauert, kann keiner sagen. Auch nicht, was danach sein wird. Aber Hauptsache, es wird ein Danach geben… Und dass wir es gesund erleben.
    In diesem Sinne… Passt alle gut auf euch und eure Lieben auf!

  59. Der Text geht einem Nahe. Auch ich bin eine Mama und auch ich versuche mir so gut es geht nichts anmerken zu lassen, stark zu sein für mein Kind und Fragen so gut es geht zu beantworten. Das Leid in den Nachrichten zu sehen, die Ungewissheit die nun vor uns allen liegt und doch noch das positive zu sehen. Der Feind (coronavirus), der an jeder Ecke lauern könnte , aber nicht sichtbar ist, so gut es geht zu umgehen. Gemeinsam dagegen kämpfen, indem wir die Regeln befolgen. Zu Hause bleiben so oft es geht und die Natur sich mal etwas von dem Menschen erholen lassen. Weil Fabriken schließen, weniger Verkehr herrscht und die Leute nun Lebensmittel ganz anders wertschätzen. Vielleicht entdeckt der ein oder andere ein neues Hobby für sich wie Gitarre spielen oder Nähen. Familien die sich aus den Augen verloren haben ,finden nun wieder zusammen. Man lernt, dass das Leben so wie es bislang war, nicht selbstverständlich ist. Es ist kostbar. Vielen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben um diesen Text zu schreiben. Keiner ist allein da draußen mit dieser Situation. Wir werden das schaffen, da bin ich mir ganz sicher.

  60. Ich sitze mit Tränen in den Augen während ich diesen Text lese. Meine Tränen und Traurigkeit halte ich seit Tagen zurück. Um stark zu sein! Um die Mama zu sein die ich sonst bin. Ich weiß nicht wie lange ich noch so standhaft bleiben kann. Ich hoffe jeden Tag aufs neue. Und solange diese noch da ist, werde ich mein bestes geben meinen Kindern “ihre Mama” zu sein. Danke für diesen tollen Artikeln. Er spricht glaub allen Müttern aus der Seele.

    Auf die Hoffnung.

  61. Ein guter Brief! Ich bin Oma und denke im Moment auch nur an die Kinder, weil es so schwer ist, ihnen jetzt das richtige zu sagen, so, dass sie es verstehen.
    Auch mich betrübt die Situation öfter. Das schlimmste ist der Verzicht auf die Nähe von Freunden, ich möchte sie trotz allem umarmen und lachen hören. Doch es gibt Schlimmeres als den Verzicht auf Nähe:
    Ich werde niemals die Tränen meiner Mutter vergessen, als sie mir mit über 90 Jahren erzählte, als sie ihren Schulkameraden verloren hatte. Die beiden waren erst 14 Jahre alt, und er wurde in den Krieg geschickt und kam um. Sie hatte ihn gemocht. Er wohnte neben ihr.
    Ich will sagen, wenn wir uns trotz der fehlenden Nähe umeinander kümmern, haben wir die Chance, nicht zu verkümmern.
    Christina

  62. Das spricht mir aus der Seele…. Genau so fühle und denke ich… Und versuche mein Fünkchen Hoffnung zu bewahren und stark zu sein für meinen kleinen Sohn….

  63. Ich fand es auch echt ergreifend aber auch sehr pessimistisch.
    Ich halte auch nichts von der naiven rosaroten Brille…
    Aber *Optimismus* schadet ja auch nicht.
    Gedanklich schon den ganzen Sommer abhaken ist krass.
    Wir sollten gerade in solchen Zeiten lernen den Moment zu genießen und gerade auch die positiven Dinge zu sehen. Das ist doch wie bei der Einschlafbegleitung… man kann gedanklich seine Tod durchgehen und denken „Scheiße, jetzt halte ich wieder 30Min ihre Hand und bin hinterher selbst super müde und hab nichts geschafft“, oder ich sage „hey, mein Kind entwickelt sich jetzt, und gerade jetzt ist ihm die Nähe beim Einschlafen wichtig und ich kann helfen und es, mit der richtigen Einstellung, noch selbst genießen“
    Natürlich sollten wir uns darüber nicht selbst vergessen, vielleicht gibt es aber auch eine gute Seite.
    Klar haben wir Eltern auch schwache Momente… aber Chips zum Frühstück? 😅🙄 dann doch lieber Corn Flakes mit Pudding

