Foto: Elke Walther

Der Spinnenkuss

In meinem letzten Artikel Jump your Life habe ich über meine Mädelsreisen im südlichen Afrika berichtet. Heute möchte ich Euch unsere Geschichte des Spinnenkusses in der Wildnis des Krüger Parks teilen. Leider entsprang der Spinne nach dem Kuss kein Prinz… aber lest selber….

 

Ankunft im Camp
Es war schon dunkel, als wir unser Camp mitten in der Wildnis erreichten. Der Weg war mit Kerzen gesäumt und das Lagerfeuer brannte. Rudimentäre Einrichtungen, nur getrennt von den wilden Tieren durch einen zierlichen Zaun. Das sollte für die nächsten Tage unser Basiscamp auf der Walking Safari Olifant Trail im Krüger Park sein? Die Mädels schauten mich fragend an, war das mein Ernst? Ja war es ! Auf dem Programm standen tägliche Wanderungen mit Aaron und Ypsen unseren bewaffneten Guides. Ehrlich gesagt, glaube ich, dass die Zwei sich so manches Mal über uns amüsiert haben. Verstanden haben wir sie nicht, sie unterhielten sich in ihrer Stammessprache, aber ihre Gesichter sprachen Bände. 
Nach der letzten Reise, die uns in die wunderbare Gegend rund um Kapstadt und in die Stadt selber geführt hatte, stand nur Wildnis auf dem Programm. Die Mädels waren begeistert von meinem Vorschlag und waren wieder dabei. 4 Tage im Off mitten im Krüger Park und das noch zu Fuß. Gott sei Dank mit unseren Ranger an unserer Seite. Doch nun so mitten in der Wildnis, die Gesichter der Mädels sagten alles. Mit der Stirnlampe in der Nacht zur windigen Toilettenhütte? Erstmal die Ecken und Decke anleuchte, nicht das „Frau“ nicht alleine ist. Wer will in der Nacht auf Schlangen, Mäuse oder anderes Getier treffen? Interessanterweise gewöhnten wir uns schnell an die ungewohnte Umgebung. Schon in der zweiten Nacht war der „Badezimmer“ Gang kein Thema mehr. 

Vor dem Sonnenaufgang
Noch bevor die Sonne aufging wurden wir geweckt. Draußen war warmes Wasser, für eine Katzenwäsche, in Schüsseln gefüllt worden. Einer Tasse Kaffee und ein paar trockenen Keksen später und los ging es. Babette, nicht sonderlich spinnenaffin, ging hinter Aaron. Gewohnt, sich um die Spinnennetze herum zu bewegen, wich er geschickt dem vor sich befindlichen Netz aus. Nicht so Babette. Sie lief gradewegs in das sehr reißfeste Netz und in die „Arme“ der darin befindlichen Spinne. Dass das nicht zu einem Begeisterungsschrei führte ist wohl klar?!?.

Aaron dreht sich geschmeidig herum um fragte sie:“ Did you kiss a spider?“ mit einem dicken Grinsen im Gesicht. „ And? Where ist your prince?“ Prinzen sahen wir die ganze Reise über nicht, allerdings muss ich zugeben, dass keine von uns nochmal den Spinnenkuss testete.


Mehr zu den Walking Safari im Krüger National Park findet Ihr hier.

Ich selber gebe Tipps rund um das südliche Afrika: Südafrika, Botswana, Mosambik, Sambia, Zimbabwe und Namibia in meinem Blog wildes Afrika weiter. Ich freue mich über einen Besuch auf dem Blog und helfe Euch bei fragen sehr gerne weiter!


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