Foto: Rachel Crowe

Was ist meine Arbeit wert? In diesen Berufen verdienst du derzeit besonders gut

Fachkräfte werden überall gesucht, gleich bezahlt aber nicht. Wir verraten dir, welche Berufe finanziell besonders attraktiv sind.

 

Wo du bald mehr verdienen kannst

Fachkräfte sind gefragt, aber die Durchschnittsgehälter
variieren zwischen den Branchen stark. Zudem sind für einzelne Jobs die
Gehälter 2015 deutlich angestiegen und werden dort weiter steigen. Der Focus-Gehaltsreport
hat für 150 Berufe die Gehälter und ihre Potenziale ausgewertet. Wir geben euch
einen Überblick, in welchen Berufen ihr welche Gehaltsspannen erwarten könnt,
und wo sich euer Lohn bald weiter steigern dürfte.

Aber nicht nur eure Berufswahl ist entscheidend dafür, was
ihr verdienen könnt. Für nahezu alle Branchen lässt sich festhalten, dass die
Top-Gehälter in Süddeutschland gezahlt werden, gefolgt von den westdeutschen
Bundesländern und Norddeutschland – die neuen Bundesländer im Osten bilden das
Schlusslicht. Es kann sich daher für euch lohnen, die Stadt zu wechseln. Im
gleichen Job verdienst du in München auf einmal sehr viel mehr als in Leipzig
– natürlich sind die Mieten dort aber auch erheblich höher.

Auch besteht nach wie vor eine erhebliche Gehaltsdifferenz
zwischen Frauen und Männern – mehrere tausend Euro im Jahr mehr verdienen die
männlichen Kollegen in fast allen Bereichen. Haben sie besser verhandelt oder
von vornherein mehr angeboten bekommen? Wichtig ist, dass ihr die
Durchschnittslöhne kennt, dann könnt ihr ein realistisches Gehalt fordern und
fair bezahlt werden. Die Bundesregierung will zudem noch in diesem Jahr ein
Gesetz verabschieden
, dass euch die Möglichkeit gibt, die Durchschnittsgehälter
in eurer Firma zu erfragen und mehr zu fordern, wenn ihr darunter liegt.

Jahresgehälter bis 30.000
Euro brutto

Als Altenpflegerin, Arzthelfer, Steuerfachangestellte, Physiotherapeut oder Zahntechnikerin liegt das
Durchschnittsgehalt bei unter 30.000 Euro brutto im Jahr. Für diese Berufe gab
es von 2012 bis 2015 auch keine großen Gehaltssprünge. 

Ein Job, der auf diesem
finanziellen Niveau zulegt, ist die Reisefachangestellte. Aktuell liegt hier
das Jahresgehalt für Frauen bei 28.000 Euro, für Männer bei 31.000 Euro und
legte damit sechs Prozent zu. Wer in der Reise-Branche arbeitet, kann sich also freuen.

Nur knapp über 20.000 Euro im Jahr verdienen Friseure und
Kosmetikerinnen, Fotografen, Köchinnen, Kassierer und Tischlerinnen.

Jahresgehälter bis
40.000 Euro brutto

Du bist Architektin, Bildredakteur, Event-Managerin oder
leitest eine Filiale im Einzelhandel? Dann liegen die Durchschnittsgehälter für
dich bei 30.000 bis 40.000 Euro. Trainees, die einen Führungsjob anstreben, steigen
bei etwa 35.000 Euro ein. Auf diesem Niveau bewegen sich auch Kulturmanager,
Laborkräfte, Lehrerinnen an privaten Schulen oder Mitarbeiter im technischen
Kundendienst.

Mehr Gehalt gab es für Gesundheits- und Krankenpfleger –
nach einem Plus von knapp sechs Prozent liegt das Jahresgehalt nun bei etwa
33.000 Euro für Frauen und 36.000 Euro für Männer. 

Für Software-Entwickler
(Frontend) gab es sogar ein Plus von neun Prozent – Entwicklerinnen verdienen
nun knapp 40.000 Euro, Entwickler im Schnitt 1.000 Euro mehr.

Jahresgehälter bis
60.000 Euro

Als IT-Beraterin verdienst du im Schnitt 55.000 Euro im Jahr
– dein Kollege sogar etwa 63.000 Euro. Hochschullehrer kommen auf 57.000 Euro
und ihre Kolleginnen auf etwa 50.000, die Gehälter für Lehrer an öffentlichen
Schulen liegen knapp darunter. Wenn du Unternehmensberaterin bist, verdient der
Durchschnitt deiner Branche 54.000 – als Frau. Denn bist du ein Mann in diesem
Job, liegt dein Gehalt eher um die 70.000 Euro. Auf ein Jahreseinkommen von
etwa 50.000 kommst du auch als Personalreferentin, PR-Beraterin,
Produktmanagerin, Projektingenieurin oder Rechtsanwältin.

Bei den Gehältern bis 60.000 Euro machten die Assistenzärztinnen,
Bauleiter, E-Technik-Ingenieurinnen, IT-Berater, Pharma-Referentinnen, Projekt-Ingenieure und Umweltingenieurinnen besonders große Gehaltssprünge von mehr als fünf Prozent.

100.000 Euro und
darüber

In welche Berufe muss ich gehen, um irgendwann ein sehr
hohes Einkommen zu haben? Laut dem Focus-Gehaltsvergleich verdienst du als
Filialleiterin einer Bank etwa 80.000 Euro, als Hoteldirektor 77.000 Euro, wenn
Versicherungsmathematik deine Expertise ist, liegt das Durchschnittsgehalt bei
68.000 Euro. Als Marketingleitung mit Personalverantwortung kannst du sogar die
100.000 Euro knacken, ebenso als Oberarzt oder IT-Leitung.

Und beim wem gab es deutliche Steigerungen? Speditionsleiter verdienen im Vergleich zu 2012 über 10
Prozent mehr! Ihr Durchschnittsgehalt liegt nun bei 74.000 Euro. Eine
Gehaltssteigerung gibt es auch für Leute, die einen regionalen Vertrieb leiten
(75.000 Euro), Projektmanagerinnen im Bereich Merger & Aquisitions machten
ein Plus von über neun Prozent und liegen nun bei rund 100.000 Euro,
Personalleiter liegen nach einer Steigerung von sechs Prozent nun bei
durchschnittlich 103.000 Euro und IT-Leiter mit einem Plus von sieben Prozent
bei 108.000 Euro.

Die Schere zwischen niedrigen und hohen Löhnen

Was bei den 150 ausgewerteten Fachberufen deutlich wird: Steigende Löhne gab es vor allem in
Berufen, die ohnehin schon überdurchschnittlich gut bezahlt sind. Bei Stellen mit eher niedrigem Jahreseinkommen entwickelten sich die Löhne weniger stark nach oben. 

Wenn du also ein hohes Gehalt erzielen möchtest, sind aktuell Ingenieursberufe, Jobs in der IT und die Arbeit als Ärztin eine gute Wahl. 

Mehr Details zum Focus-Gehaltsreport findest du hier.

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