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Don’t touch my hair: Ich bin es leid, dass mir fremde Leute in die Haare fassen

Die meisten Schwarzen Menschen in Deutschland eint eine merkwürdige Erfahrung: Fremde Menschen greifen uns ganz selbstverständlich in die Haare. Nach dem letzten Vorfall entschied ich mich dazu einen Text darüber zu schreiben, warum ich es leid bin und warum Afrohaar politisch ist.

Nur gucken, nicht anfassen!

Vor ein paar Wochen hat mir mal wieder jemand ohne Vorwarnung in die Haare gefasst. Ich kannte die Person nicht, aber sie hat mich dabei freudig angegrinst und sich mit den Worten „Jetzt konnte ich mich doch nicht zurückhalten” ‚entschuldigt‘. Es war nicht das erste Mal und wird wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal sein – und genau deshalb habe ich mich dazu entschlossen, einen Text über Haare zu schreiben. Nicht über Haare im allgemeinen, sondern über Afrohaare, „Black Hair“, krauses Haar, also meine natürlichen Haare und all die verschiedenen, traditionellen Flechtfrisuren, die daraus entstehen können.

Meine Haare sind für mich Thema, seitdem ich denken kann. Ich erinnere mich noch an die Tage zurück, als ich zwischen den Beinen meiner Mutter gesessen habe und sie sich mit viel Mühe durch meinen widerspenstigen Afro gekämpft hat. Diese Haarwaschtage waren für mich eine Qual, weil wir damals nicht die richtigen Produkte zur Hand hatten, um das Entwirren der Knoten erträglich zu machen. Meine Mutter ist Deutsche und sie ist weiß. Sie hat schöne, große, braune Locken, die ihr elegant auf die Schultern fallen, wenn sie sie aus ihrem Zopf löst. Als Kind wollte ich unbedingt ihr Haar haben oder das einiger meiner weißen Freundinnen. Ich habe nicht verstanden, warum ich mit diesem schmerzhaften Wischmop gestraft wurde, warum ich anders sein musste, als der Großteil der Kinder in meiner Schule, meinem Haus und auch anders als die deutsche Gesellschaft, in der ich aufwuchs.

Ein ständiges Gefühl der Andersartigkeit

Mitschüler und vorbeigehende Fremde auf der Straße haben es damals für mich nicht einfacher gemacht, mich dazugehörig zu fühlen. Meine Haare anzufassen hat schon damals bei vielen Menschen eine befremdliche Faszination ausgelöst, die ich bis heute nicht wirklich nachvollziehen kann. „Fühlt sich an wie Wolle“, „wie ein Schaf“, oder „Stacheldraht“ sind nur ein paar der Vergleiche, die ich in meinem Leben gehört habe. Eine Erfahrung, mit der ich nicht alleine dastehe.

Als ich mich für meinen Text mit meiner Freundin Kelly unterhielt, die ursprünglich aus Ghana stammt, aber in Deutschland aufgewachsen ist, erzählte sie mir, dass sie natürlich auch dieses „Ständig-durch-die-Haare-Wuscheln” kennt. Auf die Frage, wie es ihr als Kind ergangen ist, wenn ihre weißen Freundinnen zum Beispiel in der Öffentlichkeit in ihre Haare gefasst haben, antwortet sie mir, dass sie sich dabei nicht wohl gefühlt habe. „Sie haben daraus eine Sensation gemacht. Und zeigten mir so, dass ich anders bin. Wenn wir draußen unterwegs waren, haben dann natürlich auch andere Menschen, Erwachsene zu uns rübergeschaut und gegafft. Ich war wie so ´ne Attraktion, ein Tier im Gehege, das man auch streicheln kann.“

„Für mich bist du gar nicht Schwarz“

Das kleine Wörtchen „anders“ weckt unangenehme Erinnerungen in mir.
Weil sie selbst nie davon betroffen waren, weil Weißsein in Deutschland immer als normal, als der Status Quo gilt, unterschätzen viele weiße Menschen in Deutschland, wie gefährlich der Wunsch nach Anpassung für Minderheiten werden kann. Einfach nur „normal“ sein, nicht unnötig auffallen, ob positiv oder negativ, ist vor allem für Kinder ein unglaublich wichtiges Anliegen, für das sie auch bereit sind, einiges auf sich zu nehmen. Dazu später mehr.

