Foto: Suzie Pratt | Flickr | CC by 2.0

Warum Maisie Williams dafür plädiert, den Begriff der Feministin abzuschaffen

Wie, wir sollen den Begriff der Feministin abschaffen? Ja, sagt die britische Schauspielerin Maisie Williams, und sie hat einen ziemlich plausiblen Grund dafür.

 

Uns Feministin nennen? Wir gehen die Sache falsch an!

Die britische Schauspielerin
Maisie Williams, die man durch ihre großartige Rolle der Arya Stark in „Game of
Thrones“ kennt, kam die Tage mit einer überraschenden Aussage um die Ecke. Denn die heute 18-Jährige, die sich nicht zuletzt wegen der permanenten,
öffentlichen Auseinandersetzung mit der in der Serie häufig gezeigten Gewalt
gegen Frauen schon als Teenager als Feministin positioniert hat,
plädierte nun in einem Interview mit Entertainment Weekly dafür, den Begriff
des Feministin beziehungsweise der Feministin abzuschaffen. Warum?

Nun, sie hat ziemlich plausible Gründe dafür. So sagt sie,
dass es doch wesentlich sinnvoller wäre, einfach alle, die keine Feministen
sind, als Sexisten zu bezeichnen – und alle anderen schlicht als Menschen.

“I feel like we should stop calling feminists
‚feminists‘ and just start calling people who aren’t feminist ’sexist‘, and then everyone else is just a human. You are either a normal
person or a sexist. People get a label when they’re bad.“

Schlaue Worte von so einer jungen Frau, die damit den
Gedanken anspricht, dass es für eine Haltung, die eigentlich
selbstverständlich sein sollte – nämlich dass Männer und Frauen gleich sind – eigentlich
keines Labels mehr bedürfen sollte. Und wir wahrscheinlich erst in den Zustand
einer Art Post-Feminismus kommen können, wenn das nicht mehr notwendig ist. Die
Debatte ist nicht neu, aber sie wird in der Regel nicht von
Hollywood-Schauspielerinnen angefacht, die sich damit angreifbar machen.

Warum wagt sich also Williams da ran? Weil sie sich nicht
darum schert, was man über sie denkt? Sicherlich nicht, es geht wohl eher um
ein starkes Bedürfnis, anzusprechen, dass wir in der Debatte endlich mal
weiterkommen sollten. Denn auch sie spürt die Angst davor, sich in der
Öffentlichkeit beziehungsweise in den Sozialen Netzwerken angreifbar zu
machen. Insbesondere an das Thema Feminismus traue sie sich meistens nicht ran,
auch wenn ihr dazu etwas auf der Zunge liege – weil sie leider habe lernen müssen,
dass sie dafür immer wieder, und das auch noch vor allem von Frauen, angegriffen,
wird.  Wie sie das kommentiert? “There’s
something not right there.“  Tja,
mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Hier könnt ihr das ganze Interview lesen.

Artikelbild: Suzie Pratt | Flickr | Cc by 2.0

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