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6 Serien, mit denen ihr den Winter übersteht

Die kalte Jahreszeit ist da. Das einzig Positive daran: Wir haben viel Zeit für neue Lieblings-Serien. Sechs heiße Tipps aus der Redaktion.

 

Hallo Winter!

Wir sind ganz ehrlich: Der Sommer ist ins Wasser gefallen und schon ist der Winter da. Aber wir versuchen, es positiv zu sehen: Regen und Schnee heißt schließlich auch unerwartet viel Zeit für Serien. Für euch haben wir deshalb die derzeitigen Lieblinge der Redaktion zusammengestellt. Happy Binge Watching!

I love Dick

Das Buch I Love Dick der amerikanischen Autorin Chris Kraus ist schon 20 Jahre alt und gilt als einer der großem feministischen Manifeste der 1990er Jahre. Und tatsächlich steht die Serie dem Buch in Nichts nach. Worum es geht? Die Filmemacherin Chris begleitet ihren Schriftsteller-Mann zu einer Sommerresidenz an eine Uni mitten im Nirgendwo. Dort lernt sie den Professor und Künstler Dick kennen – und entwickelt eine sexuelle Obsession für ihn. Sie fängt an ihm Briefe zu schreiben. Und eben diese Briefe sind pures feministisches Gold. Das einzig Traurige: die letzten 20 Jahre haben „I love Dick” nichts an Aktualität genommen, Frauen wird ihr Recht auf sexuelle Lust von der Gesellschaft immer noch abgesprochen. Umso wichtiger, dass diese Serie einmal mehr deutlich macht, wie dringend wir ein neues, vielseitigeres Geschlechterbild brauchen.

Please like me

John ist schwul – bis ihm das seine Freundin am Anfang der ersten Folge der wundervollen australischen Serie „Please like me” sagt, hat er sich das allerdings selber nicht eingestanden. Mit viel Humor wird von da an die Geschichte seines Coming-Outs, seiner ersten Dating-Erfahrungen und seiner liebevoll verrückten Freunde und Familie erzählt. Dabei scheut sich die Serie nicht vor schwierigen Themen: Es geht auch um Depressionen und das Leben damit. „Please like me“ ist oft unglaublich komisch, manchmal zum Kopfschütteln verschroben und dabei herzerwärmend ehrlich. Nach der ersten 30-minütigen Folge wisst ihr, was wir meinen.

This is us

Seit Jess und Rory Schluss gemacht haben, haben wir darauf gewartet, dass Milo Ventimiglia in die Serienlandschaft zurückkehrt. Mit „This is us” ist dieser Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Die Serie erzählt die Geschichte dreier Geschwister: zwei leibliche und ein Adoptivbruder. Alle drei sind am gleichen Tag geboren. Der Erzählstrang springt immer wieder zwischen der heutigen Zeit und ihrer Kindheit in den 1980er Jahren. Wir begleiten die drei beim Erwachsenwerden, mit allem was dazu gehört. Wer Lust auf eine herzerwärmende Familiengeschichte hat, wird bei „This is us” auf jeden Fall auf
seine Kosten kommen.

Gypsy

„Gypsy” ist eine Serie für alle, die es düster mögen. Die Psychotherapeutin Jean (gespielt von Naomi Watts) führt eigentlich ein sehr harmloses Familienleben in einem Vorort von New York. Ihr Mann ist Anwalt, sie selbst arbeitet als Therapeutin in einer Gemeinschaftspraxis in der Stadt. Schnell wird aber klar, dass Jean nicht wie die anderen Mütter in diesem Vorort ist. Von Folge zu Folge erfährt man mehr über ihre Vergangenheit. Gleichzeitig lernt man ihre Patienten besser kennen – denn Jean interveniert in deren Leben, in dem sie mit einer anderen Persönlichkeit in das Leben derjenigen Personen tritt, wegen der ihre Patienten in Therapie sind. „Gypsy” wirft die Frage auf, wer wir wirklich sind. Wer die Antwort verträgt, dem sei die Serie sehr ans Herz gelegt.

House of Cards, Staffel 5

Nach der letzten Staffel House of Cards waren wir uns eigentlich einig: Spannender und abgedrehter kann es eigentlich nicht mehr werden. Staffel 5, die seit einiger Zeit auf Netflix zu sehen ist, hat uns eines Besseren belehrt. 13 Folgen lang wird intrigiert, gekämpft und an den Fallstricken der Macht gezogen. Gerade für alle Robin Wright / Claire Underwood Fans ist diese Staffel ein absolutes Muss.

Handmaid´s Tale

„The best thing you watch this year”, so titelte der Guardian
schon Ende Mai, also gut sieben Monate bevor das Jahr zu Ende geht. Und was
sollen wir sagen: Es stimmt. The Handmaid´s Tale zeichnet eine düstere, aber in
Zeiten von Donald Trump für viele eben doch gar nicht so unrealistischen
Dystopie einer Gesellschaft, in der junge Frauen als Dienerin die Kinder für
die obererste Gesellschaftsschicht austragen. Die Serie, nach der Buchvorlage
der preisgekrönten Schriftstellerin Margaret Atwood aus dem Jahr 1985, nimmt
uns mit in eine düstere Zukunft und erinnert uns daran, dass wir jetzt aktiv
werden müssen.

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