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Done is better than perfect!

Lieber Machen statt ewig in der Perfektionsfalle stecken!

 

Wer kennt das nicht: Man hat eine tolle Idee und kommt einfach nicht dazu, sie umzusetzen, obwohl man das wirklich will. Sei es, endlich eine Website zu erstellen, einen Flyer zu kreieren, ein Angebot zu schreiben, ein Fest zu organisieren, das Wohnzimmer umzugestalten oder einen
lang gehegten Traum zu realisieren. 

Schnell wird auf die fehlende Zeit geschimpft oder gejammert, dass alles so kompliziert sei. Am Ende bekommt der arme innere Schweinehund die Watschen ab, dabei kann der gar nichts dafür. Oftmals liegt das Problem ganz woanders und hat mit Prokrastination gar nichts zu tun.  

Der Wunsch nach Perfektion kann wie eine Bremse wirken!

Auf der Jagd nach Perfektion können selbst die talentiertesten Menschen der Welt leer ausgehen und niemals die Anerkennung erhalten, die sie verdienen. Denn was nützt es, wenn man an einem Meisterwerk arbeitet, das aber niemals jemand zu Gesicht bekommt, da man ständig denkt, dass man hier und da noch etwas verbessern muss?  

Dabei könnte doch gerade die Präsentation einer Beta-Version den entscheidenden Schub zum Gelingen – gar zur Perfektion schaffen! Solange niemand Deine Arbeit sieht, existiert sie nicht. Ab dem Moment, da Deine erste, vorläufige Lösung präsentierst, ist es gut möglich, dass Dir andere mit konstruktivem Feedback und kreativen Ideen helfen, Deinen Plan zu vollenden. 

Statt Zuversicht herrscht Selbstkasteiung 

Je mehr wir mit unseren Ideen und Entwürfen zaudern, desto schwieriger wird es, sie anzugehen. Statt zuversichtlich zu sein, zieht uns eine Kaskade an negativen Gedanken und Gefühlen nach unten. Nicht nur, dass wir uns dadurch Ergebnisse und Erfolgserlebnisse verwehren, wir sabotieren auch unser Selbstwertgefühl und das Vertrauen in unsere Fähigkeiten. 

Erledigt ist besser als (ewiges) Perfektionieren 

Statt sich in Details zu verlieren und sich von den eigenen perfektionistischen Vorstellungen verängstigen zu lassen, ist es besser, ins Handeln zu kommen. Alleine vom Planen stellt sich kein Erfolg ein. „Machen“ heisst die Devise – allem Zaudern zum Trotz! 

Dabei erfährst Du nicht nur, wie befreiend es ist, endlich ins Handeln zu kommen, und wie gut es tut, ein Projekt abzuschliessen. Du erlernst ganz nebenbei auch ein paar Fähigkeiten, die Dir im weiteren Berufs- und Geschäftsleben sehr zugutekommen. 

Weder Schlamperei noch Entschuldigung für Mittelmässigkeit

„Done is better than perfect” heisst nicht, dass Du mal schnell irgendwas dahinschmierst – Hauptsache, es ist fertig. Fehlt Dir die Lust, mit Hingabe, Fleiss und Sorgfalt etwas wirklich Gutes zu erschaffen, dann solltest Du tatsächlich lieber nichts machen. Es mag pathetisch klingen, wenn ich an dieser Stelle von Liebe spreche, aber andere merken sehr schnell, wenn ein Projekt vollkommen lieblos umgesetzt wurde. Eine qualitativ hochwertige Arbeit sollte immer im Fokus sein – das braucht Leidenschaft und auch den Wunsch, durch Qualität zu überzeugen.  

Fertiggestelltes erzielt Ergebnisse

Ein Konzept, das nie über den Planungszustand hinauskommt, interessiert niemanden. Nach Ideen, die nie veröffentlicht werden, kräht kein Hahn – egal, wie gut sie sind. Oftmals ist es besser, ein zufriedenstellendes Ergebnis zu präsentieren, als an etwas herumzutüfteln, das zwar perfekt sein mag, dessen Abschluss aber drei Mal so lange braucht.  

Zum einen ist Perfektion relativ, zum anderen muss man in unserer schnelllebigen Zeit manchmal eine Nasenlänge voraus sein. Da ist es besser, ein Projekt im „working process” vorzustellen, als von den Wettbewerbern überrollt zu werden. Schlimmstenfalls ist deren Idee auch noch schlechter als unser (Dauer-)Entwurf. Aber dass sie schneller und als Erste auf dem Markt waren, kann ihnen keiner mehr nehmen. 

Wichtiger Schub nach vorne statt verloren in der Perfektionsfalle

Sobald Du vor lauter Planung keinen Anfang findest oder der Wunsch nach Perfektion ein Fertigstellen sabotiert, ist es Zeit für „Done is better than perfect”. Die Präsentation der vorläufigen Ergebnisse kann Deinem Projekt einen enormen Schub nach vorne geben. Sie ist der Nährboden für optimale Resultate. 

Nutze also lieber den dynamischen Schwung, den Dir das positive Momentum beschert, einen wichtigen Schritt bei der Realisierung gemacht zu haben. Es ist viel leichter, an etwas zu arbeiten, das existiert. 

Für Feedback präsentieren

Die aktuell beste Lösung zu präsentieren ist ein Meilenstein, der nicht aufhalten, sondern den Weg weisen soll. Es ist die erste vorzeigbare Version dessen, was nun mithilfe von konstruktivem Feedback verfeinert wird. Der Austausch mit anderen bietet einen enormen Wert, der Dich voranbringt. 

Scheue Dich nicht, nach Hilfe, Vorschlägen und Empfehlungen zu fragen, statt Deine tolle Idee ewig im Bearbeitungsmodus zu lassen. Etwas ständig mit Unterstützung anderer zu verbessern, macht das Produkt vital und lebendig. Du erkennst schnell, wenn Du abdriftest und wo verfeinert werden muss. Dabei muss nicht jeder Vorschlag angenommen werden, aber alleine mal kurz darüber nachzudenken, bringt Dich weiter. 

Profitiere vom Wissen anderer

Unterschätze nicht die kreative Kraft der Gruppe und die Verbundenheit mit anderen. Das gilt nicht nur bei der Umsetzung von Ideen, sondern auch dann, wenn man Aufgaben abgeben sollte oder möchte. Mag sein, dass die Präsentation oder die Übergabe Zeit in Anspruch nehmen, aber der neue, oftmals frische Input ist diese Mühe wert. 

Fürchte Dich auch nicht vor blöden Kommentaren oder spitzen Bemerkungen – ein solches Verhalten ist unprofessionell und lässt mehr auf den anderen schliessen als auf Mängel in Deinem Produkt. Freue Dich lieber darüber, im Fluss zu sein – mit Dir, Deiner Idee, Deinem Tun und mit anderen!  

Gut erledigt beflügelt mehr als die Suche nach dem Heiligen Gral 

Es gibt nicht wenige, die „Done is better than perfect” als einen Schritt innerhalb des Umsetzungsprozess sehen und geniessen. Der Austausch mit anderen, das neugierige und offene Forschen, Ausprobieren und Analysieren macht Dich wie von Zauberhand zur Expertin und Profi! 

Mit „Done is better than perfect” ermöglichst Du Dir Lernschritte in gut verdaulichen Häppchen inklusive ermutigenden Zwischenerfolgen. Fernab von Mittelmässigkeit oder Lieblosigkeit näherst Du Dich so eher einem perfekten Ergebnis, als wenn Du Dich in Perfektion verlierst.  

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