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Mein Bereich – dein Bereich

Seit Neuestem gehöre ich zu den regelmäßigen Besuchern eines Fitnessstudios – obwohl Besucher passiver klingt als es ist. Nein, ich trainiere wirklich regelmäßig und konnte schon einige amüsante Entdeckungen machen, die ich gerne mit euch teilen möchte.

 

1. Konzentrier dich auf dich selbst

Heute ein bisschen Ausdauer. Doch anstatt nur auf den eigenen Display zu schauen, leistet manch einer neben mir Höchstleistungen im Verrenken. Wie schnell läuft der andere gerade und kann ich da mithalten? Völliger Schwachsinn. Klar gibt es schöneres, als genauso verschwitzt zu sein, wie der Typ, der auf dem Laufband anscheinend gerade einen Halbmarathon zu absolvieren scheint, während man selber einfach nur ein Ziel hat: Durchhalten. Aber genau das ist es doch – jeder hat ein anderes Ziel und einen anderen Körper.

Apropos Körper. Ein nächstes Schaue-was-macht-die-andere-Phänomen (bei dem ich mich selbst ertappt habe ;)..)

Das Gerät wird frei. Das Gewicht ist noch auf das kleine zierliche unsportliche aussehende Mädel vor mir eingestellt – packe ich gleich mal noch 5 Kilo mehr drauf. Was die kann, kann ich doch auch. Doch Pustekuchen in so manch zartem Persönchen steckt dann doch eine echte Powerfrau.

Was lernen wir darauf? Konzentriert euch auf euch und euren Körper. 

2. Sport bedeutet Abschalten – interpretiert wohl jede anders

Die Schulter nach hinten kreisen und tief durchatmen. „Oh man, du glaubst nicht, was mir heute passiert ist!“ – nein, möchte ich auch nicht. Für mich bedeutet Sport Abschalten und Entspannen. Zugegeben bin ich sonst auch eine Labertasche wie sie im Lehrbuch steht, aber manche – vor allem weibliche Fitnessstudiobesucherinnen (hier passt das Wort besuchen wieder ;)..) – sehen das Fitnessstudio anscheinend als Treffpunkt, um mal wieder ausgiebig mit der Freundin zu quatschen. Natürlich während der Kurse. Während der Entspannungsübungen. Schließlich muss man ja auch die Stimmbänder aufwärmen und testen, wie gut man ein Video mit Lautstärke 100 übertrumpfen kann.

3. Mein Bereich – dein Bereich

Im Fitnessstudio muss ich eines nicht – und das ist kuscheln. Verrückterweise habe ich aber schon öfters festgestellt, dass ich hier wieder mit meiner Einstellung alleine auf weiter Flur stehe.

Der Raum ist komplett leer. Ich bin die Erste und lege meine Matte in die Mitte. Herein kommen zwei Grazien, die ihre Matten jeweils rechts und links von mir platzieren. Abstand gefühlt 5 cm. Warum den ganzen Raum ausnutzen, wenn man sich auch nebeneinander quetschen kann? Bei meinem Versuch die zwei durch ausschweifende Arm- und Beinbewegungen fernzuhalten funktioniert nicht. Also einen Schritt nach vorne, meine zwei Fitnessbodyguards folgen mir auf den Schritt. Äh ja. Was soll ich dazu sagen, außer Mein Bereich – dein Bereich.

4. Es kommt auf das richtige Outfit an

Dass ein Fitnessstudio auch immer ein Laufsteg ist, ist ein Klischee. Aber schließlich haben Klischees auch ihren Ursprung. Da gibt es diese Mädels und auch Jungs, bei denen du weißt, dass das Outfit Teil des Trainings ist. Da sind die Achselshirts soweit ausgeschnitten, dass man nicht nur die Achseln sieht, sondern sich das Stückchen Stoff gleich sparen könnte. Bei manch einem Mädel denkt man, dass sie es sich um Bodypainting handelt. Bei mir läuft das so ab: Heute habe ich Lust auf Sport. Schrank auf – aus dem Fach mit der Sportkleidung eine Hose und ein Oberteil rausgezogen, Schuhe, Handtuch und Getränk eingepackt & vor dem Spiegel im Fitnessstudio die Haare zusammenmachen. Fertig – los gehts.

Vielleicht denkst du dir gerade: Ja genau, so geht es mir auch und nickst mir fleißig zu. Dann habe ich mit dem Artikel etwas richtig gemacht. Alle anderen hoffe ich, einfach etwas zum Schmunzeln gebracht zu haben 😉

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