Foto: George Pimental | Wikipedia | CC by 2.0

Warum willst du keine Mutter werden? Die beste Antwort darauf hat Kim Catrall

Auf die immer wiederkehrende Frage, warum sie eigentlich keine Mutter geworden ist, hat die Schauspielerin Kim Catrall nun eine ziemlich tolle Antwort gegeben – und die beweist einmal mehr, dass das Thema Mutterschaft viele Gesichter hat.

 

Das krude Verhältnis der Mehrheit zum Thema Mutterschaft

Na sicher, jede Frau will doch Mutter werden! Und wenn nicht, ist das so eigenartig, dass immer wieder nachgehakt wird, was da denn schiefgelaufen sein könnte. Nun, natürlich ist das keine adäquate Reaktion – dennoch passiert genau das auch im Jahr 2016 noch am laufenden Meter. Und genau deshalb müssen sich Frauen, die sich dagegen entschieden haben, eine eigenes Kind zu bekommen, auch immer wieder verwunderte Fragen anhören, wie das denn sein kann.

So geht es auch der kanadisch-britischen Schauspielerin Kim Catrall, die wir wahrscheinlich alle noch von ihrer Paraderolle als Samantha Jones in „Sex and the City“ kennen. Nun war die 59-Jährige als Gast-Redakteurin bei BBC Radio 4 und hat dort ein Statement zum Thema gegeben, das die lästigen Fragen für alle Zeit klären sollte – und das Mainstream-Verständnis von Mutterschaft über den Haufen schmeißt:

„I am not a biological parent, but I am a parent. I have young actors and actresses that I mentor; I have nieces and nephews that I am very close to. (…) There is a way to become a mother in this day and age that doesn’t include your name on the child’s birth certificate. You know, you can express that maternal side of you very, very clearly, very strongly. … It feels very satisfying.“

Was soll man sagen, außer: Well said, Kim! Mutterschaft umschreibt mehr als einen gemeinsamen Genpool. Mutterschaft ist ein Gefühl, hat mit Fürsorge, mit Verantwortungsbewusstsein anderen gegenüber, mit Liebe und Zuneigung zu tun – und das muss nun wirklich nicht zwingend mit Erbanlagen verknüpft werden. Ziemlich logisch, oder?

Also hört auf, Frauen oder Männer zu fragen, warum sie keine Eltern sein wollen, nur weil sie kein Mini-Me gezeugt haben. Denn erstens ist das übergriffig und könnte jemanden, der das nicht frei entschieden hat, sondern ungewollt kinderlos ist, bis ins Mark treffen, und zweitens sind sie es vielleicht längst. Stattdessen könnte man auch einfach mal sein eigenes Bild von Frauen, Eltern und Mutterschaft überprüfen und sich fragen, ob da nicht mal nachjustiert werden sollte.


Artikelbild: George Pimental | Wikipedia | CC by 2.0

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