Foto: Brian Ach | TechCrunch | Flickr | CC by 2.0

Girlboss in Nöten: Nasty Gal hat Insolvenz angemeldet

Vergangene Woche hat Nasty Gal, der verboten coole Onlineshop der Self-Made Millionärin und Begründerin des #girlboss-Movements, Sophia Amoruso, Insolvenz angemeldet.

 

Vom Hobby zum Millionen-Unternehmen

„It’s been a wild ride“ – mit diesen Worten reagierte Sophia Amoruso, die 32-jährige Gründerin des ehemals millionenschweren Onlineshops „Nasty Gal“, als sie von der Insolvenz ihres Unternehmens erfuhr. Das 2006 gegründete Label begann mit einem kleinen Store bei Ebay, wo sie Vintage Mode mit viel Kreativität präsentierte und verkaufte. Dank eines langweiligen Security-Jobs fand die damals 22-jährige die Zeit und Muse, in dem Projekt aufzugehen. Mit Geduld und Herzblut setzte sie alles daran, die perfekten Fotos zu schießen, das richtige Styling zu finden und ihre Kundinnen glücklich zu machen. Ein Projekt, das Sophia zu einer der jüngsten Richest Self-Made Women des Forbes Magazins machte und ihr den Titel der „Cinderella of tech“ (New York Times) bescherte.

„I’m a creative. I’m a brand-builder. I’m a rainmaker. I’m a pretty good marketer, but that’s not something I want to do every day.”

Mit diesen Worten erklärte sie Forbes ihren Rücktritt als CEO im letzten Jahr. Das Zepter übergab sie der früheren Geschäftsführerin des Fitnesslabels Lululemon, Sheree Waterson – nun wird sie auch als Vorstandsvorsitzende zurücktreten. Das Unternehmen war nicht in der Lage Kapital zu sichern oder einen Käufer zu finden. „It was my first business and I got really far (…) Filing for bankruptcy is actually the most responsible decision for the business.” erklärte die Gründerin mit Tränen in den Augen, als sie bei der Australia’s Business Chicks Konferenz in Sidney davon erfuhr.

Bye Bye Nasty Gal? Nicht so voreilig!

Aber: Nasty Gal bleibt bestehen! Waterson gab noch letzte Woche in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Kunden des Onlineshops nicht von den Schwierigkeiten beeinflusst würden. „We expect to maintain our high level of customer service and emerge stronger and even better able to deliver the product and experience that our customers expect and that we take pride in bringing to market.”

Und Sophia? Die bleibt stark beschäftigt: Aus ihrem 2014 erschienen Buch #girlboss in dem sie ihre Erfolgsgeschichte beschreibt wurde in kürzester Zeit eine ganze Bewegung. Inzwischen gehören ein eigener Podcast und ab 2017 eine eigene Serie bei Netflix dazu. Im Oktober veröffentlichte sie ihr zweites Buch „Nasty Galaxy“  – ein inspirierender Bildband gefüllt mit Zitaten, Fotografien, Illustrationen und Kommentaren der Powerfrau.

Auch wenn es im Momant also nicht so rosig um den hippen Onlineshop aussieht, müssen wir uns um unseren Lieblings-Girlboss keine Sorgen machen!

Artikelbild: TechCrunch | Flickr | CC by 2.0

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