Foto: Instagram | Bulletjournal.Inspiration

Ein Bullet Journal als Produktivitäts-Booster? So funktioniert’s

Mit einem Bullet Journal kannst du nicht nur deinen Alltag planen, sondern auch gleich um ein Vielfaches produktiver werden. Wir zeigen dir, welches Setup du dafür brauchst.

 

Produktivität – wie wo was?

Produktivität ist ein Begriff, der in aller Munde ist. Konzentrierter arbeiten, fokussierter arbeiten, effizienter arbeiten. Ist ja schön und gut, doch was bedeutet das eigentlich? Und wie kann ich den Begriff der Produktivität so herunterbrechen, dass er für mich persönlich funktioniert? Denn: Was soll ich mit Produktivität, wenn ich nicht weiß, wie ich sie für mich greifbar machen kann?

Genau vor diesen Fragen stand ich vor circa einem Jahr, als mir mein Moleskine-Kalender einfach nicht mehr das geben konnte, was ich wollte: Wochenübersichten, genügend Platz für meine To-Do-Listen, genug Weißraum, um auch meine Gedanken niederzuschreiben, mich kreativ auszutoben (wirkt meditativ auf mich!) und vor allem die Freiheit, meinen Kalender auf meine eigenen Bedürfnisse abzustimmen. 

Im vergangenen Jahr habe ich die verschiedensten Layouts ausgetestet, mich durch hunderte Youtube-Videos geklickt und Stunden auf Pinterest verbracht – immer mit dem Ziel, mein Bullet-Journal-Layout zu optimieren.

Alle, die bisher noch nicht wissen, was ein Bullet Journal ist, sollten bei meinem ersten Artikel vorbeischauen, in dem ich die Funktion und den Aufbau eines Bullet Journals genauer erkläre. Der Ausgangspunkt ist ein Notizbuch mit punktierten Linien („dotted“) – entweder die derzeit beliebteste Variante von Leuchtturm1917 oder ein stinknormales Notizbuch im Euro-Shop.

In den folgenden Abschnitten werde ich euch nun zeigen, wie sich mein Bullet-Journal-Setup verändert hat, was sich als überflüssig herausgestellt hat, was neu dazu gekommen ist und, was man im Alltag davon wirklich braucht. 

1. Monatsübersicht

Jeder Monat startet mit einer Doppelseite als Monatsübersicht, dem sogenannten „Monthly Log“ – eines der Dinge, die mir mein alter Kalender nicht bieten konnte. Bevor du jedoch deine erste Monatsübersicht gestaltest, solltest du dir über deine eigenen Bedürfnisse im Klaren sein. Wobei willst du stets den Überblick behalten? An was solltest du besser zweimal erinnert werden? Und welche Ziele verfolgst du?

Wenn du das weißt – mach dir dazu am besten ein paar Notizen – kannst du dir überlegen, wie du die Doppelseite einteilst und, welche Felder du anlegst, damit all diese Bedürfnisse berücksichtigt werden. 

Ich gestalte meine Monatsübersicht meist in Kalenderform, wie hier: 

Monatsübersicht für Juni im simplen Stil.

Da ich jedoch zusätzlich auch gerne meine Ziele, ausgewählte Gewohnheiten, meine Termine und Aufgaben für den nächsten Monat im Blick habe, kommt meist noch eine Doppelseite dazu. 

Die zweite Doppelseite meines Monthly Logs: mit Habit Tracker, Boxen für Ideen, Ziele und den nächsten Monat.

Der Monthly Log kann natürlich auch im Listenstil gestaltet werden.
Ein ausführlicher „Habit Tracker“ über eine gesamte Doppelseite lohnt sich nur dann, wenn man diesen wirklich jeden Tag gewissenhaft ausfüllt. Alle, die das vergessen (mich eingeschlossen), sollten davon Abstand nehmen. 

2. Wochenübersicht

Nach der Monatsübersicht folgt die erste Wochenübersicht, auch genannt „Weekly Spread“. Die Idee dahinter ist, dass du vor jeder neuen Woche in deine Monatsübersicht schaust und die bereits vorgemerkten Termine für die kommende Woche in dein Weekly Spread überträgst. Bei meinem Weekly Spreads war ich in Punkto Stil und Aufbau bisher immer sehr experimentierfreudig. 

Das, was ich neben der Übersicht für die verschiedenen Tage jedoch immer brauche, ist eine Monatsübersicht, um den Überblick über den Monat zu behalten, sowie eine Box für meine Aufgaben in der folgenden Woche. 