  64. Herausfordernde Situationen sind dafür da uns stärker zu machen! Kopf hoch, wir werden aus den nächsten Wochen etwas lernen, es wird Leid geben aber es werden sich auch positive Dinge entwickeln und dadurch wird die Welt danach besser sein. Unglück, Unfälle und Krisen gehören zum Leben, wie auch die schönen Momente. Und die guten Zeiten weiß man besser zu schätzen, wenn es zwischendurch hart war. Dein Kind wird auch an der Situation wachsen, behalte deine Emotionen nicht nur für Dich sondern rede darüber – dein Kind lernt auch von Dir, wie Du mit Krisen umgehst! Versöhne Dich mit deinen Emotionen und es wird jeden Tag etwas besser werden! Lg Anja

  65. Hallo,

    ich finde diesen Brief wunderbar. Mein Sohn ist 2 Jahre alt und er versteht es noch nicht so ganz und es tut mir weh zu sehen, dass er spielen möchte und in die Krippe will zu seinen Freunden und auf den Spielplatz und all das muss ich ihm leider verbieten. Woraus dann Trotzanfälle entstehen, weil er es nicht versteht.
    Aber da wir in einem Dorf wohnen, versuche ich, mit ihm jeden Tag in den Wald zu gehen, damit er spielen kann und die Bewegung hat, die er braucht.

  66. Liest sich sehr schön. Ist mir aber zu hoffnungslos für Kinder. Eltern sollten auch in Krisenzeiten das Positive nicht vergessen. Hoffnung und Liebe ist jetzt wichtig. Wer den Glauben auch hat, noch besser.Uns geht es gut im Vergleich mit Kindern in Kriegsgebieten ,(Flüchtlingen)etc.

  67. Also ich habe keine Angst meinen Kindern ihre unbeschwerte Kindheit zu versauen nur weil sie jetzt keinen Spielbesuch haben. Und wenn ich ein bischen Lehrerin spiele finde ich auch nicht dramatisch. Eis kann man auch super zu Hause essen sogar eine doppelte Portion! Und ob es 4 oder 40 Tage werden oder sogar 400… man gewöhnt sich daran das der Tag anders läuft. Es ist ja jetzt nicht so dramatisch das man sich zuhause einschließen muss! Zum Glück! Spatzieren gehen, Rad fahren, schätze im Wald suchen und Käfer entdecken…. was will man von einer Kindheit mehr? Und vielleicht ist dieser Stillstand ja auch mal ganz gut um seine Prioritäten mal wieder zurecht zu rücken, schauen was wichtig ist. Konsum ist es für mich nicht. Und ich hoffe das diese Kriese als Generalprobe für die Klimakriese genutzt wird, denn die Einschränkungen die wir brauchen um da das Steuer rum zu reißen werden wohl dramatischer und viel längerfristiger sein als jetzt! Und dann reden wir nicht über 200 oder 500.000Tote, das betrifft uns alle!

    1. Super Feedback!

      Ich fands auch zu dramatisch. Finden wir doch das Positive daran. Die ganze Entschleunigung kann doch auch eine gute Seite haben.

      Meine Kinder verstehen das auch nicht. Sind eindeutig zu klein. Trotzdem versuche ich alles, um den „neuen“ Alltag normal aussehen zu lassen.

      Wenn wir als Eltern in Selbstmitleid versinken, hilft das doch nichts. Macht das Beste draus!

  68. Was soll denn dieses tränenschwangere Gejammer?
    Wir haben hier eine Situation, mit der wir klar kommen müssen. In der wir unseren Kindern Orientierung bieten müssen, auch wenn wir selbst auf der Suche danach sind. Aber das ist okay. Kinder brauchen keine perfekten Eltern und auch keine perfekte Welt.
    Und Ihnen droht keine akute Gefahr – das ist doch Glück im Unglück.
    So seltsam das klingt: Ich bin in dieser Zeit sehr dankbar. Dafür dass meine Familie und Freunde gesund sind, dafür, dass mein Job relativ sicher ist, dafür, dass ich Home Office machen kann und nicht an einer Supermarkt Kasse sitzen muss. Und für so vieles mehr.
    Und mehr denn je für meine Tochter, die mich zum Lachen bringt und die sehr reflektiert und stark ist in diesen Tagen. Das alles wird sich auch ihr unwiderruflich einprägen – aber sie wird daran wachsen und nicht zerbrechen.

