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Self-Care: Mehr als Schaumbad und Schokolade

Self-Care ist kein von Bloggern erfundener Trend. Es geht vielmehr um eine persönliche Lebenseinstellung, den eigenen Selbstwert und die kleinen alltäglichen Dinge im Leben.

Bloß eine leere Modephrase?

Es gibt Tage, an denen wir erschöpft nach Hause kommen – mit den Gedanken noch ganz woanders. Alles ist irgendwie zu viel, der Kalender voller Termine, ein Lifestyle „on the go“. Besonders im stressigen Alltag passiert es leicht, unsere eigenen Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Das geschieht meist schleichend und unterbewusst. Wir verzichten auf das Mittagessen, finden keine Zeit mehr für Sport und vernachlässigen auch unsere privaten Kontakte. Dabei ist es gerade in solchen Situationen wichtig, uns selbst genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Das zu tun, was uns guttut.

Die Rede ist von Self-Care. Blogger posten unter diesem Hashtag fleißig Fotos von Chocolate Lava Cakes, Designer-Handtaschen und Glitzer-Badesalz. Eine bunte Sammlung aus überwiegend materiellen und ästhetischen Dingen. Dabei wird oft vergessen, dass sich hinter dem Begriff Self-Care eigentlich etwas ganz anderes verbirgt. In erster Linie geht es nämlich darum, die eigene Gesundheit zu fördern und Entscheidungen bewusst zu treffen. Das Ziel von Self-Care ist es, sich ein Leben aufzubauen, von dem man sich nicht regelmäßig erholen muss.

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Bewusste Entscheidungen treffen

Unter Selbstpflege, so der deutsche Begriff, versteht man grundlegende überlebenssichernde Maßnahmen wie genügend Essen und Trinken, aber auch Handlungen, die unsere psychische Verfassung stärken. Es geht um Dinge, die wir vermutlich oft nebenbei tun, ohne ihnen viel Beachtung zu schenken. Und genau das ist der Punkt: Indem wir Dinge bewusst tun, machen wir sie bedeutsam.

Auf ein Glas Wein mit Freunden treffen oder doch lieber früh schlafen gehen, um den nächsten Arbeitstag zu überstehen? Eine ganze Tafel Schokolade essen oder besser auf gesunde Snacks zurückgreifen? In gemütlicher Runde eine Zigarette rauchen oder endlich damit aufhören? Die bewusste Entscheidung, für oder gegen etwas, macht Self-Care aus. Und was wir in diesem Moment brauchen, können wir nur entscheiden, wenn wir darüber nachdenken.

Sicherlich gehört zu Self-Care auch, sich hin und wieder ein Schaumbad oder eine Maniküre zu gönnen. Sich Zeit zu nehmen, um durchzuatmen. Das Handy auszuschalten und in seinem Lieblingsbuch zu lesen. Aber was ist der Sinn von dem Ganzen, wenn wir uns nicht mit dem eigentlichen Grund, der den Stress verursacht, auseinandersetzen? 

Am Ende des Tages geht es darum, auf uns selbst zu achten, körperlich und mental. Und auch um die Entscheidung, die beste Version unserer selbst zu sein. Und die werden wir auf lange Sicht nicht in einem heißen Schaumbad voller sprudelnder Badebomben finden. 

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