Foto: Slava – Flickr – CC BY 2.0

Maria Pereiras bahnbrechende Forschung für herzkranke Babys

Mit ihrer Innovation hat es die Bio-Ingenieurin Maria Pereira auf die Forbes-Liste „30 unter 30” geschafft. Aber die echte Belohnung für ihre Forschung ist, dass sie das Leben von kranken Kindern entscheidend verbessern könnte.

 

Die Chirurgie revolutionieren

Moderne Medizin ist zu außergewöhnlichen Dingen in der Lage
und rettet unzählige Leben. Dennoch bergen Operationen immer das Risiko, neue Verletzungen oder Probleme
hervorzurufen, wie es oft bei Nähten oder Implantaten der Fall ist. Die gebürtige Portugiesin Maria Pereira hat diese
Herausforderung zu ihrem Forschungsschwerpunkt gemacht und will die Chirurgie
damit auf die nächste Stufe heben. Sie entwickelt aktuell einen chirurgischen
Klebstoff, der ganz besondere Anforderungen erfüllen muss. Fibrinkleber sind
bereits in der Medizin im Einsatz, jedoch nicht in dem Feld, das Maria Pereira erschließt. Die junge Forscherin arbeitet an
einem Klebstoff, der Herzen reparieren soll – die Herzen von Babys. „Innovation in der Wissenschaft ist der Schlüssel dafür, das Leben von Menschen zu verbessern“, sagt die 30-Jährige.

Wie „Time berichtet, hat sie für das Boston Children’s Hospital die Forschung für
einen Kleber geleitet, der für Babys mit angeborenem
Herzfehler entwickelt werden soll. Etwa eins von 100 Babys wird mit einem
kranken Herz geboren. Aufgrund der Belastung des Herzens – durch das im
Sekundentakt Blut gepumpt wird – und des bevorstehenden Wachstums des kleinen
Herzens muss der Klebstoff, der bei einem Loch im Herzen zum Einsatz kommen soll, sowohl extrem widerstandsfähig als auch
elastisch sein. Zudem muss der Fibrinkleber biologisch abbaubar und ungiftig
sein.

Der Klebstoff könnte schon bald Babys helfen

Maria, die mit einem Stipendium des MIT Portugal Program in Boston
auf einen PhD in Bioingenieurwissenschaft studierte, gelang diese
Herausforderung. Ihre Innovation ist so vielversprechend, dass der Forscher und
Professor Jeff Karp von der Harvard Medical School, der ihre Forschung betreute
und Marias Talent unterstützt, gemeinsam mit anderen Forschern und
Entrepreneuren das Unternehmen Gecko Biomedical in Paris mitgründete und Maria
die Aufgabe übertrug, den Klebstoff für den Einsatz in Kliniken weiterzuentwickeln.
Die klinische Versuchsreihe soll Ende dieses Jahres beginnen, wie Naina Bajekal
für „Time schreibt – was bedeuten könnte, dass der Klebstoff bereits 2017 bei Operationen zum Einsatz kommen könnte. Das würde nicht nur die moderne
Chirurgie verändern, sondern vor allem das Leben der ganz kleinen Menschen und
ihrer Familien entscheidend verbessern – und Leben retten.

Zu Recht steht Maria Pereira auf der Forbes-Liste „30
unter 30“ im Bereich Gesundheit. Und wem so jung schon eine solche Innovation gelingt,
von dem dürfen wir in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch viel Größeres
erwarten.

Hier seht ihr einen Vortrag von Maria Pereira über ihre Forschung:

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