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Das Gründerinnen-Manifest: Wo sind all die Digital-Gründerinnen?

Sie sind in der Unterzahl. Noch immer gründen Frauen im Internetsegment wesentlich seltener. Das Gründerinnen-Manifest will das ändern.

 

Mehr Digital-Gründerinnen braucht das Land

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, und Gesche Joost, Internetbotschafterin der Bundesregierung, brachten im vergangenen Jahr Gründerinnen in Berlin zusammen – gut 20 Start-up-Gründerinnen machten sich Gedanken zum Thema: Wo sind all die Gründerinnen?

Gesche Joost stellte uns das Start-up-Manifest vor, das von neun europäischen Gründern erstellt und 2013 veröffentlicht wurde. Ein Impuls, den wir aus Gründerinnen-Perspektive noch um ein paar Facetten ergänzen wollten.

Gesagt, getan. Es entstand unser Gründerinnen-Manifest, das wir gerade auf der CEBIT in Hannover an Günther Oettinger, den EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, übergeben haben. Ein Dialog in Brüssel soll folgen.

Bildung, Rahmenbedingungen und Vorbilder für Gründerinnen

Bildung

Coden muss auch für Mädchen richtig cool sein. Wir brauchen den Nachwuchs, dringend. Jungs wie Mädchen. Aber wenn wir in den kommenden Generationen ganz selbstverständlich Frauen in Tech-Gründungen sehen wollen, dann müssen wir sie früh an das Gestalten der digitalen Welt heranführen. Hier ist das Bildungssystem gefragt, in der Schule ebenso wie außerschulische Initiativen. Vor allem müssen wir Digitale Aufklärung betreiben und Eltern wie Lehrer mitnehmen.

Rahmenbedingungen

Wir wünschen uns mehr Frauen als Investoren, denn Diversität und die weibliche Perspektive können wichtige Weichen für zukünftige Gründerinnen stellen. Und hierzu haben wir einen konkreten Wunsch an Herrn Oettinger gerichtet: die Schaffung eines Fonds „Women in Tech“. Es gibt einige interessante Analysen, die zeigen, dass Frauen nachhaltiger handeln und langfristig den größeren wirtschaftlichen Erfolg erzielen.

Vorbilder

Wir müssen Frauen Mut machen und Vorbilder zeigen, wie andere Frauen ihre Unternehmensgründung gemeistert haben und diese beispielsweise sehr gut mit der Familie harmoniert. Oder wie toll es ist, frei gestalten und Probleme kreativ lösen zu können. Eine Stärke, die wir Frauen im eigenen Unternehmen gut einsetzen können. Und nicht zuletzt auch die männlichen Vorbilder. Die UN-Kampagne #HeForShe macht uns vor, wie es geht. Davon wollen wir auch noch viel mehr in Europa sehen.

Den kompletten Wortlaut des Manifests gibt es hier.  

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