Jetzt könnte man natürlich argumentieren,  dass die oben genannten Fälle Ausnahmen seien, dass ich das doch nicht so streng nehmen solle, es seien ja schließlich Kinder – aber dieses Verhalten, diese Mikroaggressionen, machen nunmal auch vor Erwachsenen nicht Halt. Mikroaggressionen, das beschreibt kleine, alltägliche, degradierende Äußerungen. Also zum Beispiel, wenn mich mein Arzt in Wilmersdorf fragt, wie es denn sein kann, dass ich so gut Deutsch spreche, oder mich weiße Männer nur ansprechen, weil sie „schon immer Mal ’ne Schwarze ausprobieren wollten“. Es ist die Annahme, dass ich nicht aus Deutschland kommen kann und die ständige Nachfrage „ Wo ich denn jetzt wirklich her sei“. Als „mixed“ Frau  ist es auch der ständige Versuch von manchen weißen Menschen mich gegen meine dunkelhäutigeren Brüder und Schwestern auszuspielen. So nach dem Motto: „Na wenigstens bist du nicht eine von denen“, oder aber auch „Celia, für mich bist du gar nicht Schwarz“.

Meine Haare, meine Entscheidung

Es scheint, als hätten vor allem Betrunkene eine unverhältnismäßige Faszination für Afrohaare und da ist es egal, ob Mann oder Frau: Anfassen wollen sie sie alle. Versteht das bitte nicht falsch. Ich habe kein Problem damit, wenn mich jemand höflich fragt, ob er mal die Struktur meiner Haare erfühlen kann. Und wenn ich gut drauf bin, lass ich es auch zu. Nur muss das meine Entscheidung sein. Seit einiger Zeit trage ich meine Haare in Box Braids (enge geflochtene Zöpfe, auch Rastas genannt), die eine fast noch größere Anziehungskraft auf fremde Menschen ausüben. Klar, sind die interessant. Es ist ja auch eine Feinstarbeit, die bis zu sieben Stunden in der Herstellung beanspruchen kann.

An dieser Stelle sollte wahrscheinlich auch erwähnt werden, dass nicht all diese schönen Frisuren, mit denen wir herum laufen DreadLocks oder Rastas sind. Es gibt eine nicht enden wollende Fülle an Flechtfrisuren und Haarkreationen in der schwarzen Community, die zum Teil ihren Ursprung auf dem afrikanischen Kontinent haben und schon seit Jahrhunderten existieren: Cornrows, Twists oder Nubian Locks, um nur ein paar Beispiele zu nennen. In jedem Fall gilt auch hier: Nur kucken, nicht anfassen!

Wer beim Lesen denkt, ich solle mich nicht so anstellen, der darf gerne Mal das Umkehrspiel spielen und sich überlegen wie sie oder er es fände, wenn wildfremde Menschen ihr oder ihm einfach mal in die Haare grabbeln und damit in die persönliche Intimsphäre eindringen. Und das nicht vereinzelt, nicht alle Lichtjahre, sondern oft sogar mehrmals im Monat. Es ist eine Konstante, die sich durch mein Leben zieht, seitdem mir Haare auf dem Kopf wachsen.

Berliner Technoclubs – Das Ende der Höflichkeit

Kurz vor Weihnachten bin ich mit einem Kumpel hier in Berlin in einem Club gewesen. Er ist genau wie ich auch „mixed“. Einer seiner Elternteile ist weiß, der andere Schwarz und er trägt seine Haare als kurzen Afro. Zwei Leute haben mir im Laufe des Abends in die Haare gefasst und mich jedes Mal, wenn ich mich umgedreht habe, mit einem so sonnig, wohligen Lächeln angegrinst, als hätten sie mir gerade einen Gefallen getan. „Fühlt sich ja voll komisch, voll krass an,” schreit mir der eine Typ ins Gesicht, während ich ihn nur ungläubig anstarre.

Um dem Freund, der übrigens 1,95 Meter groß ist, einmal in die Haare zu fassen, hatte einer der Clubgänger sich sogar so richtig ins Zeug gelegt. Im Club auf der vollgepackten Tanzfläche, vorm Dj-Pult, springt er tatsächlich hoch, nur damit er einmal den Afro von meinem Begleiter anfassen kann – ungefragt natürlich. Einverständnis ist offensichtlich, wenn überhaupt, etwas für nüchterne Stunden. Dass Alkohol jegliche Hemmungen fallen lässt, ist ja bekannt, aber das ist auch keine Entschuldigung. Auf die Frage hin, wie er sich bei solchen Aktionen fühlt, die auch für ihn, keine Seltenheit sind, entgegnet er mir nur, dass es nervt. Auch als Mann mache man sich schließlich eine Frisur beim Ausgehen und die sei jetzt halt ruiniert.

Übrigens ist auch das ein weitverbreiteter Irrglaube: Ein Afro fällt nicht einfach so! Damit er so schön rund und „flauschig“ aussieht, muss er mit den richtigen Produkten gepflegt und zurecht gekämmt werden und das kann dauern. Wenn dann jemand die Arbeit einfach kaputt macht, weil er mal schauen will „ob die sich auch so geil anfühlen, wie sie aussehen“, ist das respektlos. Vor allem, weil man ja gar nicht weiß, wo sich die Hände vorher rumgetrieben haben. Dieses Verhalten beschränkt sich nicht nur auf Clubs und Betrunkene. Oft kann ich gar nicht schnell genug reagieren, wenn jemand alibimäßig fragt, ob er oder sie „mal anfassen darf“, viel zu schnell sind die Finger zwischen meinen Zöpfen.

