Klausuren sicher bestehen

Das Schreiben einer Klausur bringt fast jeden zum Schwitzen. Sabine Grotehusmann gibt Tipps, wie man seine Energie gezielt für die schriftliche Prüfung einsetzt, wie sich die Korrektur der Klausur beeinflussen lässt, wie man Pannen vermeidet und die Zeit in der Prüfung effektiv nutzt.

 

1. Klausuren sicher bestehen – Kleine Kniffe für den großen TagWahr oder falsch? Du kannst in der Klausur nur gut abschneiden, wenn Du:

  • einen Tag vorher nicht mehr lernst.
  • gut und ausreichend schläfst.
  • am Klausurtag ein gesundes Frühstück zu Dir nimmst.
  • Dir zuerst alle Aufgaben gründlich durchliest .Falsch. Das sind zwar die Ratschläge, die in ziemlich jedem Buch zum Thema Prüfungen gegeben werden. Aber Du kannst auch erfolgreich sein, wenn Du am letzten Tag noch gelernt, in der Nacht vor der Klausur schlecht geschlafen und beim Frühstück keinen Bissen herunterbekommen hast.

2. Trainiere für den Notfall – Der Mental-SpickzettelEs ist möglich, dass Du Dich nicht optimal auf die Aufgaben konzentrieren können wirst. Vielleicht kannst Du in der Klausur keinen klaren Gedanken fassen? Beim Lesen der Aufgaben fängt Dein Gehirn an zu rattern? Du kannst Dein Wissen nicht gezielt abrufen? Für diesen Fall gibt es Hilfe.

Dank des Mental-Coachings kannst Du Dir nutzloses Grübeln und Katastrophengedanken während der Prüfung ersparen. Es hilft Dir dabei, Deine volle Aufmerksamkeit auf die Lösung der Aufgaben zu richten.
Das Prinzip besteht darin, dass Du vor der Prüfung Gedanken aufschreibst, die Dir helfen werden, in der Prüfung konzentriert und effizient zu arbeiten. Diese Sätze verinnerlichst Du dann und rufst Sie im Notfall ab.
Wenn Du diese Technik einige Male angewendet hast, wirst Du Dich in Zukunft übrigens automatisch gut konzentrieren können.

Mein Mental-Spickzettel

Das ist also die Klausur. Ich bleibe ganz ruhig. Auf die Rückseite schreibe ich alle Fachbegriffe, die ich leicht vergesse oder verwechsle. So jetzt fühle ich mich sicher.
Ich lese mir die erste Aufgabe durch. Mir fällt noch nichts dazu ein. Das ist in Ordnung. Ich bleibe ruhig und überlege.
Was soll dieser Baulärm? Egal. Der geht bei mir links rein und rechts wieder raus. Ich bleibe ruhig. Ich konzentriere mich ganz auf meine Aufgabe.
„Transaktionsanalyse“. Was heißt das nochmal? Keine Panik! Stopp! Ich konzentriere mich ganz auf die Aufgabe! Alles andere ist jetzt gleichgültig. Ich mache das jetzt so gut ich kann.
Mir ist einiges eingefallen. Ich gehe nun zur nächsten Aufgabe und lasse noch etwas Platz. Nachher wird mir der Rest auch noch einfallen. Schließlich habe ich viel gelernt.
Die zweite Aufgabe habe ich richtig gelöst. Super, nun bin ich einen Schritt weiter. Das Denken klappt jetzt prima. Die Aufgabenstellung streiche ich noch durch. So behalte ich den Überblick und vergesse keine Aufgabe.
Jetzt kommt die Aufgabe mit den meisten Punkten. Ich bleibe ruhig und konzentriere mich. Ich bearbeite jede Aufgabe. Ich versuche, zumindest etwas hinzuschreiben. Ein Gedanke führt oft zum nächsten. Es wird auch ein richtiger dabei sein. Ich habe viel gelernt. Mir fällt gleich etwas ein. Für Falsches werden mir keine Punkte abgezogen. Ich kann also nur gewinnen, wenn ich es versuche. Jeder Punkt bringt mich weiter.

Wichtig ist bei dieser Methode, dass Du Deinen individuellen Spickzettel schreibst. Jeder Lerner braucht eine andere Unterstützung. Nimm Dir vorher die Zeit dafür. In der Prüfung wirst Du für diese Investition dankbar sein.

Damit der Text auch Dein Unterbewusstsein erreicht, solltest Du Folgendes beim Schreiben des Mental-Spickzettels beachten:

  1. Formuliere positiv. Das heißt, vermeide möglichst Formulierungen wie: Nicht aufregen! Nicht hineinsteigern! Keine Angst! Ich werde nicht durchfallen! Manchmal lässt es sich schwer vermeiden. Ein oder zwei negative Sätze sind ok.
  2. Schreibe einfach und klar!
  3. Verwende Wiederholungen! (Sie prägen sich besonders gut ein.)
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