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5 psychologische Tricks, mit denen erfolgreiche Menschen sofort bekommen, was sie wollen

Manche Menschen besitzen so viel Charisma, dass sie scheinbar alles bekommen, was sie möchten. Unser Partner Business Insider verrät, mit welchen Tricks man ebenfalls so charismatisch wird.

Erfolg, Anerkennung und Respekt

Es gibt Menschen, die einen Raum betreten und direkt jeden für sich gewinnen. Sie haben die Fähigkeit, mit ihrer Ausstrahlung und ihrem Charisma innerhalb kürzester Zeit andere für ihre Zwecke einspannen zu können.

Diese Menschen müssen sich scheinbar gar nicht großartig bemühen, sondern es geschieht ganz natürlich:

Erfolg, Anerkennung und Respekt scheinen ihnen nur so zuzufliegen.

Tatsächlich ist es gar nicht mal so schwierig, genau das zu lernen — selbst, wenn ihr nicht von Natur aus Charismatiker seid.

Es genügen ein paar psychologische Tricks, mit denen ihr euer Umfeld auf subtile Art und Weise beeinflussen könnt — im Grunde sind wir Menschen nämlich in manchen Bereichen ziemlich einfach gestrickt und fallen auf die gleichen Dinge herein.

In seinem Buch „Die Karrieresau — Erfolg ist kein Zufall“ verrät der Arzt, Verhandlungsberater, Unternehmer und Bestsellerautor Adel Abdel-Latif, mit welchen Kniffen ihr euch zum Menschenmagneten entwickeln könnt.

Nathalie Gaulhiac von unserem Partner Business Insider hat sich mit ihm unterhalten und verrät euch seine besten Tricks.

1. Reziprozität: Das Paten-Prinzip vom Geben und Nehmen

Das Wort „Reziprozität“ klingt zunächst kompliziert, bedeutet aber einfach, dass ihr bei einer Zielperson den Wunsch eines Ausgleichs provozieren solltet. In Abdel-Latifs Worten: „Man sollte einen Gefallen nicht umsonst tun.“

„Ich tu dir etwas Gutes, erinnere dich aber unmittelbar daran, dass Du mir in der Zukunft, wenn ich es von Dir verlange, auch etwas Gutes tun solltest“, erklärt der Experte das Prinzip.

Dieses Prinzip sei gerade deshalb besonders mächtig, weil es andere Menschen in der eigenen Schuld stehen lässt. Dabei benötige man jedoch ein gewisses Maß an Empathie und eine gehörige Portion Charme. Schließlich muss man der Zielperson vermitteln, dass man etwas im Gegenzug erwartet, sollte dabei aber keinesfalls zu dreist oder gar unhöflich wirken. „Bei charismatischen Erfolgsmenschen ist dieses Geben und Nehmen Gang und Gäbe.“

Ist es moralisch verwerflich, im Gegenzug etwas zu verlangen? „Nein, schließlich kann jeder entscheiden, ob er den angebotenen Gefallen annehmen und sich so in die Schuld des anderen begeben möchte oder nicht.“

2. Soziale Bewährtheit: Was andere gut finden, ist gut

Auch ihr bleibt von der sozialen Bewährtheit nicht verschont, selbst wenn es euch vielleicht nicht bewusst ist. Im Grunde sind wir Menschen vergleichbar mit Herdentieren: Was andere gut finden, finden wir auch gut — es ist das Prinzip, auf dem Trends basieren.

Das ließe sich laut Abdel-Latif nicht nur auf die Mode anwenden, sondern auch auf die Geschäftswelt — zum Beispiel im Vorstellungsgespräch. Habt ihr tolle Referenzen von einflussreichen Personen, mit denen ihr glänzen könnt, solltet ihr sie unbedingt erwähnen oder ein Empfehlungsschreiben mitbringen. Seid nicht bescheiden!

„Ihr dürft euch schon in diesem Licht sonnen“, rät der Autor. „Damit könnt Ihr euren Wert steigern, die Menschen von euch überzeugen und sie in euren Bann ziehen.“

3. Sympathie: Sympathieträger können sich besser durchsetzen

Eines der Hauptkriterien, die einen Charismatiker ausmachen, ist die Sympathie. Abdel-Latif hat sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, welche Eigenschaften Menschen sympathisch machen und wie diese Punkte gezielt zum eigenen Vorteil eingesetzt werden können. Dabei stachen folgende vier Punkte heraus:

a) Attraktivität

Attraktive Menschen sind sympathischer — dessen ist sich Abdel-Latif sicher. Aber was heißt es, attraktiv zu sein?