Afrohaar ist politisch

Ich habe mich einmal umgehört, wollte wissen, welche Erfahrungen meine schwarzen Freunde, Bekannten und Kollegen mit ihrem Afrohaar und seinen Variationen in Deutschland gemacht haben. Schon einmal vorab gesagt: Auf die Frage, ob ihnen jemand Fremdes schon einmal in die Haare gefasst hätte, haben sie alle einstimmig und laut mit Ja geantwortet. Nicht eine oder einer musste überlegen.

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto klarer wurde mir, wie viel Unwissen tatsächlich herrscht. Mein Freund Thabo, er ist Südafrikaner und Deutscher, brachte es auf den Punkt, als er zu mir sagte: „Celia, die meisten weißen Menschen haben tatsächlich absolut keine Ahnung davon, was es bedeutet Afrohaare zu haben, geschweige denn davon Schwarz in Deutschland zu sein“. Keiner könne sich vorstellen, dass sich um „Black Hair“ ganze Narrative drehen, dass es politisch ist und es eben nicht „nur“ Haare sind.

Also warum ist das Thema Haare eigentlich ein so wichtiges für Schwarze Menschen? Es beginnt und endet nicht mit den Mikroaggressionen, denen wir regelmäßig ausgesetzt sind. Sie sind nur das Ergebnis einer Aneinanderreihung systematischer Diskriminierung, die bei der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents anfängt und dessen Nachwehen bis in unsere heutige Gesellschaft reichen. Ich bin immer sehr verwundert, wenn Menschen die Folgen von jahrelanger Versklavung und Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents als nicht mehr relevant abtun. Als würden die psychologischen und wirtschaftlichen Folgen solcher Ereignisse, die ja meist mit bloßem Auge nicht ersichtlich sind, von einem Tag auf den anderen von alleine verschwinden. Vor allem, wenn man sich, wie in Deutschland, kaum bis überhaupt nicht mit der eigenen Kolonialgeschichte auseinandersetzt.

Die Konsequenzen dieser Zeit der Unterdrückung lassen sich bis heute in unser aller Verhalten wiederfinden. Zum Beispiel auch darin, wie wir Schwarzen Menschen zu unseren Haaren stehen und zugleich wie sie von unserer Umwelt wahrgenommen werden, so absurd das für manche auch klingen mag. Lupita Nyong’o, eine kenianische Schauspielerin und Filmemacherin, beschreibt dieses Problem in einem Instagram Post, den sie veröffentlichte, nachdem ihr krauser Pferdeschwanz von dem Magazin Grazia UK, auf deren Cover wegretuschiert worden war:

„Wie ich in der Vergangenheit schon so oft deutlich gemacht habe, stehe ich mit jeder einzelnen Faser zu meiner Herkunft und meinem natürlichen Erbe. Obwohl ich damit aufgewachsen bin, dass helle Haut und glattes, weiches Haar der Inbegriff von Schönheit seien, weiß ich jetzt, dass meine dunkle Haut und mein krauses, lockiges Haar auch schön sind. Auf dem Cover einer Zeitschrift zu sein, freut mich deshalb, weil es mir die Möglichkeit bietet, anderen dunkelhäutigen, kraushaarigen Menschen – insbesondere Kindern – zu zeigen, dass sie schön sind, wie sie sind.“

Die Entgrenzung der Schönheit

Was viele Menschen nicht verstehen können, ist, dass Schwarzen Frauen und Women of Colour im allgemeinen jahrhundertelang von einer mehrheitlich weiß-geprägten Gesellschaft eingebläut wurde, dass das Schönheitsideal, dem es zu folgen gilt, das der weißen Frau ist: bestimmte Gesichtszüge, helle Haut, glattes Haar. Das hat bei Generationen junger Schwarzer Frauen weltweit dazu geführt, dass sie glaubten, ihr natürliches Haar und in manchen Fällen auch ihre Hautfarbe seinen nicht gut genug. Eine verkorkste Perzeption von Schönheit, die teilweise zu gesundheitsschädlichen, vermeintlichen Lösungen führen kann.

Viele Frauen gefährden regelmäßig ihre Gesundheit, um diesen eurozentrischen Look nachzuahmen. Das Zauberwort heißt Relaxer. Klingt entspannt oder? Einmal nach dem Waschen mit Plastikhandschuhen einmassieren, einwirken lassen und Tadaa: Fertig ist sie, unsere Walle Walle-Mähne. Oder? Was die meisten gar nicht wissen, Relaxer sind chemische Keulen, die nicht selten zu Verbrennungen und Verletzungen der Kopfhaut führen. Ein paar Sekunden zu lange drinnen gelassen und du ätzt dir die Kopfhaut weg. Relaxer gibt es überall und immer versprechen sie entkraustes, dauerhaft glattes und seidig glänzendes Haar. Die Realität sieht oft anders aus. Thabo beschreibt es ganz treffend: „Man erkennt bei relaxten Haaren eigentlich immer, dass es sich um eine unnatürliche Prozedur handelt”.

