Foto: Yann Caradec | Flickr | CC by 2.0

So cool kontert Serena Williams den sexistischen Kommentar eines Tennis-Kollegen

Klar, sind Frauen auch gute Sportlerinnen, aber sie sind eben nicht so gut wie Männer! Gähn, genau das musste sich Serena Williams – immerhin erfolgreichste Tennisspielerin der Open Era – anhören. Aber sie hatte die passende Antwort schon parat.

 

„Sie ist die beste Tennisspielerin aller Zeiten, aber…!“

Eine Frau kann gut sein, aber sie kann niemals so gut sein wie ein Mann – ganz besonders, wenn es um Sport geht. Genau das sagte gerade Tennisgröße John Mc Enroe, der in den 70ern und 80ern seine Erfolge feierte, in einem Interview mit dem US-Radiosender Npr, das er bezüglich seiner Memoiren gab.

„Sie ist die beste Tennisspielerin der Geschichte, keine Frage.(…) Aber wenn sie bei den Männern spielen würde, wäre sie die Nummer 700 der Welt.“

Und sie könnte sicher mal an einem guten Tag einen Mann schlagen, aber das dann vor allem wegen ihrer mentalen Stärke. Alles also Glückssache. Oh boy, es ist die alte biologistisch argumentierte Leier, Frauen wären per se sportlich erstmal schlechter gestellt als Männer. Starke Männer, die selber was erreicht haben, sollten es eigentlich nicht nötig haben, Frauen auf diese Weise eine reinzuwürgen. So ein Statement lässt jedenfalls tief blicken und verheißt vor allem eines: ein ziemlich schwaches Selbstbewusstsein. Schade drum! 

Aber die 23-fache Grand-Slam und vierfache Olympiasiegerin Serena Williams hat offensichtlich keine Zeit, sich darüber aufzuregen – sie schmettert den billigen Sexismus von Mc Enroe lieber in zwei knackigen Tweets ab.

„Lieber John, ich respektiere dich, aber bitte lass mich aus Statements raus, die auch noch faktisch falsch sind.“

Und weiter:

„Respektiere mich und meine Privatsphäre, da gerade ein Baby in mir heranwächst. Schönen Tag noch, Sir.“

Quelle: Serena Williams | Twitter

Haha, well done Serena. Elegant und unaufgeregt abgesägt – mehr braucht es auch wirklich nicht.

Artikelbild: Yann Caradec | Flickr | CC by 2.0

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Silvia hat von 2014 bis zum Herbst 2019 für EDITION F gearbeitet, zunächst als freie Journalistin, dann als Redakteurin und seit dem Jahr 2017 als Redaktionsleiterin. Seit Oktober ist sie freie Autorin und Kolumnistin und schreibt auf EDITION F weiterhin ihre Kolumne „Thirtysomething“. Im März 2019 erschien im Goldmann-Verlag ihr erstes Buch: „A Single Woman: Ein Plädoyer für Selbstbestimmung und neue Glückskonzepte“. Foto: Jennifer Fey

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