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Diese 4 Verhaltensweisen von Führungskräften gefährden die Gesundheit ihrer Mitarbeiter

Das Arbeitsklima ist ein entscheidender Faktor für die Gesundheit der Mitarbeiter. Wenn es zu vielen Krankheitstagen im Büro kommt, kann das auch auf das Verhalten von Führungskräften zurückgeführt werden. Wie gravierend diese Auswirkungen sein können, zeigt eine Langzeitstudie aus Schweden.

 

Mit Missmanagement gegen die Gesundheit der Mitarbeiter

Was macht uns krank? Darauf gibt es viele Antworten – und eine davon kann der Job sein. Wer schon einmal unter einer schwierigen Führungsperson gearbeitet hat oder generell den Joballtag in einem ungesunden Arbeitsklima bestreiten musste, weiß, wie sehr sich das auf die eigene mentale, aber auch physische Gesundheit auswirken und im schlimmsten Falle zu einer ernsthaften Erkrankung führen kann. Ein Prozess, der oftmals schleichend ist und immer noch zu wenig Beachtung bei Personal- und Unternehmenskultur-Themen findet. Und das muss sich dringend ändern. Auch im eigenen Interesse – denn eine schlechte Führung macht ein Team auch schlicht ineffizient.

Wie sehr sich eine schlechte Führung auf den gesundheitlichen Zustand des Teams auswirken kann, hat eine Studie aus Schweden ergeben. Für diese wurden über 3.000 Männer über zehn Jahre während ihres Arbeitsalltages beobachtet, um herauszufinden, ob und wie der Führungsstil mit Herzerkrankungen verlinkt werden kann. Das Ergebnis: Die Arbeitnehmer, die über eine schlechte Führung klagten, hatten ein 60 Prozent höheres Risiko einen Herzinfarkt oder andere lebensgefährliche Herzleiden zu bekommen als jene, die ihren Chefs eine gute Führung bescheinigten.

Vier Verhaltensweisen sind besonders schwerwiegend

Es sind Zahlen, die zu denken geben sollten. Denn Stress wird einerseits gerne mal von den Arbeitnehmern selbst auf die leichte Schulter genommen oder aber von oben kleingeredet – dabei ist die Auswirkung für die körperliche Gesundheit fatal. Wichtig ist, sich von der Idee zu lösen, viel Stress sei per se mit einer hohen Leistung zu verknüpft, sondern zu verinnerlichen, dass eine ungesund hohe Stressbelastung schlicht eines ist: gesundheitsgefährdend. Besonders gravierend zeigten sich während der Studie diese vier Verhaltensweisen:

1. Inkompetenz

2. Rücksichtslosigkeit

3. Intransparenz

4. Mangelnde Kommunikation

Ganz grundsätzlich ergab die Studie auch, dass je kompetenter die Führungsperson eingeschätzt wurde, um so gesünder waren die Mitarbeiter, die für sie arbeiteten – und umgekehrt. Das heißt, Menschen, die unter Chefs arbeiten, die ihnen ein ungutes, unsicheres Gefühl vermitteln, einen intransparenten Führungsstil haben oder sie anderweitig unter ungesunden Stress setzen, sind damit einem höheren gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Und daran dürften eigentlich beide Seiten nicht interessiert sein.

Eine gute Führung ist nichts, was sich im Nebenbei ergibt – jeder Chef und jede Chefin müssen sich diese Fähigkeiten aktiv erarbeiten. Und genau das ist ihr Job. Wer ein Team führen möchte, muss sich der Verantwortung dieser Aufgabe bewusst sein – und die schließt ein, nicht nur auf die (Ergebnisse der) Mitarbeiter zu schauen, sondern auch sich selbst und das eigene Verhalten regelmäßig kritisch zu hinterfragen.

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