Foto: Tory Burch

Tory Burch: Unternehmerinnen sollten sozialen Wandel anstoßen

Modedesignerin Tory Burch hat in nur zehn Jahren ein globales Unternehmen aufgebaut. Jetzt unterstützt sie andere Gründerinnen mit einer Stiftung.

 

In zehn Jahren zur Milliardärin

In nur zehn Jahren hat die amerikanische Designerin Tory Burch ein Modeimperium aufgebaut: Ihre Kollektionen verkauft sie in über 120 eigenen Läden und über 1.000 ausgewählten Geschäften weltweit und in Luxury-Online-Stores. 800 Millionen Dollar hat ihr Label im vergangenen Jahr umgesetzt: mit verspielten Boho-Kleidern, Taschen und dem berühmten Ballerina-Schuh „Reva“, den sie nach ihrer Mutter benannte und der ihr 2006 zum Durchbruch verhalf. Nur sieben Jahre später schaffte die studierte Kunsthistorikerin den Sprung auf die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt.

„Erfolg ist für mich eine glückliche Familie, glückliche Kinder”, so Burch im Interview mit der Journalistin Moira Forbes. Ihre Söhne und ihre Stieftöchter kommen immer zuerst, alles andere muss hinten anstehen. Die 48-jährige Amerikanerin ist im Herzen eine echte Familienunternehmerin: Sie nennt ihre Eltern als größten Einfluss auf ihren Geschmack und ihr Design und denkt Familie und Unternehmen als ein Business, das sich gegenseitig beflügelt. 

Die Bedeutung von Beziehungen voran zu stellen, beschreibt sie als ihr wichtigstes Talent: „Ich kann gute Mitarbeiter erkennen.” Als sie ihr Label 2004 gründete, warb sie Brigitte Kleine, zu diesem Zeitpunkt President bei Michael Kors, ab um ihre Geschäfte zu führen. „Brigitte wurde damals gesagt, sie würde ‚Career Suicide‘ begehen”, erzählt Burch. Doch sie überzeugte Kleine: Bis heute ist sie President in Burchs Unternehmen und hat eine entscheidende Rolle dabei gespielt, das Fashion-Startup in nur zehn Jahren zu einem Branchenriesen aufzubauen.

Eine Stiftung für Gründerinnen

Ihre eigene Erfahrung als Mutter von drei Kindern ist für die Selfmade-Milliardärin ausschlaggebend gewesen, um 2009 die „Tory Burch Foundation” zu gründen. Die Stiftung unterstützt Gründerinnen und ihre Familien mit Darlehen, Mentoring-Programmen und Kursen für Entrepreneure. „Ich habe so viele Frauen gesehen, die für ihre Kinder ihre Arbeit unterbrochen haben und Probleme hatten zurückzukommen“, erklärt Burch ihre Motivation, Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen,  „Ich kenne das aus eigener Erfahrung, denn zu dem Zeitpunkt, als ich drei Jungs jünger als vier Jahre hatte, konnte ich Familie und Beruf schlicht nicht vereinbaren.”

Zu wenige Unternehmer nutzten bislang ihre Organisationen als Plattformen, um soziale Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen abseits ihrer eigenen Geschäftsideen anzustoßen, führt Burch ihr Anliegen weiter aus – das sei für sie Macht. Dass Frauenförderung bisweilen als wohltätiger Zweck verlacht wird, weist die Modedesignerin klar zurück: „Frauen bei Gründungen zu unterstützen ist nicht Charity, es ist ein Investment und es ist Empowerment.”

Für Tory Burch war der beste Rat, als sie sich entschloss ihre Karriere im Marketing für die ersten eigenen Modeentwürfe zu beenden: „Schnall dich an, es wird eine Menge Arbeit sein. Du brauchst eine Vision – zieh sie durch.” Nun gibt sie selbst ihr Wissen an Menschen weiter, die ihre Ideen auf eigene Füße stellen wollen. Auf der Website der Stiftung verrät sie die wichtigsten Ratschläge für Gründer.

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