Foto: HBO

Lena Dunham: Krank zur Arbeit? Das sollte niemand bewundernswert finden!

Wir schleppen uns zur Arbeit, obwohl wir krank sind und werden dafür bewundert. Lena Dunham findet das komplett falsch und hat sich jetzt in einem Instagram Post öffentlich dafür stark gemacht, dass wir uns mehr Zeit für uns nehmen.

 

Lena Dunham: überschnelle Erholung ist nicht bewundernswert!

Auch wenn wir uns krank fühlen oder es sind, schleppen wir uns häufig trotzdem zur Arbeit. Wir wollen nichts verpassen, haben zu viel zu tun und wollen vor allem keinen schlechten Eindruck machen. Dabei ist unsere Gesundheit das Wichtigste und wir sollten uns wirklich nicht davor sträuben, uns mal ein paar Tage um uns selbst zu kümmern! Dieser Meinung ist auch Lena Dunham, weshalb sie einen Twitter-Kommentar vom Wochenende nicht auf sich sitzen ließ, sondern ihn zusammen mit einem langen Text zum Thema auf Instagram teilte.

Die „Girls”-Schauspielerin sagte am Samstag Morgen über Twitter eine Signierstunde in einem Indiebuchladen ab, da sie krank war.

„So sorry to miss folks at @BookSoup today! I’m so thankful for the chance to be an indie bookseller but am alas under the weather”

Die meisten Fans haben verständnisvoll und unterstützend reagiert. Doch die Reaktion von einer jungen Frau löste eine Gegenreaktion aus. Sie stellte in Frage, ob Lena wirklich zu krank sei, um Bücher zu unterschreiben und erklärte, dass sie selbst nur sechs Tage nach einem Kaiserschnitt zurück zur Arbeit gegangen sei.

Diese Kritik inspirierte Lena dazu, sich zu dem fragwürdigen Image von Krankheitstagen zu äußern. Sie machte ein Bildschirmfoto von dem Tweet und postete es auf Instagram.

Quelle: Lena Dunham | Instagram

In der Bildunterschrift erklärt sie, dass das eine Antwort auf ihren Tweet gewesen sei. Zuerst habe dieser sie sehr zum Lachen gebracht: „like, oh, I’m sorry, I left your award in the car.” Doch Spaß beiseite, denn der Kommentar brachte Lena auch ins Grübeln. Sie prangert in ihrem Post den Trend an, diese überschnelle Erholung als etwas bewundernswertes auszuzeichnen. Im Grunde sei das nämlich nur eine Art, Frauen davon abzuhalten angepisst zu sein, weil sie keinen angemessenen Mutterschutz bekommen oder sie keine Absicherung für eine medizinische Versorgung haben. Sie schreibt, dass eine politische Veränderung hier zwar nicht unmittelbar bevorstehe, doch dass es endlich an der Zeit sei, anders darüber zu reden. Dass Geburten, Vaterschaft oder Krankheit endlich wieder als die ernsten und persönlichen Themen behandelt werden, die sie sind.

Nur du weißt, was du wirklich brauchst!

Das nächste Mal, wenn wir uns schlecht fühlen, werden wir uns diese Worte zu Herzen nehmen. Egal ob ihr euch von einer Geburt erholt, eine Panikattacke habt oder eine Erkältung mit euch rumschleppt: unsere Körper und unsere Gesundheit sind unser größtes und wichtigstes Kapital! Oft vergessen wir das, stellen unser Wohlbefinden hinten an oder halten es mit Medikamenten ruhig, wenn ein Tag im Bett vielleicht das ist, was uns wirklich weiterbringt, damit wir mit frischer Energie in die Arbeit starten können. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen oder schuldig zu fühlen. Denn alle diese Dinge sind ernstzunehmende und persönliche Themen und nur wir wissen, was unsere Körper oder unser Geist wirklich brauchen!

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