Das verschobene Schönheitsideal ist zum Beispiel auch ein Grund dafür, warum überall auf der Welt dunkelhäutige Menschen sich die Haut „bleachen“, um einen weißeren Look zu erreichen. Von Jamaika, über Nigeria bis zum Sudan, überall werden die hautschädlichen Cremes verkauft. Über Jahre hinweg wurden wir auch in den Medien immer nur mit einem bestimmten Bild von Schönheit gefüttert. Wenn sich hier und da mal eine Schwarze Frau in die Werbung oder in Filme verirrt hatte, dann hatte auch sie, Wig (Perücke) oder Weave (eingenähtes Echt- oder Kunsthaar) sei Dank, die langen, glatten, im Wind wehenden Haare. Das gilt für Beyoncé, Ashanti und selbst Michelle Obama, die übrigens ihre Haare in den acht Jahren Präsidentschaft ihres Ehemannes in der Öffentlichkeit nicht einmal in ihrer Naturkrause gezeigt hat. Die meisten weißen Menschen reagieren immer ganz schockiert, wenn ich ihnen sage, dass Beyoncé eigentlich fast immer eine Perücke trägt.

Das ist nämlich ein weiteres Problem, dass unser Haar oft Assoziationen hervorruft, die nicht immer unbedingt schmeichelhaft sind.

– Dreadlocks seien ungepflegt, nicht hygienisch.

– Rastas seien die Indikation dafür, dass jemand Weed rauche.

– Ein Afro sei entweder „besonders cool”, erinnere an jemand Berühmten, oder aber „komisch abstehend“.

Unterschwellige Vorurteile, die stetig weiter verbreitet werden. Erst in den letzten zehn Jahren hat es einen Umschwung gegeben und wir sehen jetzt auch endlich Schwarze Frauen mit ihren natürlichen Haaren in den Medien. Als Women of Colour bekommen wir oft gar nicht mit, wie wir dieses negative Selbstbild aufnehmen und dann auch unterbewusst reproduzieren.

Daddy, how come I don’t have good hair?

Als ich mir 2009 Chris Rocks Dokumentation: „Good Hair“ anschaute, habe ich das erste Mal verstanden, dass ich über Jahre hinweg von einem nicht zu erreichenden Schönheitsideal in meinem Kopf manipuliert worden war. In dem Film begibt sich der afro-amerikanische Comedian auf eine Reise durch die USA, bei der er herausfinden möchte, warum Schwarze Frauen so viel Geld ausgeben, um „gutes Haar“ zu bekommen. Er entschied sich diese Dokumentation zu drehen, weil seine dreijährige (!) Tochter ihn damals schon fragte: „Daddy, how come I don’t have good hair?” Gutes Haar, das bedeutet glattes, langes europäische Haar, nicht das krause, unbezähmbare Haar, das mir mein togolesischer Vater mitgegeben hatte. Diesem Irrglauben war ich viel zu lange erlegen. Als Teenager habe ich mir stundenlang die Haare geglättet. Nur um dann bei dem kleinsten Einfluss von Feuchtigkeit in der Luft festzustellen, dass mein Afro ein Eigenleben hat und sich nicht einfach so zähmen lässt.

Ähnliche Erfahrungen schildert mir auch Melissa, eine Freundin, die ursprünglich aus Simbabwe stammt, aber jetzt seit geraumer Zeit in Dresden wohnt. Als ich sie zum Thema Afrohaare und deren Bedeutung in der Schwarzen Community befrage, schickt sie mir, dankenswerterweise, fast ein eigenes Essay zu. Beim Durchlesen muss ich so einige Male schlucken, weil mir das alles nur allzu bekannt vorkommt. Sie erzählt mir, dass sie als Teenager sogar ihren Platz im Schwimmteam aufgegeben hat, obwohl sie Talent hatte, weil das Wasser ihre Naturkrause, die sie zu dem Zeitpunkt jede Woche glättete, zum Vorschein brachte. Man muss hierbei bedenken, dass sie in Simbabwe aufgewachsen ist. Ungefähr 12.616 km von mir in Berlin entfernt und trotzdem lassen sich manche unserer negativen Erfahrungen mit unseren Haaren eins-zu-eins austauschen. Wir haben es mit einem globalen Problem zu tun, das jetzt endlich ( ! ) so langsam aufgearbeitet wird.

