Foto: Lufthansa

Simone Menne: Ich will CEO eines Dax-Konzerns werden

Keine falsche Bescheidenheit. Wer Veränderung will, muss sie selbst vorantreiben, sagt die Lufthansa-Finanzvorständin Simone Menne.

 

Deutschland hinkt hinterher

Simone Menne, seit 2012 im Vorstand der Lufthansa für den Bereich Finanzen zuständig, glaubt, dass 2017 die erste Frau in Deutschland CEO eines DAX-Konzern werden könnte. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat die Managerin ganz offen über ihre eigenen Ziele gesprochen.

„Es gibt viele schöne Unternehmen in Deutschland, ich kann mir einige vorstellen”, antwortete sie auf die Frage nach ihrem Wunschunternehmen. Die 54-Jährige stellte sich der Ausrede, dass es bislang keine weibliche CEO bei den deutschen DAX30 gibt, da qualifizierte Managerinnen fehlten, energisch entgegen: „Mir fallen viele Kandidatinnen ein.”

Auch als Top-Managerin weiter lernen

Auch dass es Frauen am Willen mangelt, Konzerne zu führen, glaubt Simone Menne nicht. Sie kritisiert Stereotype, räumt aber auch damit auf, dass Frauen untereinander solidarischer seien. Frauen seien in ihrem Karrierewillen nicht anders als Männer, so Menne. Für alle Geschlechter gelte das gleiche: Wer aufsteigen wolle, müsse härter arbeiten als andere und bereit sein, sich unbeliebt zu machen.

Falsch findet sie, „Frauen oder Männer zu früh auf Top-Positionen zu hieven”. So erklärt sie das Scheitern von Frauen in DAX-Vorständen. Am Geschlecht habe es nicht gelegen, lediglich am Zeitpunkt. Dass man auch in der Vorstandsposition weiter lernen muss, hält Simone Menne für selbstverständlich: Seitdem sie Vorständin ist, lässt sie sich regelmäßig coachen. Zunächst jeden Monat, mittlerweile noch vierteljährlich.

Menne wollte zunächst Künstlerin werden

„Karrierewillen“ bedeutet für die Managerin übrigens nicht, dass jemand von vornherein bis an die Unternehmensspitze will. Berufspläne ändern sich und können sich entwickeln. Nach der Schule wollte Simone Menne Künstlerin werden. Doch auch als Künstlerin hätte sie die gleichen Ansprüche an sich selbst gehabt, wie jetzt in der Wirtschaft: „Mein Ziel bestand immer darin, eine Sache gut zu machen.” Ihr Ziel war damals die Ausstellung im Moma.


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