Foto: Brian Atwood Kampagne

Gute Werbung kann auf Sexismus locker verzichten!

Die Politik diskutiert ein Verbot für sexistische Werbung, was unter anderem der FDP-Chef Christian Lindner als „spießig“ abgetan hat. Ach, wirklich?

 

Wir haben keinen Bock mehr auf Sexismus – auch nicht in der Werbung!

Sexismus mündet in sexualisierte Gewalt. Sexismus in Werbung, der sich meist in der Sexualisierung und Degradierung von Frauen und deren Körper äußert, schafft eine gesellschaftliche Atmosphäre, in der respektloses Verhalten gegenüber Frauen akzeptiert und allgegenwärtig ist: Es ist ein kurzer Weg von herabwürdigenden Bildern und Sprache bis zu gewaltvollen Handlungen. Das ist in der Wissenschaft längst etabliertes und akzeptiertes Wissen. 

Falls also eine Gesellschaft Gewalt gegen Frauen nicht tolerieren will, dann muss sie auch gegen jegliche Form von Sexismus vorgehen. Der Gesetzesvorstoß zum Verbot von Sexismus in der Werbung ist eine logische Konsequenz. Auch die uninformierten Einwürfe der Christian Lindners in unserem Land können den Fakten nicht widersprechen. 

Und außerdem, seit wann entscheiden eigentlich Nicht-Betroffene, was Betroffene gefälligst auszuhalten haben? Ach ja, schon immer. Und genau das ist das Kernproblem unserer Gesellschaft.

Was passieren würde, wenn wir Sexismus in der Gesellschaft verbieten würden? Die Werbung würde besser. Und langfristig hätten wir alle mit den Folgen von Sexismus weniger zu kämpfen.

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Ich bin die Mitbegründerin und Deutschlanddirektorin des Centre for Feminist Foreign Policy und Beraterin für das Auswärtige Amt.

Des Weiteren bin ich freie Autorin und Kampagnenberaterin (Kund*innen u.a. GoFundMe und Purpose).

Vor allem bin ich Aktivistin: Meine Toleranz gegenüber Ungerechtigkeiten geht gegen Null. Daher gründete und beriet ich unterschiedliche Kampagnen und Projekte.

Als einzige Uniabsolventin meiner Familie ist Bildungsungerechtigkeit ebenfalls ein Thema, welches mich tiefgehend beschäftigt und über das ich gerne schreibe.

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