Selbst Kinder nutzen gesundheitsschädigende Haarkuren

Auch in vielen Schwarzen Communities selbst herrscht ein großer Druck sich die Haare zu glätten, um mehr dem eurozentrischen Bild von Schönheit zu entsprechen. Es sehe professioneller und gepflegter aus. Eine enge Verwandte war letztens zu Besuch bei mir, und als ich ihr erzählte, dass ich im Moment meine Haare lieber in Braids trage als meinen Afro, hat sie mich ganz beiläufig gefragt, warum ich meine Haare eigentlich nicht relaxe. Der Gedanke, dass glattes, westliches Haar das bessere Haar ist, dass weiß besser ist als schwarz, hat sich durch jahrhundertelange Kolonialisierung in den Köpfen von People of Colour festgesetzt. Der Rassismus wurde soweit internalisiert, dass wir daran glauben, nicht das richtige Haar zu haben und manche sogar bei ihren Kindern gesundheitsschädigende Haarkuren benutzen, nur um einem Bild zu entsprechen, dass überhaupt nicht für sie und uns geschaffen wurde, und für das wir uns verbiegen müssen.

Um selbst noch mehr von den Mechanismen zu verstehen, setze ich mich mit Didiane, einer Kindheitsfreundin, in Verbindung. Ihre Eltern stammen, wie mein Vater, aus Togo. Sie ist im Osten Berlins aufgewachsen. Auch sie berichtet mir, wie sehr sie es sich als Kind und Teenager gewünscht hat normale Haare zu haben, glatte Haare. Sie erzählt mir, dass sie sich jahrelang nicht schön gefunden hätte, dass das Gefühl des nicht „Reinpassens“ zum Selbsthass geführt hat, aus dem sie sich die letzten Jahre langsam befreien musste. Hierfür muss ich sagen, war das Internet wahnsinnig wichtig. Für schwarze Frauen in Deutschland ist es dadurch leichter geworden Pflegetechniken für ihre natürlichen Haare kennenzulernen und auch Verbündete zu finden.

Die Natural-Hair-Bewegung

Ausgehend von den USA hat es in den letzten Jahren ein Umdenken gegeben. Die Natural-Hair-Bewegung, bei der es darum geht, dass schwarze Frauen ihre eigenen Haare lieben lernen wollen, breitet sich inzwischen auch international aus.

Heute ist es leichter für mich die richtigen Produkte und Informationen darüber, wie ich sie pflegen sollte, zu finden. Denn auch das war jahrelang ein Problem. Die richtigen Produkte für meine Haare aufzuspüren, war eine Qual, denn – oh Wunder – Garnier Fructis, und co. wurden nicht nur nicht für meine Haare geschaffen, sondern ganz im Gegenteil, sie schaden ihnen sogar. Die Natural-Hair-Bewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schwarze Frauen und auch Männer dazu zu ermutigen ihre Haare natürlich zu tragen. Im Zuge dieser Bewegung, haben auch immer mehr Unternehmen verstanden, dass es dafür einen Markt gibt und heutzutage kann man sogar, in ausgewählten Läden, Haarpflege-Produkte für Afrohaare finden. Unser Haar kommt in allen Formen und Farben daher, ist unglaublich vielseitig, und vor allem eins: wunderschön. Genauso wie die Flechtfrisuren, die wir tragen und die von alten Traditionen herrühren.

Es ist genug!

Weil so viele weiße Menschen dieses Problem nicht nachvollziehen können, neigen Schwarze Menschen in Deutschland dazu, und ich habe mich auch oft dabei ertappt, so ein Verhalten, dieses Eingreifen in die Privatsphäre und die Mikroagressionen zu tolerieren. Vielleicht sogar es in guter Onkel-Tom-Manier zu erklären, mitzulachen und letztendlich zu schweigen. Aber damit tut sich niemand einen Gefallen! Die Auffassung fast aller Menschen weißer Hautfarbe, die ich zu dem Thema befragt habe, war, dass sie nicht glauben bzw. wissen, dass diese Mikroagressionen existieren. Für Schwarze Menschen sind sie Teil ihres Alltags.

Sich selbst lieben und akzeptieren zu lernen. ist wahrscheinlich für jeden jungen Menschen ein schwieriger Prozess. Fehlende Selbstakzeptanz aufgrund der eigenen Haare ist ein Problem, mit dem Schwarze Frauen in Deutschland jedoch oft allein stehen. Dadurch, dass wir in Deutschland weniger sichtbar sind, werden unsere Probleme nicht thematisiert, oder uns wird häufig suggeriert, wir würden zu sensibel reagieren. „Ist doch nur Interesse! Freu dich doch!“ Das sind zwei Sätze, die ich mir in meinem Leben schon viel zu oft anhören musste.

Nein, ich entscheide, was ich für Interesse halte und was nicht. Und ich entscheide, was ich in meiner eigenen Nähe gestatte und was nicht und nein, es interessiert mich nicht, dass dein einer schwarzer Freund es voll dufte findest, wenn du ihm durch die Haare fährst.

