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Was ist ein Vision Journal – und inwiefern kann es für unsere Karriere wichtig sein?

Du hast viele Wünsche, was deine Karriere betrifft, kannst sie aber noch nicht so ganz einordnen? Wir verraten dir, inwiefern dir ein Vision Journal dabei helfen könnte.

Nur für euch selbst!

Ein Vision Journal? Bitte nicht noch so eine neumodische Idee zum Selbstmanagement, für das ich täglich zwei Stunden einplanen muss, werden jetzt vermutlich viele von euch denken. Aber wir können euch beruhigen. 30 Minuten pro Monat reichen völlig aus – und es ist auch völlig egal, wie das Vision Journal am Ende aussieht. Denn das bekommt keiner zu sehen, außer ihr selbst. Ja, aber was ist ein Vision Journal überhaupt?

Ein Vision Journal ist eine Mischung aus Tagebuch, Notizbuch und Scrapbook, das euch dabei helfen soll, eure unbewussten Karrierewünsche zu identifizieren und daraus den nächsten richtigen Schritt abzuleiten. Anders als beim Bullet Journal, das wir euch bereits vorgestellt haben, geht es nicht darum, den Tag durchzuplanen und jegliche To Do’s zu managen, sondern ein großes Ziel zu finden, das euch die richtigen Karriereentscheidungen treffen lässt.

Wie das gehen soll, erklären wir euch, dank Career Contessa, in ein paar wenigen Schritten.

1. Wage den ersten Schritt!

Nimm ein Notizbuch zur Hand. Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob das Vision Journaling überhaupt das Richtige für dich ist, wähle ein altes Notizbuch, das du bereits besitzt. Wenn du bereits ein Bullet Journal hast, drehe es einfach herum und fange von hinten das Vision Journal an.

2. Handle, bevor du zu viel nachdenkst

Mache dir nicht zu viele Gedanken darüber, wie du starten oder die erste Seite gestalten willst – just do it. Denn beim Vision Journaling geht es eben genau darum, die unbewussten Wünsche und Anforderungen an deine Arbeit herauszufinden. Und das funktioniert nur, wenn du ehrlich zu dir bist und intuitiv handelst.

Mach dir keinen Stress, sondern finde dein eigenes Tempo. Quelle: Redaktion

3. Lass dich inspirieren

Nimm dir ein Magazin zur Hand und reiße dir die Schnipsel, Wörter, Sätze oder Bilder heraus, an denen dein Blick länger haften bleibt. Einfach alles, das dich in irgendeiner Form beeindruckt, zum Nachdenken anregt oder inspiriert.

4. Kombiniere!

Klebe deine Magazinschnipsel auf eine Doppelseite des Notizbuchs und gestalte eine Collage. Du kannst dieser ebenso Ausschnitte eines Prospektes, Eintrittskarten, persönliche Randnotizen hinzufügen, oder auch selbst ein bisschen malen. Hauptsache, du handelst, bevor du zu viel darüber nachdenkst.

5. Notiere die Zeit

Wir empfehlen dir zusätzlich, den Wochentag, das Datum sowie die Uhrzeit zu notieren. Warum das sinnvoll ist, erfährst du im siebten Schritt.

6. Binde das Vision Journal in deine Routine ein

Wiederhole diesen Prozess regelmäßig. Entweder du räumst dir nach der Arbeit 30 Minuten dafür ein oder erledigst es zwischen ein paar Meetings, um deine Anspannungen zu lösen und die Kreativität zu fördern. Um tatsächlich davon profitieren zu können, ist lediglich eine gewisse Kontinuität wichtig – und wenn es einmal pro Monat ist.

7. Erkennst du ein Schema?

Wenn du einige Seiten deines Journals gefüllt hast, kannst du ja mal einen aufmerksamen Blick darauf werfen. Erkennst du Motive oder Gruppen von Elementen, die immer wieder auftauchen? Kannst du für die Schlagwörter, die du aufgeschrieben oder ausgeschnitten hast, einen Überbegriff finden? Lässt sich eine bestimmte Stimmung der Collagen erkennen und eventuell auch mit der Uhrzeit bzw. dem Datum in Verbindung bringen?

8. Sei geduldig

Versuche, deine Erkenntnisse aus dem siebten Schritt zu reflektieren und daraus explizite Handlungsschritte abzuleiten. Manchmal sitzen die unbewussten Wünsche so tief, dass es nicht nur Zeit braucht, diese unter einem Berg von Arbeitsstress und To Do’s hervorzuholen, sonder auch viel Selbstkenntnis: Warum fühle ich so? Welche Situation oder welcher Zustand bewegt mich dazu, so zu fühlen? Habe also Geduld, wenn nicht gleich nach drei Collagen-Sessions eine Struktur zu erkennen ist.

9. Einfach abschalten!

Selbst, wenn das Konzept für dich nicht aufgeht – abzuschalten, einfach drauflos zu basteln und die Gedanken direkt niederzuschreiben, schadet niemanden! Vor allem nicht denjenigen, die auf der Arbeit immer nur auf ihre Bildschirme starren. Enjoy!

Träume nicht, sondern handle, um die Träume zur Wirklichkeit zu machen! Quelle: Redaktion

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