Foto: Unsplash: Anna Demianenko

Sonnenmilch.Badematte. Pommes. Ein Gefühl wie früher.

Sommer – Freibad – Bikinizeit – Pommes. Passen nicht in die Reihe? Von wegen Sommerfigur, papperlapp. Ich bin alles andere als ein Fastfood-Junkie, aber Pommes gehören zum Freibadbesuch dazu wie Aufstehen und Kaffeetrinken, Sommer und Melone, Brot und Nutella…und sie erinnern an das Freibadgefühl von früher.

 

Ich habe die Tage im Couch Magazin eine Kolumne über das Phänomen Freibadpommes gelesen und habe mich sofort an das Gefühl zurückerinnert….

Schwimmen macht hungrig – Abkühlen auch

30. Grad, vorletztes Wochenende. Es war einer dieser seltenen Tage in diesem „Sommer“. Noch während ich den Artikel las, dachte ich mir: Warum nicht auch mal wieder Pommes essen im Freibad? Geht natürlich auch in der Fußgängerzone. Aber da riecht es nicht nach Sonnenmilch, Chlorwasser und das Hungergefühl ist auch ein anderes als das von-ewig-im-Wasser-ich-bin-kaputt-und-brauche-Energie-in-Form-von-Pommes-Hunger. Nur dass dieses Gefühl jetzt nicht mehr vom Toben im Wasser, sondern vom ich-strecke-meine-Füße-zum-Abkühlen-ins-Wasser kommt.

Mayo oder Ketchup? Warum oder – heute wird nicht gegeizt

Erfrischung und Abkühlung bei 30 Grad? Sind natürlich eine nette Beigabe, aber ich wollte es wieder haben das Pommes-Freibad-Feeling von früher. Also nahm ich mein Notizbuch mit, um praktisch live von diesem Back-to-the-feeling zu berichten. Es riecht nach Sonnenmilch – gehört zum Sommer einfach dazu: Check. Die Sonne wärmt angenehm und der Kiosk scheint mir schon zuzurufen: Jetz leg endlich den Stift weg und hol dir eine Portion! Kreischende Kinder – Wasserrutschen – Wellengang. Pommes, ich komme!

„Einmal Pommes bitte!“ Mit Mayo oder Ketchup? Beidem natürlich, heute wird nicht gegeizt. Wie gesagt – Bikinifigur? Papperlapapp! Ich fühle mich als wäre ich nochmal stolz und balanciere die heißen Pommes zurück auf meinen Platz. In meinem „Heimatfreibad“ gab es früher immer eine kleine Strandhütte mit Sand davor, auf dem man sich beim Anstehen die Füße verbrannte. Hier musste ich mit Beton vorliebnehmen – heiß war es auch. 

Schon beim ersten Bissen wird mir bewusst – sie schmecken noch genauso. Ob mit 12 oder 25. Manchmal kann man doch nochmal Kind sein. So und jetzt lege ich den Stift endgültig weg und genieße meine Pommes, kalt schmecken sie nämlich nur halb so gut.

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