Foto: bixentro – Flickr – CC BY 2.0

Lauren Talbot: „Daten sind magisch!“

Lauren Talbots berufliche Leidenschaft sind Daten, sie ist Chief Data Officer bei einem amerikanischen Startup. In der kommenden Woche spricht sie beim Tech Open Air in Berlin.

 

Neues Wissen sammeln in der Sonne

Lauren Talbot war die Chefprogrammiererin im Team von Mike Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister von New York, und wurde für ihre Arbeit in Tech-Startups von Forbes auf die prestigeträchtige „30 under 30“-Liste aufgenommen. Ihr aktuelles Unternehmen heißt AdvisorConnect.

Sie ist zu Gast auf dem Tech Open Air in Berlin, das vom 15. bis 17. Juli in Berlin stattfindet. Wir haben ihr vorab ein paar Fragen gestellt. 

Was findest du an Daten so spannend?

„Daten können die Wahrheit sein. Daten können genauso auch lügen. Wenn du genügend Daten hast, kannst du hochrechnen und manchmal sogar die Zukunft voraussagen. Im Grunde sind Daten magisch! Sie können aber auch sein wie die Sphinx. Du darfst nicht naiv an sie herangehen. Deswegen ist es immer noch cool, damit zu arbeiten, auch wenn es nichts Neues mehr ist.“

Dein aktuelles Unternehmen soll Finanzberatern helfen, Kunden zu finden. Wandelt sich der Sektor gerade stark?

„Der Finanzsektor schwimmt gerade definitiv auf der Big-Data-Welle. Wir bekommen sehr viele Anfragen von Firmen, die Teil davon sein möchten. Finanzfachleute sehen die Möglichkeiten und sind in der Art und Weise, wie sie ihre Ziele erreichen, ziemlich agnostisch – daher sind sie tolle Kunden. Die Gefahr für sie ist jedoch, dass Firmen ihnen Technologie verkaufen, die veraltet ist. Oder die Tech-Firmen sind zu dogmatisch und berücksichtigen nicht, wie die Geschäftsrealität aussieht. Uns ist wichtig, die Technologie passend für den Kunden zu designen.“

Viele Daten sind sehr sensibel. Wie gut können Daten geschützt werden?

„Die Technologie ist an einem Punkt, an der Sicherheit ein ganz selbstverständlicher Aspekt des Produkts ist. Es sind die menschlichen Faktoren der Sicherheit, die in jedem System zu Schwachpunkten führen können. Ich habe in der Vergangenheit mit geschützten medizinischen Daten gearbeitet. In den USA kann man im Gefängnis landen, wenn man dafür verantwortlich ist, dass sie gehackt werden. Daher glaube ich ganz stark an die Methoden zum Datenschutz, die wir entwickelt haben.“

Du sprichst in der nächsten Woche beim Tech Open Air in Berlin. Worum wird es gehen? 

„Ich bin auf einem Panel mit dem CTO von „Kayak“, ein Produkt für die Reiseplanung, ohne dass ich nicht leben kann. Es bringt mich im Prinzip nach Berlin. Da es eine Unkonferenz ist, werden wir gemeinsam mit den Teilnehmenden improvisieren.  

Wirst du Tech-Startups besuchen. während du hier bist?

„Ja, das habe ich vor.“

Gibt es aktuell datenbasierte Projekte, die du bewunderst? 

Crystal ist ziemlich cool. Es analysiert die öffentlich verfügbaren Daten über eine Person und sagt dir dann Dinge wie: „Wenn du Isaac etwas verkaufen willst, musst du übertreiben“ oder „Kiran fällt es nicht leicht, einen aufgeräumten Schreibtisch zu haben“. Einige der Schlussfolgerungen sind fragwürdig, aber es ist sehr sehr spannend! Ich mag außerdem Pandora. Es kennt wirklich meinen Musikgeschmack und hat sich meine Loyalität und monatliche Abogebühr wirklich verdient. Spotify nutze ich aber manchmal auch noch.“

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