Foto: unsplash - Alexis Brown

So merkt garantiert keiner, dass du im Büro nichts zu tun hast

Vielen Menschen ist am Arbeitsplatz oft langweilig, weil sie nicht genug zu tun haben. Unser Partner Manager Magazin weiß: Wenn sie es ihrem Arbeitgeber melden, riskieren sie den Rausschmiss. Und wenn sie es nicht melden, könnten sie irgendwann als Faulenzer auffliegen.

1. Der E-Mail-Trick

Checke deine E-Mails nicht nur, sortiere sie auch. So kannst du noch mehr auf deiner Tastatur herumtippen, ohne tatsächlich etwas zu tun.

Von erfolgreichen Menschen wissen wir: Wenn wir abends das Büro verlassen,muss der Posteingang leer sein. Das gelingt ganz einfach: Richte dir x-beliebig viele Ordner ein, in die du alles verschiebst, was du nicht sofort bearbeiten kannst (oder willst). Wenigstens einen Ordner namens „to do“, „eilt“ oder „zeitkritisch“ sollte jeder haben.

Tipp: Mache nicht den Fehler, die Mails nach der ersten Ablage nochmal anzufassen. Damit verzettelst du dich nur. Wenn es wichtig ist, kommt der Absender bestimmt drauf zurück.

2. Der Schreibtisch-Trick

Räume nicht deinen Schreibtisch auf. Was für dein E-Mail-Postfach gilt, gilt nicht für deinen Schreibtisch. Im Gegenteil: Stelle sicher, dass sich immer ausreichend Unterlagen, Kladden, Klarsichtfolien und sonstiger Papierkram auf deinem Schreibtisch befindet. Gut machen sich auch zwei bis drei leere Kaffeetassen oder Wasserflaschen.

Tipp: Erfahrene Büroarbeiter haben immer einen Vorrat an Papieren in der Schublade. So können sie das sichtbare Material hin und wieder austauschen.

3. Die Methode Angriff

Zeige dich. Verlasse mindestens dreimal täglich deinen Schreibtisch. Ein konkretes Ziel brauchst du dafür nicht. Gehe hinaus auf den Gang, in die Halle. Irgendwohin, wo Kollegen und Vorgesetzte dich sehen können.

Wichtig: Schlendere nicht, gehe energisch und zielstrebig, wie jemand, der auf dem Weg in eine Vorstandssitzung ist. Oder auf dem Weg zur Toilette.

Tipp: Lass dabei dein Sakko am Platz zurück und krempele die Ärmel hoch. Und nimm unbedingt immer ein paar Zettel in die Hand.

4. Die Zettel-Tarnung

Apropos Zettel. Ohnehin solltest du immer ein paar Zettel in der Hand haben. Wahlweise tut es auch ein Tablet. (Zusätzlich zu deinem Smartphone natürlich, das du ebenfalls immer in der Hand haben solltest).

Du hast ein Meeting? Nicht ohne Zettel. In der Mittagspause zum Bäcker? Das Tablet ist dabei. Du musst mal aufs stille Örtchen? Vergiss nicht die Zettel, die du dann im Vorraum neben dem Waschbecken platzierst.

Tipp: Lass nicht dein Tablet im Vorraum neben dem Waschbecken liegen.

5. Die Sandwich-Finte

Gehe auf keinen Fall in die Kantine. Falls jemand fragt, ob du mit zum Essen kommst, blicke weiter auf den Bildschirm und tippe auf deiner Tastatur herum. Dabei sagst du entweder „neeheutenich“ oder „kommenach“, jeweils so leise wie möglich und ohne die Lippen zu bewegen.

Deine Nahrungsaufnahme sieht stattdessen so aus: Du holst dir in der Nähe zum Lunch ein Sandwich (sprich: mittags ein Käse- oder Wurstbrötchen), das du am besten auf dem Weg zurück an den Schreibtisch bereits zur Hälfte verschlingst (natürlich nur, wenn Kollegen oder Vorgesetzte dich dabei auch sehen können).

Die andere Hälfte isst du dann am Schreibtisch, während deine freie Hand bereits wieder auf der Tastatur herumtippt.

6. Der Fahrstuhl-Trick

Die Königsdisziplin: Drücke im Fahrstuhl den Tür-Zu-Knopf. Und zwar j e d e s M a l, wenn du Fahrstuhl fährst. A u s n a h m s l o s. Und schaue dabei auf keinen Fall vom Smartphone hoch.

Zum Hintergrund: Selbst viele Bilderbuch-Karrieristen unterschätzen noch immer die Wirkung dieser karrierefördernden Maßnahme. Dabei haben inzwischen reihenweise Studien ergeben: Mit kaum einer Aktivität kann man sich in einem Unternehmen so viel Ansehen verschaffen, wie mit dem regelmäßigen Druck auf den Tür-Zu-Knopf im Fahrstuhl. In einem vertraulichen Vier-Augen-Hintergrundgespräch mit einem Journalisten des Rechercheverbundes aus Radio Antenne Sachsen, „Abendzeitung Unterhaching“ und Super RTL soll Berater-Legende Roland Berger den Knopf kürzlich sogar einmal als den „Startknopf für den Karriereturbo“ bezeichnet haben.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Jeder im Fahrstuhl weiß, dass nur Leute, die wirklich wahnwitzig viel zu tun haben, auch noch diesen Bruchteil einer Sekunde an Zeitverschwendung vermeiden müssen. Sie können nicht darauf warten, dass die Tür sich von alleine schließt. Sie müssen das beschleunigen, energisch, dynamisch, entschlossen.

Die Wirkung ist erstaunlich, wie auch die Unternehmensberatung McKinsey festgestellt hat: Wegen des ständig wechselnden Publikums sowie durch die Mund-Zu-Mund-Propaganda entfalten Knopfdrücker „mit minimalem Aufwand einen ungeheuren Self-Marketing-Impact im gesamten Unternehmen und über dessen Grenzen hinaus“, heißt es einer Studie von McKinsey.

Das eröffnet natürlich Chancen für Trittbrettfahrer, also beispielsweise für Leute, die Aktivität eigentlich nur vortäuschen wollen. Deshalb der Ratschlag: Gehe in der vielen Freizeit, die du im Job überbrücken müssen, möglichst häufig in den Fahrstuhl. Drücke auch du dort regelmäßig auf den Tür-Zu-Knopf. Du wirst sehen: Die innerbetriebliche Vermarktungsmaschine arbeitet auch für dich.

7. So setzt du Social-Media ein

Sei auf Twitter. Twitter ist im Job das, was Facebook im Privatleben ist: Du kannst damit Zeit totschlagen und andere denken, du wärst aktiv und umtriebig.

Am besten richtest du dir gleich einen Account ein. Danach orientierst du dich an der Vorgehensweise erfahrener Twitter-Nutzer: Dafür brauchst du täglich nur zwei bis drei Minuten, in denen du auf die Website gehst und fünf bis zehn x-beliebige Beiträge („Tweets“) weiterleitest („retweeten“).

Das war’s, mehr musst du nicht tun.

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