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Soft Skills: Was Personalern wirklich wichtig ist

Unsere Eignung für einen Job machen wir oft an unserer Arbeitserfahrung fest. Die Chefs haben aber längst anderes im Sinn: unsere Soft Skills.

 

Vertrau auf deine emotionale Intelligenz

Welche Chancen wir auf eine gute Ausbildung haben, ist noch immer in starkem Maße mit unserer Herkunft verknüpft. Besserung nicht in Sicht. Und selbst wenn wir das Abitur mit anschließendem Studium hinter uns haben, sind wir noch lange nicht automatisch mit Arbeitserfahrung oder dem gefragten Know-How gesegnet. Da kann einem bei den Jobausschreibungen schon mal das Selbstbewusstsein in die Knie gehen.

Aber das ist überhaupt nicht notwendig. Für Arbeitgeber stehen die Hard Skills, also Ausbildung und Arbeitserfahrung, längst nicht mehr an erster Stelle, wenn es um ihre Wunschmitarbeiter geht. Christine Romans von CNN Business hat bereits 2010 das Buch „Smart is the new rich“ veröffentlicht, in dem sie eine Studie der Personalvermittlungsagentur Express Employment Professionals zitiert, in der Arbeitgeber nach den Top Acht Qualifikationen von Bewerbern gefragt wurden. Dabei landete die Arbeitserfahrung auf dem letzten Platz. Viel wesentlicher für die Arbeitgeber war, was die Bewerber an sozialen Kompetenzen mit ins Team bringen. Denn Chefs wollen starke Persönlichkeiten, die ein Team nicht nur mit Fachwissen, sondern vor allem durch sich selbst bereichern, sich gegenseitig stützen und weiterbringen können. Können spielt natürlich weiterhin eine große Rolle, da darf man sich nichts vormachen.

Welche Soft Skills zählen?

Auch eine neue Umfrage der Personalvermittlungsagentur beschäftigt sich mit den Soft Skills.

Herausgekommen sind diese Top 5:

  1. Zuverlässigkeit / Vertrauenswürdigkeit
  2. Kommunikationsstärke
  3. Motivation
  4. Enthusiasmus
  5. Flexibilität/ Anpassungsfähigkeit

Bob Funk, CEO von Express Employment Professionals, fasst das Ergebnis so zusammen: „Es ist leicht zu denken, dass im Bewerbungsgespräch alleine die Vita zählt. Aber die Wahrheit ist, dass Arbeitgeber gleich, wenn nicht gar mehr daran interessiert sind, wer sich bei ihnen bewirbt – als Arbeitnehmer und künftiger Mitarbeiter. Und genau das lässt sich aus den Soft Skills lesen.“

Bevor ihr also im nächsten Bewerbungsgespräch euren seitenlangen CV runterbetet, plant lieber etwas Zeit ein, um euch als Person zu zeigen. Denn den Lebenslauf konnte der Recruiter schon lesen, nun will er euch kennenlernen.

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