Eine buntes Weekly Spread mit einer Monatsübersicht.

Da momentan viele Dinge anstehen und ich meine Gedanken und Aufgaben zusammenhalten muss, ist meine derzeit liebste Wochenübersicht sehr simpel und funktional gehalten. Im Tabellenstil finden dort meine wichtigsten Bedürfnisse ihren Platz. 

Mein Lieblings-Weekly Spread zur Zeit: simpel und funktional im Tabellen-Stil.

3. Tagesübersicht

Nach der Wochenübersicht folgt nun das, womit du täglich arbeitest: dein Daily Log. Dein Daily Log, meist eine Seite im Kalender, hält all deine Aufgaben und Termine für den aktuellen Tag bereit. Du kannst sie mit oder ohne Zeitstrahl gestalten, mit Boxen oder einfach nur ganz schlicht. 

Daily Logs mit einem Zirkel-Layout, mit Boxen oder horizontalem Zeitstrahl – die Möglichkeiten sind groß. 

Wichtig ist, dass du dir all den Platz nimmst, den du brauchst. Sollte der Tag lang werden, dann nimm eine weitere Seite in Anspruch. Der Aufbau meines Daily Logs variiert je nach Zeit, die ich für das Setup meines Bullet Journals aufbringen kann. Aktuell bin ich großer Fan des Zeitstrahls. So kann ich auf der einen Seite des Zeitstrahls all meine zeitlich festgelegten Termine eintragen, die andere Hälfte bietet genügend Platz für To-Dos, die zwar an dem einen Tag erledigt werden sollten, dabei jedoch nicht auf eine bestimmte Uhrzeit festgelegt sind. 

Daily Log mit vertikalem Zeitstrahl. Quelle aller Bilder: Instagram | @thejournalgarden

Wer mag, kann natürlich noch eine Jahresübersicht zu Beginn des Bullet Journals hinzufügen, einen ausführlich „Habit and Sleep Tracker“ oder Seiten für Erinnerungen. Notwendig ist das aber nicht. Wer sein erstes Bullet Journal anfängt, sollte es langsam angehen und sich Stück für Stück an das System heranwagen. 

Warum das Bullet Journal allein nicht reicht

Allerdings ist die Produktivität natürlich nicht automatisch mit dem Setup des Bullet Journals gesichert. Das Journal bleibt noch immer das Tool, das dir zur Produktivität verhilft – ein bisschen Wille sollte von der Seite auch vorhanden sein. Hier ein paar Tipps, die mir dabei helfen, meine Produktivität mithilfe des Bullet Journals zu steigern: 

1. Gestalte deinen Daily Log samt Aufgaben und Terminen am Abend zuvor. Es ist immer einfacher, am Morgen gleich durchzustarten, wenn man auf einen Blick weiß, was ansteht. 

2. Baue, wenn möglich, deine To-Do-Liste nach Prioritäten auf. Heißt: Setze die Aufgabe, die am wichtigsten ist und auf jeden Fall an dem Tag erledigt werden sollte, an erster Stelle. Sollte es dir nämlich nicht gelingen, all deine Tagesaufgaben abzuarbeiten, kannst du trotzdem die Wichtigsten von deiner Liste streichen. 

3. Um jedoch genau das zu vermeiden, solltest du deine Liste unbedingt realistisch halten. Nimm dir nur so viele Aufgaben vor, wie du wirklich schaffen kannst. Nichts ist demotivierender als eine Liste, von der nicht mehr als die Hälfte gestrichen werden kann. 

Die besten Instagram-Accounts

Falls du noch mehr Variationen eines Bullet Journals sehen willst, solltest du unbedingt bei diesen fünf Instagram-Accounts vorbeischauen: 

1. pureplanning_bymj

2. journalspiration

3. logthatlife

4. minimaljournal

5. journalbeanie

Zu meinem Account geht es hier entlang.


Mehr bei Edition F 

Was bitte ist ein Bullet Journal und warum sollte ich damit beginnen? Weiterlesen

Produktiver werden? Ist gar nicht so schwer! Weiterlesen

6 Tipps für mehr Produktivität im Job. Weiterlesen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

About Zeen

Power your creative ideas with pixel-perfect design and cutting-edge technology. Create your beautiful website with Zeen now.

Weitere Beiträge
Die Geheimwaffe gegen Burnout: ein Bürohund