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Meine analoge Reise in die digitale Transformation

Digitalisierung ist in aller Munde. Immer mehr Mitarbeiter bilden sich deshalb weiter, um den digitalen Wandel mitzugestalten. Doch ist das wirklich die Hauptmotivation? Ein persönlicher Einblick.

 

Sonntagmorgen, gemeinsam mit 25 weiteren Personen finde ich mich in den Designoffices in Nürnberg ein. Wir alle sind Teil der Class 4 der Shiftschool. Das heutige Thema „Making Ideas happen – Create Content“ – doch worum geht es genau? Max Grube, unser heutiger Trainer, gibt
hilfreiche Tipps und Tricks, um einen spannenden Artikel für unsere Leser zu produzieren.   

Shiftschool? Class 4? Content? Die Shiftschool ist Deutschlands erste Akademie für digitale Transformation und bietet eine 18-monatige Weiterbildung zum Digital Transformation Manager. Ziel ist es, sich mit allen Facetten der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Eine Challenge, die uns die Ausbildung über begleitet ist es, einen eigenen Blog zu erstellen um sich als Digitalisierungsexperte zu präsentieren.  

Der Trend geht in eine klare Richtung – immer mehr Arbeitnehmer bilden sich berufsbegleitend weiter, um den digitalen Wandel mitzugestalten. Gemäß einer Studie aus dem Jahr 2017 befanden sich mehr als 7 Millionen Erwerbstätige in einer nachgewiesenen Fortbildungs- oder Umschulungsmaßnahme. Dies entspricht ca. 10% der über 18-jährigen Deutschen. Anbieter und Modelle dafür gibt es viele, ob Selbststudium oder vor Ort, am Wochenende oder am Abend.  

In den Medien werden wir laufend mit Schlagzeilen und Studien wie diesen konfrontiert: „Roboter ersetzen die Hälfte der deutschen Arbeitsplätze“ oder „Digitalisierung: Diese Berufe fallen
weg“. Was motiviert die Arbeitnehmer sich weiterzubilden, sind es Schlagzeilen wie diese oder stecken andere Gründe dahinter?  

Meine persönliche Entscheidung eine Weiterbildung zu starten ist nicht die Angst um meinen Arbeitsplatz. Vielmehr war ich auf der Suche nach etwas Neuem, im Sinne von neue Inhalte und
neue Leute kennen zu lernen. Ich habe bereits Erfahrungen mit verschiedenen Schulungs- und Weiterbildungsanbietern. Gerade bei Vollzeitschulungen, die nur über wenige Tage laufen, bleibt meist wenig hängen. Vollgepackt mit vielen Informationen und guten Vorsätzen geht man zurück in den (Arbeits-)Alltag und wird dort sehr schnell von der Alltagsroutine eingeholt.  

Das Digitalisierungsthema finde ich sehr spannend, da es mittlerweile alle Bereiche beruflich, sowie privat betrifft. Das Programm der Shiftschool hat mich angesprochen, da Fähigkeiten und neue Arbeitsmethoden erlebt und direkt im Arbeitsumfeld angewendet werden können. Ein Programm und damit eine Veränderung über Zeit, die Möglichkeit Dinge auszuprobieren und zu reflektieren.  

Auch dieser Artikel ist die Möglichkeit sich auszuprobieren. Nach 3 Monaten nun mein erstes Resümee. Einige Aufgaben, die wir zu bewältigen hatten, erschienen mir im Vorfeld als sinnfrei
oder doof. Bisher hat sich der Sinn nach einiger Zeit doch noch erschlossen und nicht nur das. Aufgaben, die ich eigentlich nur schnell abhaken und erledigen wollte, machen plötzlich Spaß und ich verbringe viel Zeit und Leidenschaft, um diese umzusetzen. Ich denke, dass ist dieser berühmte „Mindset Change“. Auf sich wirken lassen, reflektieren, ausprobieren, Dingen eine Chance geben, Verhaltensmuster ändern. Ich bin gespannt auf die weiteren Herausforderungen und Aufgaben in den nächsten Monaten.  

Das persönliche Engagement für Weiterbildungen ist auch für Arbeitgeber entscheidend für die Weiterentwicklung des Mitarbeiters. Dies besagt die Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“ der sgd – Deutschlands führende Fernschule, die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Kantar TNS erhoben wurde. 82% der Befragten sind der Meinung, dass durch die Digitalisierung der Weiterbildungsbedarf steigt. Dabei werden vor allem das Auffrischen von berufsrelevantem Wissen und die Förderung der Bereitschaft zu Veränderungen als besonders wichtig angesehen, dicht gefolgt von schnellem Informationshandling und systematischem und kreativem Denken. Die befragten Unternehmen gaben zudem an, dass das Interesse von Mitarbeitern zum Thema Weiterbildung ein zentrales Kriterium bei Personalentscheidungen ist und die Karrierechancen erhöht. Neben Gehaltssteigerungen bedeutet dies auch beruflichen Aufstieg und Erweiterung des Verantwortungs- bzw. Aufgabenbereiches. Die Tendenz dazu ist
seit 2015 steigend. Wer an den Details der Studie interessiert ist, kann sich diese über www.sgd.de
kostenlos anfordern.  

Auch am kommenden Wochenende werde ich wieder in die Designoffices gehen, um mich mit einem weiteren spannenden Thema auseinanderzusetzen. Durch eine Weiterbildung entwickelt man sich auch persönlich weiter und dies hilft, sich in der neuen Arbeitswelt von morgen einfach zurecht zu finden. 

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt“ sagte schon Mahatma Gandhi. 

Eine berufliche Veränderung war nicht die Motivation die Weiterbildung zu starten, aber das wird mit Sicherheit das Ergebnis nach dieser Zeit sein. Wenn auch du überlegst etwas Neues zu starten, egal ob Weiterbildung, neuer Job oder Hobby, just do it!  

Veröffentlicht auf www.newwayofwork.de

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