Es ist unfassbar entmutigend, wenn deine Erlebnisse trivialisiert werden

Ich muss sagen, ich habe lange mit mir gerungen diesen Text zu beenden. Nicht weil es kein wichtiges Thema ist, sondern, weil Minderheiten gerne vorgeworfen wird, sich bestimmte Probleme nur einzubilden. Es gibt Menschen, die immer noch denken, dass es, obwohl sie nie von Rassismus betroffen gewesen sind, in Ordnung ist, anderen ihre Erfahrungen und Gefühle abzusprechen. Erlebnisse zu trivialisieren. Als betroffene Person gibt es nicht viel Frustrierendes und Entmutigendes! Es geht mir weder darum das Interesse an meiner Person oder an meinen Haaren von vornherein im Keim zu ersticken, noch habe ich zwingend ein Problem mit freundlichen, interessierten Fragen. Klar können sie ermüdend sein. Stichwort: Wo kommst du eigentlich wirklich her? Aber diese alltäglichen Attacken gegen mich und meine Haare, diese ständige Betatscherei, sind Teil meines Lebens, seit mir Haare auf dem Kopf wachsen. Zu lange, wie ich finde, um das länger unkommentiert zu lassen.

Wenn mir Melissa sagt, dass sie heute mit Stolz ihren glorreichen Afro durch Dresden trägt, erfüllt mich das mit unglaublicher Freude, weil ich nachempfinden kann, wie hart sie für diese vermeintliche Selbstverständlichkeit kämpfen musste. Oder Didiane, die mir schreibt:

„Auf meinem Weg des mich selbst Entdeckens, des sich selbst Kennen- und Liebenlernens, spielten meine Haare eine große Rolle.“

Auch ich habe heute gelernt mein Haar nicht nur zu akzeptieren, sondern auch stolz darauf zu sein. Es ist ein Teil von mir und hat meine Identität maßgeblich geprägt. Was ich über Jahre hinweg als Ärgernis wahrgenommen habe, ist jetzt wichtiger Teil meiner Identität als Schwarze Frau in Deutschland. So kitschig es klingen mag, ich wünsche mir für die nächsten Generationen an Schwarzen Frauen und auch Männern, sich nicht mit solch toxischen Gedanken beschäftigen zu müssen. Ich wünsche mir eine noch vielfältigere Medienlandschaft in Deutschland und diverse Entscheidungsträger auf allen Ebenen, damit sich alle hier lebenden Menschen repräsentiert fühlen können. Es sollte  von Anfang an klar sein, dass Schönheit nicht an ein bestimmtes Aussehen gebunden ist, sondern dass sie ganz verschiedene Formen und Gesichter hat. Ich wünsche mir, dass wir junge Menschen dahin erziehen, dass sie wissen, dass „anders sein“ nicht gleichbedeutend mit „nicht ausreichend“ ist.

Zum Schluss sei noch gesagt: Ich möchte mit diesem Text keinem Schwarzen Menschen vorschreiben, wie sie oder er sich zu fühlen hat und genauso wenig verurteile ich Schwarze Frauen, wenn sie sich die Haare relaxen oder glätten, weil sie sich so wohler fühlen – aber vielleicht kann ich ein wenig zum Nachdenken und zum Hinterfragen anregen.

Und obwohl dieser Text sehr lang geworden ist, konnte ich viele Themen nur  anschneiden. Wer sich mehr mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem lege ich folgende Werke ans Herz. Sie geben, wie ich finde, einen guten Einblick in das Leben Schwarzer Menschen heute in Deutschland:

Jana Pareigis‘ Dokumentation, Afro.Deutschland.

Noah Sow, Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus, 8,95, Goldmann Verlag.

Tupoka Ogette, exit RACISM: rassismuskritisch denken lernen, 12,80,  Unrast Verlag

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  1. Nein, ich weiß nicht, wie es ist schwarz zu sein, aber dass es für schwarze Frauen bedrückend ist in einer Gesellschaft aufzuwachsen, deren Schönheitsideal sie nie erreichen können, glaube ich gerne (gilt allerdings auch für andere Gruppen wie Asiaten, krankhaft Übergewichtige, kleine Männer, Rothaarige etc)

    Wenn diese Natural-Hair-Bewegung schwarzen Frauen hilft, sich selbst zu akzeptieren und glücklich zu werden, finde ich das sehr gut. Mein Problem mit diesem Artikel ist folgendes:

    – Der Begriff „People of colour“ ist dämlich. Weiß/Beige ist auch eine Farbe und somit sind auch Weiße „Menschen der Farbe“. Dieser Begriff fasst einfach alle Nichtweißen zusammen und erzeugt damit eine Binarität, die so nicht existiert. Schwarze, Latinos, Asiaten etc. haben nichts miteinander gemeinsam, dass sie nicht auch mit Weißen gemeinsam haben. Hier wird ein Feindbild geschaffen.