„Für mich hat Attraktivität nichts mit der Schönheit im klassischen Sinne zu tun“, erklärt er. „Es geht vielmehr um die Ausstrahlung. Und die bekommt man unter anderem durch die Kleidung, den Style oder auch durch die Art, wie man spricht.“

„Ich unterscheide da zwischen dem Model und dem Rockstar. Das Model ist eher der Ästhetiker, der sich sehr klassisch und schön kleidet. Und dann gibt es den Rockstar. Er ist auch attraktiv und gepflegt, aber extravaganter und auffälliger. Er trägt keine Krawatte, hat eher einen wilderen Style und trägt eine zerzauste Frisur oder eine Glatze… dieser Freak macht neugierig und zieht die Leute so in seinen Bann.“

b) Ähnlichkeit

Menschen, die uns ähnlich sind, ähnliche Hobbies haben oder sich für den gleichen Sportverein begeistern, wirken auf Anhieb sympathischer. „Darum ist es auch in der Geschäftswelt wichtig, sich mit den privaten Interessen des Gegenübers zu beschäftigen.“

Wenn ihr also das Gespräch in eine persönliche Richtung lenkt, solltet ihr diese Gemeinsamkeiten ansprechen — es wird euch zugutekommen. „Wenn Sie Gemeinsamkeiten haben und sich darüber unterhalten, wirken Sie direkt sympathischer.“

c) Komplimente

Vorsicht — bloß kein Arschkriechen! „Es gibt einen Unterschied zwischen Kompliment und Arschkriecherei“, warnt Abdel-Latif. „Ein Kompliment ist immer auf etwas Faktisches bezogen. Wenn ich einen Vortrag lobe und sage, er hat mich sehr inspiriert, ist das ein Kompliment. Wenn ich sage ‚Sie sehen heute besonders gut aus‘ ist das Arschkriecherei – und die stößt definitiv ab!“

d) Positivität

Klar: Negative Menschen haben keine positive Ausstrahlung und wirken nur selten sympathisch. Der Teufel steckt im Detail, und es fängt schon im Gesicht an. „Für mich gibt es einen Unterschied zwischen einem aufrichtigen Lächeln und einem subtil ekligen Grinsen“, erklärt Abdel-Latif.

Ihr ahnt sicherlich schon, worauf es ankommt: Lächelt mit euren Augen. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist George Clooney. „Viele Leute unterschätzen das. Ein Grinsen, das die Augen nicht erreicht, wirkt genau gegenteilig: Es ist gekünstelt und macht euch unsympathisch.“ Das richtige Lächeln könnt ihr einfach vor dem Spiegel üben. „Profis können das auf Knopfdruck.“

4. Autorität: Wissen, wo es langgeht

Ob ihr autoritär wirkt oder nicht, könnt ihr selbst steuern und euch antrainieren. „Zum Beispiel, indem ihr den Raum einnehmt, in der Mitte des Raumes steht und eine bestimmte Dynamik ausstrahlt.“ Denn Autorität geht besonders über die Körpersprache. Tipps für eine selbstbewusste Körpersprache findet ihr in seinem Buch „Die Karrieresau“.

Ebenfalls wichtig: Humor kommt gut an, doch zu viel des Guten ruiniert eure Glaubwürdigkeit und Autorität. „Ich kenne keinen autoritären Menschen, der ein Spaßvogel ist“, erklärt der Bestsellerautor. „Ihr seid jemand, der mit beiden Beinen fest im Leben steht, und nicht der Klassenclown, der zwar beliebt ist, weil er alle bespaßt, aber ansonsten nicht ernst genommen wird.“

Auch das Wörtchen „Nein“ hat viel mehr Macht, als ihr vielleicht denkt. Selbst wenn all eure Kollegen einer Meinung sind, solltet ihr den Mut besitzen, auch mal „Nein“ zu sagen und Kritik zu äußern. Schweigt nicht in euch hinein, wenn euch etwas nicht passt. Denn nur so kommt ihr weiter und erntet Anerkennung. „Wer immer mit der Herde mitgeht, wird nie zum Alphatier aufsteigen.“

5. Knappheit: Wenn ihr euch rar macht, steigert es euren Wert

Steht eine einzige Handtasche im Schaufenster eines Luxusgeschäfts, macht sie das besonders begehrenswert. „Was selten ist, ist interessant.“

Auch wenn man sich als Person rarmacht, wirkt man laut Abdel-Latif interessanter. „Ihr müsst nicht an unnötigen Meetings teilnehmen, nur um dabei zu sein, wenn ihr eigentlich darauf verzichten könntet. Ihr müsst nicht jedes Mal mit den Kollegen in die Kantine essen gehen, wenn jemand den Vorschlag macht.“

Das funktioniert auch in einem kleineren Rahmen, wie Abdel-Latif erklärt. Auch wenn man eine SMS, WhatsApp-Nachricht oder E-Mail bekommt, müsse man nicht direkt in der nächsten Minute antworten. „Dadurch demonstriert man Zeitknappheit, was wiederum interessant macht, da sich die anderen um eine Audienz bei euch bemühen müssen.

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