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Karriereregeln? Diese fünf kannst du getrost brechen!

In fast allen Bereichen des Lebens gibt es Regeln, die es zu beachten gilt – auch für die Karriereplanung. Doch irgendwann engen einen Regeln mehr ein, als dass sie uns eine Richtung vorgeben. Warum und wieso, erklären wir hier.

 

Regeln sind da, um sie zu brechen!

Im Netz schwirren tausende Artikel mit Tipps und Regeln, die wir bezüglich unserer Karriere beachten sollten wie etwa: Mach nur das, was du liebst, kündige niemals deinen Job, bevor du bereits deinen nächsten Vertrag unterzeichnet hast, und weitere schöne Weisheiten. Alison Cardy von The Muse und wir finden: Manche Regeln sind da, um sie zu brechen. Anhand von fünf Beispielen erklären wir euch, warum. 

1. „Do what you love“

Wenn uns dieser Rat bisher noch nicht persönlich mitgeteilt wurde, kennen wir ihn spätesten seit unserem Besuch auf Pinterest: Mache ausschließlich die Jobs, die dir Freude machen und zu deinem Lebensglück beitragen. Do what you love. Theoretisch gesehen ist das schon der richtige Ansatz, schließlich sollten wir unsere Zeit nicht mit Dingen verschwenden, die uns demotivieren. Aber einen Job zu finden, den wir wirklich lieben, ist gar nicht so einfach. Und dann wäre da noch das Geld. Schließlich können wir nicht monatelang auf den perfekten Traumjob warten und mal eben das Gehalt aus dem Ärmel schütteln. Wenn du also in der Freizeit genug Zeit hast, deiner Leidenschaft nachzukommen, oder auch eine Familie zu ernähren hast, ergibt es sich schnell von selbst, dass dein Job nur dein Job ist. Warum auch nicht? Meistens ergeben sich die besten Chancen sowieso erst dann, wenn man sie gar nicht erwartet. 

2. Kündige deinen Job nicht, solange du keine neue Stelle in Aussicht hast. 

Du kannst deinen Job partout nicht ausstehen und zählst jede weitere Minute bis zum Feierabend? Der Job belastet dich psychisch und schlägt dauerhaft auf deinen Gemütszustand? Dann ist es an der Zeit, zu gehen. Es stimmt, keine neue Stelle in Aussicht zu haben, mag finanziell belastend sein und ein großes Loch in dein Konto fressen – doch, wenn du es dir irgendwie leisten kannst, dann kündige. Gesundheit geht noch immer über Geld

3. Du musst für mindestens ein Jahr im Unternehmen bleiben. 

Es kommt nicht selten vor, dass ein Arbeitgeber oder ein Job in der Realität anders ist, als dir im Bewerbungsgespräch vermittelt wird. Du bist gerade mal ein paar Monate im Unternehmen und würdest am liebsten gehen, möchtest aber nicht den Stempel „Job-Hopper“ aufgedrückt bekommen? Dann hast du drei Optionen: Rede mit deinem Arbeitgeber und hoffe auf den Anstoß, dem Job einen zweiten Versuch zu geben, strebe ein Team- oder Abteilungswechsel an oder wirf das Handtuch und begib dich erneut auf Jobsuche. Wenn es dir wirklich nicht gefällt, dein Arbeitgeber sich als unkooperativ erweist und keine Aussicht auf Besserung besteht, solltest du die letzte Option wählen. Solange du nicht jeden neuen Job nach wenigen Monaten wieder aufgibst, musst du dir wirklich keine Gedanken machen. Sollte mal jemand danach fragen, hast du die perfekte Antwort parat! 

4. Wenn du in einen anderen Berufszweig wechselst, musst du wieder ganz von vorne anfangen. 

Die Regel besagt, dass du ein Anfänger bist, sobald du einen Bereich betrittst, der zuvor nie zu deinem Metier gehörte. Dass du dich umschulen lassen, erst mal Erfahrungen sammeln und ganz unten wieder anfangen solltest. Weiterbildung macht immer Sinn – aber dabei wird eines im Vergleich zu frischen Studienabgängern oftmals vergessen: Auch, wenn du in diesem einen Bereich noch keine Erfahrungen gemacht hast, verfügst du über langjährige Joberfahrungen, ein (großes) Netzwerk und die Motivation, Neues zu lernen sowie dich weiterzuentwickeln. Wer das als Arbeitgeber nicht erkennt, ist vermutlich nicht der richtige. 

5. Nenne in der Position des Arbeitnehmers niemals zuerst deine Gehaltsvorstellungen. 

Du sitzt in einem Bewerbungsgespräch und hörst auf einmal die Frage: „Welches Gehalt stellen Sie sich vor?“. Du hattest dir zwar bereits ausgemalt, dass diese Frage kommen würde und dir deine Gedanken gemacht, das nervöse Schwitzen setzt trotzdem ein. Denn was, wenn man eine Zahl nennt, die weit niedriger ist, als dein Vorgesetzter vorgesehen hatte? Wenn du nicht direkt eine Zahl nennen willst, versuche mit einer Gegenfrage zu kontern, in welchem Rahmen man sich bei dieser Stelle bewegt. Wenn diese auf Granit stößt, dann trau dich einfach, aber gib in jedem Fall eine Schätzung ab, die etwas höher als dein Wunschgehalt liegt. Du hast dich vorab sicherlich über die aktuellen Gehaltserwartungen in der Branche informiert, also kann doch nicht viel schief gehen! 

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