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Sechs Sofortmaßnahmen für einen entspannten Spagat zwischen Familie und Beruf

Das Leben mit Kindern und Job fordert viel Kraft und Organisationstalent – jeden Tag. Nadja hat aufgeschrieben, was ihr am meisten hilft, um die Übersicht zu behalten und den stressigen Alltag mit Kindern entspannter zu bewältigen.

 

Entspannt ist besser als perfekt

Der Spagat zwischen Familie und Job fordert uns tagtäglich. Um den stressigen Alltag mit Kindern entspannter zu bewältigen, habe ich euch meine sechs besten Sofortmaßnahmen zusammengestellt. Nachmachen ausdrücklich erwünscht!

1. Entspannt in den Tag starten – mit fokussiertem Zähneputzen

Mit einer ganz banalen Übung kannst du jeden morgen entspannt und ganz auf dich fokussiert in den Tag starten. Putze ab sofort jeden Morgen achtsam deine Zähne. Konzentriere dich beim Zähneputzen ganz auf diese Tätigkeit und nehme das Putzen deiner Zähne bewusst wahr. Achte dabei auf deine Körperhaltung, deine Zahnbürste, deine Zähne und das Zahnfleisch, die Bewegungen der Zahnbürste im Mund, die Armbewegungen, das Ausspülen und so weiter. Mit diesem Ritual schaffst du dir jeden Tag ein paar Minuten für dich. Sehr wichtig für einen guten Start in den Tag.

2. Aufkommenden Stress stoppen – indem du dich erdest

Sobald du das Gefühl hast, vor lauter zu erledigenden Aufgaben den Kopf zu verlieren, versuche dich schnell zu erden. Stelle dich hierzu mit beiden Beinen fest auf den Boden und stelle dir vor, wie du dort Wurzeln schlägst. So kannst du dich und deine flatternden Gedanken vom „Körperschwerpunkt Luft“ zum „Körperschwerpunkt Erde“ zurückholen. Falls du dich gerade in einem Meeting befindest, kannst du diese Übung natürlich auch im Sitzen machen. Funktioniert genauso gut.

3. Herrschendes Gedankenchaos ordnen – indem du dich für ein paar Minuten zurückziehst

Wenn deine Gedanken sich im Kreis drehen und du in blinden Aktionismus zu verfallen drohst, dann ziehe dich für ein paar Minuten an einen stillen Ort – sehr gut geeignet ist das „stille Örtchen“, woher dieser Name wohl kommt  – zurück. Erde dich dort in Ruhe oder führe eine andere Entspannungsübung durch. Falls du kleine Kinder hast, die dir auf Schritt und Tritt folgen, besteche sie zuvor mit einem Eis, lasse sie ausnahmsweise kurz fernsehen und/oder bringe sie an einen sicheren Ort (eigenes Bettchen, Laufstall )…!

4. Die Zeitknappheit in den Griff bekommen – mit genügend Zeitpuffern

Packe weniger Aufgaben und Aktivitäten in deinen Tag. Als arbeitende Mama bist du mit der Verteilung deiner Zeit sicher schon am Limit. Eins, zwei unvorhergesehene Ereignisse werfen deine Zeitplanung schnell über den Haufen und du gerätst in Stress. Deshalb ist es für dich als Mama besonders wichtig, genügend Zeitpuffer einzuplanen. Freie Zeit kannst du dir schaffen, indem du beispielsweise etwas früher aufstehst (ja, ich hasse es auch) oder deine Kinder länger von anderen betreuen lässt. Langfristig gesehen ist natürlich auch weniger Arbeiten eine gute Möglichkeit ;-).

5. Unwichtige Arbeiten abgeben – mit gutem Gewissen und Gelassenheit

Vor allem wir Frauen neigen dazu, alles selbst machen zu wollen. Der hohe Anspruch an uns selbst und der innere Drang, immer perfekt sein zu wollen – sowohl als Mama als auch im Beruf – führt dazu, dass wir ungern Aufgaben abgeben. Doch gerade eher unwichtige Aufgaben wie die Hausarbeit können genauso gut deine Familienmitglieder und/oder eine Putzhilfe mit übernehmen. Auch beim Einkaufen kannst du dir helfen lassen und einige Produkte einfach online bestellen. Die wertvolle Zeit, die du dadurch gewinnst, schenkst du nun deinen Kindern, deinem Mann oder einfach dir selbst.

6. Entspannt den Tag beenden – mit einer Aufgabenliste für den nächsten Tag

Erstelle jeden Abend eine Aufgabenliste für den nächsten Tag. So schaffst du es, deinen Kopf frei zu bekommen. Denn was auf der Liste steht, brauchst du nicht im Kopf zu behalten. Das hilft dir ungemein, entspannt in den Restabend und hilft, in die Nacht zu starten. Und falls dir danach noch etwas wirklich Dringendes und Wichtiges einfällt, dann schreibe es sofort mit auf die Liste (auch nachts).


Dieser Artikel erschien zuerst auf Mama im Spagat. Wir freuen uns, dass wir ihn hier veröffentlichen können.


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