Foto: Berlinale

Pionierinnen im Kino

Gleich mehrere Filme der diesjährigen Berlinale porträtieren starke, kämpferische Frauen.

 

„Starke Frauen in extremen Situationen“

Vom 5. bis 15. Februar läuft die 65. Berlinale. Insgesamt 441 Lang- und Kurzfilme sind im Programm, 19 davon laufen im Wettbewerb um den Goldenen Bären. Der Festivalleiter Dieter Kosslick hat darauf hingewiesen, dass 115 der Filme von Regisseurinnen gemacht wurden. Womöglich war das dem Umstand geschuldet, dass die Frauen von „Pro Quote Regie“ während der Berlinale auf ihre Ziele aufmerksam machen wollen. Und Kosslick hatte auf der Programm-Pressekonferenz eine Berlinale der „starken Frauen in extremen Situationen“ angekündigt.

Wir stellen euch drei Filme vor, für die es sich lohnt, ins Kino zu gehen:

Woman in Gold

Helen Mirren, eine der tollsten britischen Schauspielerinnen, spielt an der Seite von Daniel Brühl: Neben Helen Mirren steht ein Bild im Mittelpunkt des Films: „Adele Bloch-Bauer I“ , eines der wichtigsten Gemälde von Gustav Klimt. Mirren verkörpert die amerikanische Kunsterbin Maria Altmann, deren Familie einst von den Nazis vertrieben und ermordet worden war. Der Film zeigt den eindrucksvollen, sieben Jahre dauernden Kampf um das Bild, das die Nazis einst beschlagnahmt hatten und das nach dem Krieg an den österreichischen Staat ging und im Wiener „Belvedere“ hing. Für Altmann ist es kein berühmtes Gemälde – sondern das Bildnis ihrer geliebten Tante.

 

Nobody Wants the Night

Erst zum zweiten Mal wird die Berlinale mit dem Film einer Frau eröffnet – nach Margarethe von Trotta 1995 mit „Das Versprechen“. Die spanische Regisseurin Isabel Coixet erzählt in „Nobody Wants the Night“ von Josephine Peary (Juliette Binoche), die sich 1908 auf eine lebensgefährliche Reise durch Grönland begibt, um ihren verschollenen Ehemann zu finden.

 

Queen of the Desert

Werner Herzog mag es extrem. Extreme Charakter, extreme Landschaften. Das gilt auch für seinen neuen Film: Nicole Kidman spielt Gertrude Bell, eine der faszinierendsten Frauen des 20. Jahrhunderts: Schriftstellerin, Archäologin, Historikerin, Alpinistin und Mitarbeiterin des britischen Geheimdienstes. Ihre aufsehenerregenden Wüstendurchquerungen und Expeditionen in den Nahen Osten machten sie Anfang des 20. Jahrhunderts berühmt – und zur begehrten politischen Beraterin bei der Neuordnung der Region.

 

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