  69. Das ist doch wohl Jammern auf hohem Niveau. Wie viele Eltern haben überhaupt keine Arbeit, können sich Schwimmbad und Eiscafé überhaupt nicht leisten? Wie viele Eltern und Kinder leben in Flüchtlingslagern OHNE all diese Dinge? Und ich verstehe auch nicht, warum man als Mutter den Anspruch hat, einem Kind eine „sorgenfreie“ Kindheit bieten zu müssen. Keine Kindheit, kein Leben sind frei von Sorgen und Schwierigkeiten. Aber dieses realitätsferne Gerede macht das Kind sicher fit fürs Erwachsensein. Tut mir leid, aber dieser Text ist einfach nur ein furchtbar kitschiger Zuckerguss!

  70. Meine Söhne sind bald 18 und 24 Jahre alt. Ich bin also auch eine Mutter. Ich bin eine Mutter eines jungen Mannes, der arbeiten muss und nicht zu Hause „in Sicherheit“ sitzen darf, sondern sich täglich im Kundendienst mit verschiedenen Menschen auseinandersetzen muss. Ich bin nicht in Sorge. Er sagt zu mir: „Mama, was kommt, kommt. Ich kann auch morgen von einem Auto überfahren werden.“ Und ich bin stolz auf ihn, weil ich so Vieles in ihm entdecke, dass mir wichtig war. Ein reifer, faktischer Blick auf die Welt und das, was uns umgibt gepaart mit Herz und Empathie.

    Ich kann Ihre Sorge verstehen, Frau Kaiser. Ich verstehe Ihre Sorge als Mutter. Keine Mutter auf dieser Welt will, dass Ihrem Kind etwas Schlimmes passiert. Sie will es beschützen und einfach nur, dass es glücklich sein darf. Meine sehr frühe Einsicht vor über 20 Jahren war: das wird uns nicht gelingen. Scheidung der Eltern, Tod einer Großmutter, Todes eines Haustieres, Wegzug des besten Freundes oder viele andere „kleine Dinge“ machen uns sehr schnell klar, dass Leben ohne Leid eine Illusion ist.

    Ich denke, wir können dieses Krise nutzen, um uns selbst besser kennenzulernen und uns mit dem auseinanderzusetzen, um was es doch im Grunde jedem Einzelnen geht: die Angst vorm Sterben. (Ob Corona dies nun erledigt oder irgendetwas anderes ist dabei doch letztlich egal.) Ich nehme mir gerade meinen fast 18-jährigen Sohn (der von der Schule zu Hause bleiben muss) lieber an die Seite und kläre ihn auf. Ich kläre ihn auf, dass in dem gleichen Zeitraum (ich rechnete 60 Tage), in dem fast 19.000 Menschen offiziell an den Folgen einer Grunderkrankung und einer Corona-Infektion gestorben sind, über 500.000 Kinder unter 5 Jahren verhungert sind!! DAS sind die wichtigen Zahlen, die mein Kind zu lernen hat, weil seine Generation die Zukunft ist und sie die Chance haben, es besser zu machen.

    Leider kann ich Ihrem Artikel nicht entnehmen, wie alt Ihr Kind ist, aber ich glaube, es ist nie zu früh, Kindern die Wahrheit zu zeigen. Schwimmen gehen und Eis essen ist toll, aber wir sollten uns immer bewusst machen, welche Gnade es ist, dass wir das können. In Frieden, ohne Sorge, satt und versorgt. Meine Kinder haben schon von Anfang an gelernt, wie dieses Welt real aussieht. Eine nicht immer leichte Aufgabe, weil sie mir Mut abforderte. Und zwar nicht nur den Mut, meinen Kindern die Illusion zu rauben, sondern mir selber auch.

    Zeigen Sie Ihrem Kind die Videos von Delphinen, die wieder in der Bucht von Venedig schwimmen. Es gibt Hoffnung. Immer. <3

    Liebe Grüße,
    eine Mama

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