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6 Tipps für mehr Selbstvertrauen in Gesprächen mit Menschen, die dir Respekt einflößen

In Gesprächen mit Menschen, die eine wichtige Rolle in unserem (Berufs-)Leben spielen, kommen wir uns schnell unsouverän vor, weil wir nervös sind. Aber dagegen gibt es gute Tipps.

 

Eingeschüchtert?

Stell dir vor, du sollst eine Person treffen, die in deinem Leben eine große Rolle spielt. Sei es, weil du sie bewunderst, sie viel Einfluss hat oder sie deiner Karriere dienlich sein könnte. Das kann Sheryl Sandberg sein, oder vielleicht Dunja Hayali. Oder der Europa-Chef deiner Firma – das kann schnell unter Druck setzen. Und dabei ist es dann auch völlig egal, dass du vielleicht im Privatleben die Königin des Smalltalks bist. Mit VIPs jeglicher Art zu sprechen, ist da eine ganz neue Herausforderung. 

Und die führt häufig zu Lampenfieber, Kaltschweiß und blanken Nerven. Das kennt jeder. In Gegenwart wichtiger Menschen nervös zu werden, ist völlig normal. Das zu erkennen, ist schon einmal der erste Schritt, findet Caris Thetford, die sich dem Thema für The Muse gewidmet hat. Wir haben uns davon inspirieren lassen und ihre besten Tipps für diese Situation durch unsere ergänzt – so kommt man in Zukunft entspannter durch diese Gespräche.

1. Das Problem erkennen

Man kann aus vielen Gründen eingeschüchtert sein. In allen Fällen regiert irgendeine Angst. Es lohnt sich, näher hinzusehen, tiefer hineinzuspüren: Wo liegt die Quelle der Angst? Hast du dich mal vor jemandem sehr blamiert? Fürchtest du dich, einen schlechten Eindruck zu hinterlassen? Fühlst du dich deinem Gegenüber minderwertig?

Eines haben alle diese Ängste gemeinsam: Es sind deine. Weder Sheryl Sandberg, noch Dunja Hayali oder dein Chef haben wirklich damit zu tun. Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein. Akut geht von diesen wichtigen Personen also keine Gefahr aus. 

Klar, manchmal eilt den Menschen ein Ruf voraus und meist kommt der auch nicht von Ungefähr. Vielleicht ist der Chef aus London ein misogyner Großkotz oder die Keynote-Speakerin eine berüchtigte Diva. Aber, du bist ja schon aufs Schlimmste gefasst. Das kann dich nicht aus der Ruhe bringen, wenn du moralisch schon drauf vorbereitet bist. Was uns zum nächsten Punkt bringt: 

2. Bereite dich vor! 

Klar, man kann nicht auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Wann läuft unsereins schon mal zufällig Sheryl Sandberg über den Weg? Aber gerade im Arbeitsumfeld lassen sich Zusammentreffen mit den VIPs doch recht gut planen. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, Ängsten vorzugreifen, sie zu rationalisieren sich einfach kompetenter zu fühlen. 

Bleiben wir beim Beispiel Sandberg: Großartige Frau! Stimmt. Aber wie kommt es zu diesem Zusammentreffen? Worum soll es gehen? Je mehr du darüber weißt, desto mehr Gesprächsgrundlage ist gegeben. 

Du sollst beim Abendessen neben dem Geschäftsführer aus London sitzen? Sprich mit seinem Office vor Ort. Hat er eine Assistenz? Frag nach Hobbys, Vorlieben und Familie. Vielleicht liebt er Reisen nach Schottland oder seine Tochter ist Kampfsportlerin … Es finden sich sicherlich interessante Themen, die weniger einschüchternd sind als Halbjahresbilanzen oder die Digitalisierung des Vertriebssystems. 

3. Achte auf deine Körpersprache

Dein Körper spricht nicht nur zu Anderen, sondern auch zu dir selbst: läufst du mit eingezogenem Kopf durchs Büro, verstärkst du damit dein eigenes Gefühl der Verunsicherung. Mach dich gerade, blicke deinem Gegenüber in die Augen und achte auf einen klaren, festen Händedruck. Das strahlt Ruhe und Selbstbewusstsein aus. Hibbelig ist nicht gut, steif aber auch nicht. Langsame, bedachte Bewegungen projizieren Ruhe und Gelassenheit. 

Auch die selbstbewusste (Körper-)Haltung lässt sich üben. Versuche es – auf der Familienfeier, im Restaurant, an der Uni oder auf der nächsten Party. Je öfter der Körper schon bewusst eine starke Haltung in einem neutralen Umfeld eingenommen hat, desto desto leichter wird es sein, diese auch in einer einschüchternden Situation abzurufen. 

Und dann gibt es da noch folgende wichtige Punkte: 

4. Es ist kein Wettbewerb

Es hat schon seine Gründe, dass diese Menschen wichtig sind. Und was heißt schon „wichtig“. Es gilt nicht, sie zu übertrumpfen. Wie auch? Es gibt nur eine Sheryl Sandberg und Chef werden … nun, wenn du das willst, bekommst du sicher noch die Gelegenheit. 

5. Von Nix kommt Nix

Üben, üben, üben. Nur wer sich immer wieder den Situationen aussetzt, die Angst machen, kann früher oder später die Angst ablegen. 

6. Lass Dich von jemandem beflügeln

Ich rufe mir gerne Riva Tez in Erinnerung, die bei einer Keynote sagte: „Niemand im Silicon Valley hat auch nur den blassesten Schimmer, was sie da tun. Wirklich niemand. Everybody is faking it! Es bestärkt unheimlich, zu wissen, dass es allen so geht wie einem selbst.“ 

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