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Zeit für Veränderung – Wir gestalten die Zukunft

AI, Automatisierung, Disruption, dezentrales Arbeiten. Das sind Buzzwords, die in aller Munde sind und mal mehr und mal weniger für Verwirrung, Angst und Ratlosigkeit sorgen. Es herrscht eine regelrechte Diskussionswelle, denn es brodelt in der Digitalwelt.

Zu Recht.

 

Rückblick – Damals war alles besser?

Wir spüren, dass massive Veränderungen in der Luft liegen. Genau wie
damals zu Zeiten der Industrialisierung. Nur mit dem entscheidenden Vorteil,
dass wir diesmal in der glücklichen Lage sind unsere Zukunft proaktiv
mitzugestalten. Damals „ passierte‘“ der industrielle Wandel quasi über Nacht.
Gefragt wurden die Wenigsten. Arbeiter wurden nicht mehr gebraucht, wurden
gekündigt. Schlicht wegrationalisiert. Die anderen, die ihre Arbeitsplätze
nicht verloren, haben sich an die neuen Bedingungen angepasst und nach und nach
haben sich neue Berufe heraus kristallisiert. Das geschah jedoch alles in Form
eines reaktiven Verhaltens. Der Unterschied heute besteht darin, dass wir
proaktiv sein können. Wir müssen nur wollen.

Der Bedarf zum Austausch ist jedenfalls da. Das ist ein guter und
wichtiger Schritt, denn wir haben in den vergangenen Jahren eher gelernt Themen
wie Politik, Religion und Wirtschaft zu vermeiden, um ja nichts politisch
Unkorrektes zu sagen, jemanden aus Versehen zu diskriminieren oder in
irgendeiner Form anzuecken, was zum Resultat hat, dass unser Verständnis für
eben jene Themen gesunken ist. Was wir stattdessen wieder trainieren müssen,
ist eine zivilsierte Diskussion über kontroverse Themen zu führen. Aber das nur
Mal am Rande.

New work – Arbeiten 4.0

Shared offices, keinen fest zugwiesenen Arbeitsplatz mehr. Car sharing und servant Leadership. Ein neuer
Wind weht in den Büros dieser Tage und das betrifft lange nicht mehr nur die
Digitalbranche, auch wenn auf sie als erstes geschielt wird, wenn es um
Innotivationen geht.

Diese Veränderungen im täglichen Arbeiten haben unseren Arbeitsalltag von
heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Alte Denkmuster wurden unnachgiebig
zerrissen und neue Freiheiten geschaffen.

Was wird aus den alten Statussymbolen?

Die Insignen schlechthin für Macht und Erfolg waren neben der Unternehmensgröße
und dem Umsatz unter anderem ein großer Firmenwagen, die Anzahl der
Mitarbeiter, sowie das eigene fest zugewiesene Büro, möglicherweise noch mit
Vorzimmerdame. Diese Zeiten scheinen passé.

Die neuen Merkmale auf die das Augenmerk gelegt wird, sind sozialer
Natur. Es geht vermehrt um soziale Kompetenzen, wie Kommunikation, Konfliktmanagement,
Empathie, Teamwork und darum aus einer dezentralen Perspektive heraus Talente
zu motivieren und zu coachen. Alte Tugenden rücken hier wieder in den
Vordergrund. Bescheidenheit und Demut. Das Wissen, dass man als Leader eben
nicht immer alles selbst am Besten weiß und dass es unabdingbar ist die Stimmen
des Teams ernst zu nehmen.

Ich hatte vor einiger Zeit mit einer sehr engangierten Dame
gesprochen, die mir von den Veränderungen, die aktiv in ihrem Unternehmen
umgesetzt werden, erzählte. Sie hielt bis vor Kurzem eine klasssiche Management
Position inne. Jetzt dient sie als Beraterin des Teams. Hierarchische
Strukturen wurden hier kurzerhand gänzlich abgeschafft.

So weit muss es aber gar nicht gehen im ersten Schritt. Manchmal
reicht es auch schon den Gedanken des Teams Gehör zu verleihen. Andere
Denkweisen zuzulassen und den Weg zu öffnen für kollaboratives Arbeiten
anstelle einer Top-down Mentalität.

Wie verändert sich unser Jobprofil?

Durch die fortwährende Automatisierung von Prozessen fallen viele zeitintensive
Aufgaben in Zukunft weg und schaffen Raum für Neues. Bedienen wir uns eines
einfachen Beispieles, wie eines Excel Reportings für einen Kunden, welches
trotz sämtlicher Formeln immernoch mühsam zu nutzen ist und zudem auch noch
zeitauwändig. Dieses Reporting wird vollständig automatisiert. Der Kunde erhält
ein Login zum Business Intelligence Tool und kann die Daten jederzeit in
Echtzeit abrufen. Mir als Digitalmarketeer bleibt nun mehr Zeit mich anderen
Themen zu widmen. Mir bleibt wieder Raum für Kreativitität und Innovation.
Bereiche, die in einem von Routineaufgaben vollgepackten Arbeitstag allzu oft
untergegangen sind.

Aber was bedeutet das für mein Jobprofil genau? Im Prinzip nichts
weiter, als das wir in der Lage sein müssen uns anzupassen. Wir müssen
Veränderungen annehmen können und uns bewusst sein, dass in einem sich ohnehin
schon ständigen Veränderungsprozess nun auch noch der Faktor Geschwindigkeit
einen besonderen Stellenwert bekommt.

Zum Thema Anpassung kommt die Bereitschaft zum Lernen hinzu. Wenn es
jemandem leicht fällt Neues zu lernen, oder diese Komponente im Arbeitsalltag
sogar sucht, dann stellt das eine willkommene Abwechslung dar. Für Menschen, die
es bevorzugen in ihren gewohnten Abläufen zu agieren und für die Beständigkeit
eine große Rolle spielt, kommt eine Herausforderung dazu. Wer dabei aber über
ein Repertoire an den oben beschriebenen Soft Skills verfügt, hat schon halb
gewonnen.

Allerdings ist eben auch eine Chance damit verbunden und zwar seinen
Arbeitsablauf individuell und nachhaltig mitzugestalten, Verantwortung für sich
selbst übernehmen zu können und zudem Wegbereiter für nachfolgende Generationen
zu sein.

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