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Warum eine gute Idee allein nicht reicht: So argumentierst du richtig

Der bedeutendste Teil einer Argumentation ist nicht der Vortrag an sich, sondern die Vorbereitung. Welche Punkte du dabei im Hinterkopf behalten solltest, haben wir für dich zusammengefasst.

 

Eine gute Idee ist nicht alles 

Eine gute Idee zu haben, ist schon mal die halbe Miete. Doch noch viel wichtiger ist: Wie kann ich andere wie beispielsweise meinen Vorstand oder auch Investoren von meiner Idee überzeugen? Mit welchem Argument starte ich, wie baue ich die Argumentation auf und womit sollte ich meine Zuhörer entlassen? 

Jeff Haden hat auf inc.com neun Punkte zusammengeschrieben, die dir dabei behilflich sein könnten. Wir haben für dich noch mal die wichtigsten Aspekte zusammengefasst.

1. Äußere sowohl deine negativen als auch positiven Gedanken zu deiner Idee

Auf diese Weise wirkst du nicht nur möglichen Einwänden deiner Zuhörer entgegen, sondern zeigst auch, dass du dich bereits intensiv mit deiner Idee auseinandergesetzt hast. Zeig also gerne mindestens einen Contra-Punkt auf und diskutiere diesen mit deinem Publikum. 

2. Zieh ein positives Fazit

Wir kennen das aus unserem Arbeitsalltag: Aussagen, die positiv formuliert sind, haben automatisch einen positiveren und damit motivierenden Effekt auf uns. Deutlich wird dieser kleine, aber feine Unterschied an folgenden Aussagen, die die gleiche Bedeutung haben, jedoch anders formuliert sind: 

1. Du musst aufhören, deine Zeit auf Facebook & Co. zu verschwenden, wenn du eigentlich arbeiten könntest.

2. Ich würde mir wünschen, dass du lernst, deine Konzentration und dein Potenzial effektiver zu nutzen. 

Achte daher darauf, wie du deine Sätze optimal formulieren kannst, um deine Zuhörer für deine Idee zu begeistern. Leg den Fokus auf den positiven Effekt deiner Idee und nicht auf all die Veränderungen und den Arbeitsaufwand, der mit deiner Idee verbunden sein könnte.

3. Nimm eine klare Haltung ein

Streiche Aussagen wie „Ich denke, dass…“ aus deinem Wortschatz und mach selbstbewusst deutlich: Deine Idee wird funktionieren. Das steht außer Frage. 

Denn manchmal ist es nicht ein Fakt oder ein schlagfertiges Argument, das den letzten Zuhörer im Raum überzeugt, sondern ein selbstbewusstes Auftreten und damit die Message: Ihr könnt mir vertrauen. Ich weiß, was ich da tue. 

4. Gehe auf deine Zuhörer ein 

Und zwar gleich in zweierlei Hinsicht. Erstens, passe deine Redegeschwindigkeit an dein Publikum an. Wenn du das Gefühl hast, deine Zuhörer schweifen mit den Gedanken ab und sind bisher noch nicht von deiner Idee überzeugt, sprich etwas schneller. Wenn du den Eindruck gewinnst, dass du dein Publikum bereits überzeugen konntest, dann verlangsame deine Argumentation und lass deine Worte mehr im Raum wirken. 

Dass du auf deine Zuhörer eingehen solltest, bezieht sich ebenso auf die Art und Weise, deine Idee zu präsentieren. Wenn du deine Zuhörer bereits gut kennst, solltest du dir vorab darüber Gedanken machen, inwiefern du Eigenheiten und Charakterzüge nutzen kannst, um wirklich jede Person im Raum zu überzeugen. Wenn die Mehrheit deiner Zuhörer eher zu der Sorte Mensch gehört, die ein bis zwei Nächte über eine Idee schlafen muss, bevor sie dir Feedback geben können, dann gib ihnen die Chance dazu. Freut sich die Mehrheit mehr über knackige Argumentation in Form eines Pitches, dann leg deine Argumentation darauf aus.

5. Fang klein an 

Sei dir bewusst, dass deine Zuhörer deine Idee nicht schon wochenlang hin und her gewälzt haben. Sie hören deine Idee zum ersten Mal. Also steig nicht gleich mit einem schweren Punkt ein, sondern führe dein Publikum behutsam an deine Idee heran. 

6. Sorge dafür, dass du Recht hast

Nichts ist schlimmer, als seine mühsam zurecht gelegte Argumentation vorzutragen und dann jemand Beleseneres im Publikum zu haben, der deine Argumentation mit einer Aussage zunichte macht. Überprüfe also lieber dreimal, ob deine Tatsachen auch wirklich stimmen. 

Du wirst nun gemerkt haben, dass es nicht nur auf den Moment an sich ankommt, sondern vor allem auf die Vorbereitung. Mach dir vorher klar: Wen habe ich da vor mir sitzen? Wie ticken sie? Und mit welcher Vorgehensweise schaffe ich mir am meisten Gehör? Wenn du die Leute bisher kaum kennst, dann recherchier über sie und mach dir dein neu gewonnenes Wissen zunutze. Vorausgesetzt natürlich, du verlässt dich nicht auf Online-Halbwissen, sondern hast das noch mal überprüft. Du weißt ja, nichts ist schlimmer als … 

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