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Warum uns digitaler Zusammenhalt weiterbringt als jede Ego-Tour

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Beste im ganzen Internet?“ – Wir alle, wenn wir füreinander einstehen!

 

Wenn man im Internet in einschlägigen Sozialen Netzwerken und Blogs unterwegs ist, wird man manchmal das Gefühl nicht los, dass erbitterter Wettbewerb unter den Akteuren herrscht: Blogger gönnen einander keine Erfolge oder Unternehmenskooperationen, eine unliebsame geäußerte Meinung wird an den Pranger gestellt und zum Shitstorm freigegeben. Blogartikel werden lächerlich gemacht. Aber auch Ego-Zentrismus und Wie-du-mir-so-ich-dir Mentalität habe ich schon am eigenen Leib erlebt. 

Der Konkurrenzkampf tobt

Es die Angst vor der Konkurrenz, die womöglich mehr Leser und Follower um sich scharen oder mehr Aufträge an Land ziehen könnte, die dieses unwürdige Verhalten verursacht. Da wird peinlich drauf geachtet, ja immer nur die eigenen Inhalte auf seinen Kanälen zu verbreiten. Da wird nie fremder Inhalt im Sinne der Content Curation geteilt. Oder ganz absurd: Der eigene Content, der von jemand anderem geteilt wurde, wird noch einmal auf der eigenen Facebook-Seite geteilt – ohne je auf die Idee zu kommen, auch nur jemals andere zu pushen.

Derartiges Ego-zentriertes Verhalten ist unverständlich. Kleinlichkeit hat auf Social Media gar nichts verloren. Social Media bauen per se auf dem Vernetzungsgedanken auf. Wenn ich meinen Followern Inhalte von ähnlichen Profilen wie meinem präsentiere, haben sie etwas davon, weil sie an dem gemeinsamen Thema interessiert sind. Den vorgestellten Autor freut es auch, hat er doch die Chance, neue Leser für sich zu gewinnen. Im besten Fall wird er sich erkenntlich zeigen und auch meine Inhalte teilen. Ein win-win für alle!

„We rise by lifting others!“ (Robert Ingersoll)

Wer großzügig ist und nicht nur an den eigenen „Fame“ denkt, wer anderen hilft, auch sichtbarer zu werden, wer sich wirklich sozial verhaltet auf den Social Media Kanälen, dem wird letztendlich auch geholfen. 

Davon bin ich zutiefst überzeugt. Lasst es uns meinetwegen das Social Media Karma nennen. Mit Großzügigkeit kommen wir weiter, als mit Engstirnigkeit und nehmen auch noch andere mit.

Gutes Social Media Karma 

Interessant ist, dass gerade diejenigen, die selbst schon in ihrer Branche ganz oben angekommen sind, oft zu den hilfsbereitesten Menschen zählen, die man im Social Web antreffen kann. Viele kleine Fische achten dagegen peinlich genau darauf, nur ja keine Mitbewerberin auch nur einmal positiv zu erwähnen. Von den „Großen“ können wir uns abschauen:

  • Inhalte unbekannterer Blogger und Akteure teilen und empfehlen
  • auf ihre Bloginhalte auf dem eigenen Blog verlinken
  • sie interviewen oder anders zu Wort kommen lassen
  • #ff – sie bei Follow Fridays auf Twitter empfehlen  
  • auf Kommentare eingehen und Fragen beantworten
  • in Facebook-Gruppen anderen helfen
  • andere so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte

    Möglichkeiten gibt es viele. Es macht sogar Spaß, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Und nicht zuletzt bleibt das wunderschöne Gefühl, jemand anderem geholfen zu haben. Auch mir wurde und wird geholfen. Darüber bin ich sehr dankbar! 

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