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Ex-Google-Chef: Zwei simple Eigenschaften machen einen guten Bewerber aus

Nach welchen Eigenschaften suchen Personaler in einem Bewerber? Der Ex-Google Chef Eric Schmidt sagt, dass es lediglich zwei Eigenschaften sind, die der Bewerber mitbringen muss.

Vom Google-Chef zum Aufsichtsrat

Richard Feloni von unserem Partner Business Insider verrät, nach welchen zwei Eigenschaften Eric Schmidt in Bewerbern sucht. Als Eric Schmidt im Jahr 2001 Google-Chef wurde, hatte er Verantwortung über einige hundert Angestellte. Als er zehn Jahre später als Vorstandsvorsitzender zurücktrat um in den Aufsichtsrat zu wechseln, gab es bereits 32.000 Angestellte im Unternehmen

Schmidt ist mittlerweile Aufsichtsrat-Chef von Alphabet, der Muttergesellschaft Googles und eines der einflussreichsten Firmenkonstrukte der Welt. Es hat mehr als 60.000 Angestellte und eine Marktkapitalisierung von 663 Milliarden US-Dollar (circa 590 Milliarden Euro).

In den frühen Jahren, als das Wachstum besonders schnell war, entwickelte sich sowohl die Grundlage seiner Management-Philosophie, als auch die von ganz Google, berichtet er gegenüber Linkedin-Mitgründer Reid Hoffman in einer Episode des „Master of Scale“-Podcast.

Im Chaos aufblühen

Eine dieser Lektionen sei es gewesen, „schlaue Kreative“ zu finden, die „in Chaos aufblühen“, sagte Schmidt.

Er erzählte Hoffman in dem Podcast, dass sie auch während Google weiter wuchs versuchten, „Bindeglieder“ (Original: „Glue people“) einzustellen, also Mitarbeiter, die hilfreich und kompetent sind, aber „die zwischen verschiedenen Funktionen sitzen und somit beiden Seiten helfen, allerdings für sich selbst nur wenig Wert ansammeln.“ Er und Google-Mitgründer Larry Page und Sergey Brin, entschieden aber einige Jahre später, dass es an der Zeit war, ihren Einstellungsprozess zu überdenken.

Beharrlichkeit und Neugier

Sie entwickelten verschiedene Prozesse um Talente zu finden — inklusive Gruppen-Bewerbungsgespräche, Tests und Fragebögen — aber Schmidt sagte, das besonders zwei Eigenschaften an einem Bewerber viel wichtiger sind als alles andere, und das gelte sowohl für die Anforderungen eines Startups als auch für einen großen Konzern.

Sie lauten: Beharrlichkeit und Neugier.

Schmidt sagte Hoffman, dass „Beharrlichkeit der größte Anhaltspunkt für zukünftigen Erfolg ist (…) Und die zweite Eigenschaft die Neugier ist.“ Genau diese Mischung sei ein „sehr guter Anhaltspunkt für den Erfolg von Angestellten in einer Wissensgesellschaft.“

Ist die Person interessant oder nicht?

Der Top-Manager sagte, es sei weniger wichtig, wie man diese Eigenschaften in einem Bewerbungsprozess herausfindet — wichtig ist nur, dass man sie findet. Und dabei sollte man sich immer selbst fragen, ob man es genießen würde mit dieser Person zusammenzuarbeiten. Denn die endgültige Entscheidung habe „vieles damit zu tun, ob die Person interessant ist oder nicht.“

Ihr könnt die gesamte Ausgabe von „Masters of Scale“ bei Stitcher hören oder überall, wo es Podcasts gibt.

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