    – Der Begriff „Onkel Tom“ ist auch dämlich. Er entstammt dem Buch „Onkel Toms Hütte“, in der sich dieser besagte Onkel Tom für seine schwarzen Brüder und Schwestern aufopfert. Den Begriff „Onkel Tom“ als Beleidigung zu verwenden, ist also respektlos. Zudem werden damit meist Schwarze beleidigt, die keine Spaltung, sondern Frieden und Versöhnung mit Weißen wollen. Martin Luther King wurde auch so genannt.

    – Wenn Menschen deine Haare anfassen, haben die dabei keine böse Absicht (in der Regel). Es ist sehr unfreundlich, jemanden ohne Erlaubnis in die Haare zu fassen und du hast jedes Recht, das scheiße zu finden. Allerdings liest sich der Artikel so als fiele das Anfassen deiner Haare auch in die Kategorie Rassismus. Dem ist nicht so.

    Liebe Grüße

    1. Lieber Hendrik,
      bitte tu dir speziell und uns weißen Menschen im Allgemeinen einen Gefallen und erkläre einer PoC nicht, was Rassismus ist und was nicht. Sorry, aber das ist echt daneben. Wenn dir ein Mitglied einer marginalisierten Gruppe ihre Erfahrungen in der Mehrheitsgesellschaft schildert, dann gibt es nur eine richtige Reaktion: zuhören und lernen! Ob etwas nett oder böse gemeint ist, hat mit dem Thema nix zu tun. Rassismus muss keine gemeinen Hintergedanken verfolgen, um Rassismus zu sein. Rassismus ist überall zu finden. Dafür müssen wir aber a) PoC zuhören und b) uns selbst mal ein bisschen reflektieren. Nur so können wir die Welt für alle Seiten ein bisschen besser gestalten.
      Viele Grüße, eine rothaarige weiße Frau, die sich zwar viel Schrott anhören muss aber der noch nie jemand ungefragt in die Haare gegriffen hat 😉

  2. Liebe Celia

    Danke für den Artikel. Du hast mich extrem angesprochen mit deinem Text und du wirst dich wundern; Ich bin weiss. Mein Haar ist hell und glatt und TROTZDEM bin ich soweit von dem, von dem von dir beschriebenen Schönheitsideal entfernt. Meine Haare sind dünn, brüchig und sehen aus wie die einer alten kranken Frau. Niemand will mein Kopf anfassen denn er ist schlichtweg nur widerlich und abstoßend.
    Seit ich ein Teenager war musste ich (genau wie viel schwarze Ladies) mir Haare einflechten lassen (Weavings, Wigs, Brasil Extensions und vieles mehr). Der Gang zum Afrofriseur alle zwei bis drei Monate wurde zur Pflicht. Komischerweise fühlte ich mich nach und nach wie ein Schwarze.. wusste nie an was das liegt.. zeitweise dachte ich das ich unterbewusst evtl lieber schwarz gewesen wäre. Jetzt aber durch deinen Text wurde es mir klar.. der extreme Leidensdruck mit den Haaren… (den sonst fast keine meiner weißen Freundinnen hat aber JEDE Schwarze!!! Ohh danke Gott zum Glück gibt es euch sonst wäre ich weit und breit das einzige Haar-Opfer. Übrigens warum bezeichnest du dich als schwarze wenn du eigentlich 50/50 bist? Du bist eigentlich genauso weiss? Naja das ist nicht so wichtig… ich drück dich doll. Liebe Grüsse
    La Calva

  3. Ich bin Europäer und entspreche auch nicht dem gängigen Schönheisideal. Zu klein, etwas zu dick und kein bisschen blond.
    Tatsächlich habe ich mir immer Locken gewünscht. Meine Haare sind super glatt.
    Ja und? Die meisten Menschen entsprechen nicht dem Schönheitsideal.
    Deshalb ist das Schönheitsideal aber nicht rassistisch. Es unterscheidet sich ja tatsächlich in einigen Ländern.

    Inder mögen Frauen mit sehr langem Haar und von der Figur her etwas fülliger. Kurzhaarige Magermodels entsprechen nicht dem Ideal.
    Inder finden eine helle Hautfarbe attraktiv. Die meisten Inder haben eine dunkle Hautfarbe. Sind die Inder jetzt untereinander rassistisch?

    Chinesen wünschen sich große, runde Augen. Quasi so wie ich mir als Glatthaarige Locken gewünscht haben, so wünschen sich viele Chinesen große, runde Augen.
    Man will oft das, was man nicht hat. Das hat nichts mit Rassismus zu tun.

    Wegen meiner dunklen Haare und Gesichtszüge bin ich auch öfters mal angesprochen worden, woher meine Eltern kommen. Zeitweise hatte ich meine dunkelbraunen Haare sehr lang wachsen lassen und wurde einmal sogar gefragt, ob ich vielleicht aus Thailand sei.
    Immer waren die Menschen sehr höflich und interessiert.

