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Sitzt der Grund für deinen künftigen Erfolg vielleicht gerade neben dir?

Als Einzelkämpfer kommt man besser die Karriereleiter hoch? Nun, das und den Begriff „Gruppenzwang“ nur mit etwas Negativen zu assoziieren, sollten wir noch einmal überdenken.

 

Zusammen ist man weniger allein und schneller am Ziel

Wenn ich ans Ziel kommen will, dann kann ich nicht dauernd
nach links und rechts schauen. Und überhaupt: Wenn ich im Team arbeite, bleibt
sowieso immer alles an mir hängen, da kann ich das auch von Anfang an alleine
machen. Gedanken, die ihr kennt? Na klar, das haben wir uns sicher alle schon
mal gedacht. Und doch haben die meisten, die schon länger im Berufsleben
stehen, bereits erfahren, dass es ganz alleine eben auch nicht geht. Es braucht
oft ein gutes Netzwerk, um wirklich weiterzukommen – sich selbst als Insel zu
verstehen funktioniert in der Regel einfach nicht. Ok, soweit gehen wir
wahrscheinlich alle mit. Aber was ist mit dem Begriff „Gruppenzwang“? Kann das
wirklich etwas sein, das uns weiterbringt?

Genau das sagt die Autorin Leigh Stringer, die im Juli
diesen Jahres das Buch „The Healthy Workplace“ herausbringen wird und sich dort
mit Strategien beschäftigt hat, wie Unternehmen das Wohlbefinden ihrer
Mitarbeiter stärken und so zeitgleich ihre Umsätze steigern können. Und ein
Teil davon ist: der Gruppenzwang. Klingt komisch, ist aber so. Jessica
Stillmann hat sich das für The Muse mal genauer angesehen und wir haben die Argumente für euch zusammengefasst.

Was in Sachen Sport aufgeht, funktioniert auch im Job

Diese Situation kennen wir alle: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch
zum Sport gehen, wenn wir abends müde sind, ist sehr viel höher, wenn dort eine
Freundin wartet, die mit uns gemeinsam schwitzen wird. Denn das macht nicht nur
mehr Spaß, sondern wir haben auch schlicht keine Lust, immer die zu sein, die
schon wieder absagt. Beim Sport funktioniert Gruppenzwang also ziemlich gut. Aber wie kann man das auf den Job übertragen? Bei ihrer Recherche stellte Stringer
fest, dass die Unternehmen, die Wohlbefinden der Mitarbeiter und Umsätze
gleichwertig betrachten, weniger auf Mentorenprogramme, sondern auch die
Zusammenarbeit von Mitarbeitern auf gleicher Hierarchiestufe setzen – und damit
sehr gute Erfolge haben. Ganz einfach, weil sie diese Zusammenarbeit in der
Regel besser organisieren lassen und es sich zeigte, dass so konkrete
Ziele schneller und auch leichter erreicht werden. Kurz gesagt geht es darum, sich
mit einer Kollegin zusammenzutun, der man so vertraut, dass man mit ihr die eigenen Ziele bespricht, wie weit man damit bisher gekommen ist und welche Strategie dahinter steckt– und so auch dann noch einmal nachzulegen, wenn man eigentlich mal
alle Fünfe grade sein lassen würden. Ganz einfach, weil es im Zweifel keiner mitbekommen würde.

Wie findet man diesen Erfolgsbuddy und wie läuft das dann
konkret?

1. Finde jemanden, dem du vertraust und magst, der aber im
besten Falle eine andere Persönlichkeit hat. Das bereichert und lässt dich über
den Tellerrand blicken.

2. Sprecht über eure Ziele – und werdet hierbei ganz konkret.
Das umfasst sowohl, wo ihr in drei Monaten stehen und was ihr erreicht haben wollt
als auch, welche Ziele ihr euch für die nächsten fünf Jahre gesetzt habt.  

3. Redet darüber, was ihr dafür tun wollt, um euren Zielen
näher zu kommen, welche Konsequenzen und welche Vorteile eure Strategie hat.
Gemeinsam könnt ihr dann herausarbeiten, ob das ein guter Weg ist oder ob es
vielleicht noch ganz anders gehen kann.

4. Haltet euch über eure Fortschritte auf dem Laufenden. Dafür
müsst ihr euch nicht regelmäßig treffen – das kann auch per Mail oder Whatsapp
geschehen. Wichtig ist aber, dass der Austausch regelmäßig stattfindet.

5. Seid bereit, Ziele und Strategien auch immer wieder zu
überdenken und ganz ehrlich miteinander zu besprechen, ob ihr der Sache schon
näher gekommen seid. Wenn nicht, tauscht euch aus warum das so ist und wie ihr
nun jeweils weiterkommen könnt.

Es geht bei dieser Form der Zusammenarbeit darum, dass man
sich im Job eben nicht mehr als Einzelkämpferin fühlen muss, sondern eine
Vertrauensperson an seiner Seite hat – die aber  durchaus auch mal kritisch nachhakt. Wenn ihr als Team gut zusammenpasst, wird sich so eine Art positiver
Gruppenzwang aufbauen, der beide weiterträgt und euch auch dann nicht aufgeben
lässt, wenn ihr das Gefühl habt festzustecken. Denn zusammen ist man eben
wirklich weniger alleine und findet für vieles schneller eine Lösung. Wir
finden, das klingt nach einem ziemlich guten Plan – gerade für Berufsanfänger.

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