Foto: Moola

Meine Meditation: Gartenarbeit

„Je tiefer sich meine Finger in die Erde wühlen, desto besser kann ich
abschalten“, sagt Beate Schwarz, Unternehmerin und Gartenfreundin aus Göppingen. Wer Gelegenheit hat, im eigenen Garten oder auf dem Balkon etwas einzupflanzen oder anzubauen, sollte das tun. „Gardening“ kann beruhigend, befreiend und stärkend sein. „Für mich funktioniert das besser als jede Yoga-Übung“, so die 51-Jährige. Hier ultimative Tipps von Beate Schwarz für gestresste (Start-up-)WorkerInnen:

 

Es  ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen. Wer eine absolute
BeginnerIn ist, sollte mit robusten Pflanzen sein Gardening-Vergnügen
starten. Diese bringst du kaum kaputt: Palmen, Kräuter (wie Petersilie
und Salbei), Pfefferminze, Salat, Zucchetti und mein Favorit: grüne
Bohnen. Gehen auch drinnen. Dazu später mehr.

Für  Anfänger ist ein Hochbeet ideal. Es schont den Rücken, weil
schmerzhaftes Dauerbücken entfällt, und es passt in jeden Vorgarten.
Eine sonnige Stelle suchen und los geht’s. Bau-Sets gibt es günstig für
unter 100 Euro ab Herbst im Baumarkt. Einfach anzubauen sind Kräuter,
Salate und Radieschen. Auch trendige Sorten wie Mangold oder Pak Choi
wachsen easy. Profis wagen sich an Tomaten und Pastinaken.

Garten-Meditation: Hochbeet ist gut für den Rücken

Schnitt- und Pflücksalate, Blattgemüse wie Petersilie und Rucola sind perfekte
Balkon- und Terrassenpflanzen. Ebenso gedeihen Erdbeeren oder Bohnen,
die etwa in ausrangierten Blechwaschtrögen angebaut werden. Sieht
stylisch aus und das Ergebnis schmeckt nach Sommersonne. Ein Tipp:
Größere Pflanzen wie Paprika oder Pfefferoni brauchen Gefäße, in die 15
Liter Erde passen.

Wer den Bodenverbesserer Pflanzenkohle unter die Erde mischt (zu etwa einem Zehntel) reduziert das Gießen deutlich, weil die „Moola“  Wasser und Nährstoffe speichert. Zuvor die Kohle aufladen mit Sauerkrautsaft oder dem „Saft“ des Biomülls: dazu einfach den gesammelten Bioabfall auf die Pflanzenkohle „tropfen“ lassen – dies sorgt gleichzeitig für deutlich weniger Gerüche in der Küche. Die so geimpfte Moola zwei Wochen ruhen lassen – fertig. Die Kohle saugt wie ein Schwamm alles auf und gibt das Nährstoff getränkte Wasser an die
Pflanzenwurzeln ab.

Pflanzenkohle „Moola“ verbessert den Boden

Beeren und Minze im Wohnzimmer anbauen? Klappt auf jeder Fensterbank. Gut zu  wissen: „Säulenobst“ wird extra so gezüchtet, dass es klein bleibt –
bestimmte Äpfel, Kirschen oder Pflaumen gehören dazu. Auch Kräutertöpfe
sind mit einem kleinen Platz und Sonnenschein glücklich. Die richtige
Coolness und grün satt liefern Vertikalgärten. Beschaulicher aber
charmant sind Kräuterleitern und Hängetöpfe – die als Raumteiler für
Wald- und Wiesenfeeling sorgen.

Pflanzen brauchen Wasser, die beste Zeit zum Gießen ist morgens. Dann kann die Erdoberfläche tagsüber abtrocknen. Schadpilze haben so keine Chance.
Liebe lohnt sich: Gieße das Wasser nicht flüchtig über die Blätter,
sondern sorgfältig direkt auf die Erde. Aber: Ertränke die Zöglinge
nicht, lasse sie aber auch nicht verdursten. Was die optimale
Wassermenge ist, musst jede Gärtnerin selbst herausfinden. Einfluss
haben Wetter, Sorte, Lage und Hitze. Ähnliches gilt für das Licht:
Einige Pflanzen brauchen viel Sonne, andere weniger. Faustregel: Kaum
eine Sorte will den ganzen Tag in der Sonne stehen – und ebenfalls fast
 keine Pflanze will nur Schatten.

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