    Weder habe ich mich deshalb diskriminiert oder ausgegrenzt gefühlt, noch habe ich mich über die Reaktionen der Menschen geärgert. Wieso auch? Ich habe kein Problem damit, ich zu sein.

    Es gibt viele Menschen, die sich aus der Masse abheben, weil sie nicht dem Durchschnitt entsprechen. Sie sind vielleicht besonders groß, besonders klein, besonders hübsch oder sonstige auffällig.
    Dass diese Menschen anderen Menschen auffallen, hat nichts meiner Ansicht nach überhaupt nichts mit Rassismus zu tun.

    In Afrika fällt man als Europäer optisch natürlich auch auf. Würde ich mich rassistisch diskriminiert fühlen, wenn ich dann angesprochen werde, wo ich herkomme? Wenn Menschen meine glatten Haare anfassen wollen? Nö.
    Es könnte vielleicht irgendwann lästig werden, wenn Menschen ständig so interessiert an einem sind. Aber mit Rassismus hat dieses Interesse NICHTS zu tun.

    Ich bin mal mit einer schwarzen Freundin unterwegs gewesen. Zwei Passanten gingen an uns vorbei. Einer raunte zum anderen „Schau mal da, eine exotische Schönheit!“
    Und diese Bewunderung des Exotischen soll Rassismus sein?

    Und wenn ich Urlaub im exotischen Ausland mache, ist das dann auch rassistisch, oder wie?
    Ab sofort machen wir alle nur noch Urlaub im Inland, ja?

    Ich kenne eine Blondine, die mal mit einem Schwarzen zusammen war. Der wollte unbedingt mit einer Blondine zusammen sein. Als er sie das erste Mal nackt gesehen hatte, dachte er, sie sei keine echte Blondine, weil ihr Schamhaar dunkel war.
    Ist das Ihrer Meinung nach rassistisch? Weil er dachte, blonde Frauen sind am ganzen Körper blond? Weil er Blondinen toll fand?

    Mark Zuckerberg steht auf Asiatinnen. Meiner Meinung nach macht ihn das nicht zu einem Rassisten. Wie sehen Sie das?

    Ich selbst würde mal von einem Schwarzen angebaggert, der allen Ernstes behauptete, Sex mit einem Schwarzen sei besser als mit einem Weißen.
    DIESER Spruch ist für mich rassistisch.

    Selbst im europäischen Ausland fällt man als Ausländer auf und ruft besonderes Interesse hervor.
    Oft sind die Menschen besonders aufmerksam, hilfsbereit und fragen viel.
    Für mich definitiv KEIN Rassismus.

    Aber Rassismusvorwürfe scheinen ja gerade in zu sein.
    Was genau haben Sie eigentlich davon, wenn Sie andere Menschen als rassistisch abstempeln?
    Fühlen Sie sich moralisch überlegen? Gibt es Ihnen das Gefühl von Macht? Projizieren Sie lediglich Ihren Selbsthass auf andere Menschen?

    Wenn Sie nicht so sein wollen, wie Sie sind, dann ist das Ihr Problem und nicht das anderer Menschen.

  4. Liebe Celia,

    Auch wenn ich weiss bin, kann ich sehr gut verstehen, wie ihr euch fühlen müsst, wenn euch ständig fremde Leute auf die Pelle rücken.
    Ich persönlich würde mich niemals so gegenüber jemandem mit einem Afro verhalten. Ich kenne zwar nur eine Person mit Afro, aber ich habe nie ihre Haare anfassen wollen, weil ich es einfach unangebracht finde, wenn jemand Haare anfassen will nur weil sie so wuschig aussehen.
    Ich weiß, dass Afrohaare bei Schwarzen genetisch sind und habe mich daher schon länger gewundert, warum einige glatte Haare haben. Ich persönlich finde, es sehr schade, dass so viele Menschen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen um diesen (meiner Meinung nach total unsinnigen) Schönheitsidealen zu entsprechen.
    Natürlich finde auch ich sowohl Afrohaare als auch die diversen Flechtfrisuren eurer Community faszinierend. Aber nicht weil es anders ist als der europäische Standart, sondern weil ich immer davon beeindruckt bin, wie ihr es schafft dass eure Afros so gut aussehen (von der Pflege her, da ich mir vorstellen kann wie viel Aufwand das sein muss) und dass ihr soviel Geduld für diese flechtfrisuren habt und diese so präzise hinbekommt.
    Ich hoffe für dich und alle, denen es ergeht wie dir, dass die Leute endlich mal kapieren, dass dieses Haare-Anfassen-Wollen für euch nicht grade toll ist und euch wirklich mit vernünftigen Respekt etc entgegentreten. Schlimm, dass es so viele Leute gibt, denen man das quasi erklären muss…
    Ich finde es sollte noch mehr der Allgemeinheit bewusst gemacht werden, was es für euch bedeutet.
    Steh weiter zu dir und bleib so 🙂
    Ich drück dich
    Lg Steffi

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