Foto: Deme Paula

Wie wäre es jeden Tag mal mit Dankbarkeit statt nörgeln?

Es scheint wir sind ein Volk von Nörglern und Motzern, warum eigentlich? Wann haben wir verlernt Dankbar zu sein?

 

Es gibt Probleme auf der Welt, die wir kaum von
der Hand weisen können und es gibt First Class Problems. Von den
Schweizern „Problemen“, die ein paar Universen darüber liegen möchte ich
heute am liebsten erst gar nicht schreiben.

Keiner der nicht
irgendwas auszusetzen hat, entweder an seinem Körper: Zu dick, zu gross,
zu faltig, zu schlaff, Haare zu lockig, zu glatt, Waden zu dünn. Viele
echauffieren sich auch sinnlos über den Montag, das Wetter, den Verkehr.
Andere ärgern sich über Nachbars Katze, wiederrum andere über die
Sportergebnisse Sonntagabend. Wenn ich Montagmorgen in Zürich der Tram
sitze habe ich das Gefühl die Menschen fahren auf ihre eigene Beerdigung
und nicht in die Arbeit. Und nein, es ist nicht nur in der Schweiz so.
Auch beim grossen Nachbarn Deutschland habe ich das erlebt. Woher kommt
diese Unzufriedenheit?

Man könnte meinen die Menschen haben
vergessen Dankbar zu sein. Denn verglichen mit dem Rest der Welt, in der
es „wirkliche“ Probleme gibt, geht es uns allen relativ gut. Sehr gut
sogar. Aber das Motzen, das scheint einfach Volkssport zu sein. Nörgeln
gehört wohl einfach zum guten Ton! Wir sind gesund, die meisten von uns
zumindest, haben ein Dach über dem Kopf, Freunde, einen (vor allem gut
bezahlten) Job, Studium. Wir wissen im Supermarkt oft nicht vor lauter
Auswahl welches Lebensmittel nun im Korb landen soll. Oder wohin wir in
den Urlaub fahren möchten. Wir haben so viel Auswahl, an allem.
Vielleicht macht uns genau das so unzufrieden. Weil wir anscheinend
nicht zufriedenzustellen sind. Nach immer mehr und mehr lechzen und doch
den Hals nicht voll bekommen.
Wir sehen meist nur das was wir nicht
haben, anstatt den Fokus auf das zu legen, was wir bereits erreicht haben. Das Gras schent auf der anderen Seite auch immer grüner zu sein, als bei einem selbst. Ich würde mir
mehr Dankbarkeit wünschen, jeden Tag, von jedem einzelnen von euch. Und
ein lächeln, Montagmorgens in der Tram.

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