Foto: Amelie Niederbuchner

FEMALE FUTURE FORCE Insights: „Wir sollten uns einfach mal aufs Leben einlassen“

Das erste FEMALE FUTURE FORCE Event in München war ein voller Erfolg. Fünf tolle Speakerinnen haben uns ihre Life Changing Moments verraten.

 

Danke, München!

Gestern Abend, am 13. Juli 2017, war es endlich soweit: Unser zweites Event außerhalb Berlins: das FEMALE FUTURE FORCE Insights München. Unter dem Motto „Life Changing Moments“ kamen 300 Frauen (und ein paar Männer) ins Stylight Office der Isar-Metropole

Beim Event hatten wir fünf erfolgreiche Frauen aus München zu Gast, die uns Einblicke in ihr Leben gegeben haben. Außerdem hatten wir noch Sara Nuru da, die von ihrer Unternehmensgründung mit ihrer Schwester erzählte. Die beiden Schwestern möchten mit nuruCoffee äthiopischen Kaffee nach Deutschland bringen. Danach hatten die Gäste eine tolle Zeit mit Essen, Trinken, Tanzen und in der Fotobox. Für alle, die nicht selbst dabei sein konnten: Ihr könnt den Abend mit unserem Facebook Live-Video nacherleben. Die wichtigsten Insights der Speakerinnen haben wir aber trotzdem schon mal für euch zusammengefasst. 


Heidi zeigt uns, wie wir gegen Ungerechtigkeiten angehen können. Bild: Amelie Niederbuchner

Starkmachende Momente von starken Frauen 

Die Geschichten, die die Frauen mit uns teilten reichten von ganz persönlichen Beziehungserfahrungen bis zu berufsverändernden Momenten. Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland, Heidi Stopper, Business-Coach und Consultant, Svenja Lassen, Redakteurin Cosmopolitan, cosmo@work und Netzwerkerin, Delia Fischer, die Gründerin von Westwing und Kerstin Weng, die Chefredakteurin der deutschen Instyle erzählten welcher Moment ihr Leben verändert und teils auf den Kopf gestellt hat und sie seitdem die Welt ein wenig anders sehen lässt. Hier könnt ihr noch mehr über die einzelnen tollen Frauen erfahren. 

Das Bilderbuchleben gibt es nur im Märchen

Für Magdalena Rogl, die als erste in der Runde von ihrem Life Changing Moment erzählte, veränderte sich ihr Leben vor sieben Jahren komplett. Bis zu diesem Moment schien alles perfekt zu sein: Der perfekte Mann, die perfekten Kinder und sie die perfekte Frau mit dem scheinbar perfekten Leben. Aber da es Märchen nur in Kinderbüchern gibt, war dieser perfekte Traum eben nur genau das: ein Traum. Mit 25 Jahren war Magdalena Rogl plötzlich alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, nachdem ihre Blase an Weihnachten geplatzt war.

Ein ziemlich einschneidender Moment, der sie in tiefer Trauer zurückließ. Doch nach einem Jahr, an ihrem 26 Geburtstag beschloss sie, dass jetzt Schluss sein solle mit Wut, Traurigkeit und Frust. „Es ist dein Leben”, sagte sie sich, „und dieses solle nun endlich Vorrang haben”. Mit dieser Einstellung, traf sie kurz darauf ihren Traummann und wechselte ihren Beruf von einer Krankenpflegerin zu ihrem jetzigen Job als Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland. Magdalenas Leben gleicht zwar nicht mehr ansatzweise dem eines Bilderbuches, da es laut ihr stressig und chaotisch ist, allerdings sei es deshalb trotzdem wahnsinnig großartig. Und wollen wir nicht alle lieber ein großartiges, statt ein perfektes Leben haben?

Ungerechtigkeiten müssen nicht hingenommen werden

Nach dem Studium steckt man noch voller Elan, voller Tatendrang und Energie. Träume und Ideale sollen wahr gemacht werden. Das war auch Heidi Stoppers Wunsch nach ihrem Jura Studium, als sie ein Referendariat zur Richterin absolvierte. Ihr Tatendrang wurde allerdings schnell von ihrem Vorgesetzten gestoppt, für den Heidis Arbeit einfach nur „scheiße“ sein konnte, da man von ihr „nichts zu erwarten“ hätte. 

Nachdem sie die Tränen getrocknet hatte, stellte sie ganz schnell fest, dass etwas an dieser Situation ganz gehörig falsch war und Tränen nicht der richtige Ausweg waren. Daraufhin nahm sie die Situation in die Hand und stellte den Mann, der sie ungerecht behandelte zur Rede und setzte ihm ein Ultimatum. Dieser Kampfgeist fruchtete, auch wenn der Umgang danach nicht immer rosig war, so wurde er jetzt zumindest respektvoll. Dieses Erlebnis veränderte sie insoweit, dass Heidi sich Ungerechtigkeiten seitdem nicht mehr hingibt, sondern sie anpackt und verändert. 

Wir sollten uns einfach mal aufs Leben einlassen

Irgendwann im Leben taucht ein Mensch auf, der uns einfach umhaut, bei dem wir wissen: der und kein anderer. Da das Leben aber voller Ironie steckt und die unglaublichsten Geschichten schreibt, ist genau dieser Mensch nicht so wie wir ihn uns ausgemalt hätten. So auch bei Svenja Lassen. Sie wollte niemals Kinder haben, „keine eigenen, keine fremden“ und vor allen Dingen „nie mit Kindern zusammen wohnen“. Tja, da machte ihr Traummann ihr allerdings einen Strich durch die Rechnung, denn er hatte eben – Kinder. Und so fand sie sich auf einmal in einer Patchworkfamilie wieder.

So schwer es ihr am Anfang fiel, sich auf die Situation einzulassen, ihre Freiheit aufzugeben, so sehr freut sie sich jetzt über die bedingungslose Liebe, die sie durch ihre Patchworkkinder erfährt: „Ich habe jetzt alles, was ich nie wollte und bin absolut glücklich damit“. Aus ihrem Life Changing Moment hat Svenja gelernt, dass wir unser Leben nicht planen können und die tollsten Veränderungen dadurch geschehen, dass wir unsere Pläne über Bord werfen und uns einfach mal aufs Leben einlassen.

Es ist total okay, auch mal anders zu sein

Gründen bedeutet immer ein Wagnis. Noch viel mehr, wenn man passioniert hinter seiner Idee steht, allerdings nicht Jura oder BWL studiert hat. So wie bei der Westwing-Gründerin und ehemaligen ELLE-Redakteurin Delia Fischer.

Delia musste nicht nur eine Männerrunde davon überzeugen, dass eine Frau genau so gut gründen kann wie ein Mann, sondern auch, dass ein Onlineshop für Interior sehr wohl eine Zukunft hat. Mit ihrem Mut zum Anderssein und ihrer Passion, bemerkte sie, dass es vollkommen okay sei, auch mal aus der Reihe zu fallen.

Die wichtigste Karriereentscheidung einer Frau ist, mit wem sie zusammen ist

Manchmal lehren uns die falschen Partner mehr, als die richtigen. Zumindest war es bei Kerstin Weng so. Denn während sie glaubte, sich in einer gleichberechtigten Beziehung zu befinden, endete die Ebenbürtigkeit für ihren Partner, den sie zu dieser Zeit als absoluten Traummann sah, beim Jobtitel. Denn während Kerstin, die schon gar nicht mehr mit dieser Stelle rechnete, die Stelle der Chefredakteurin bei Instyle bekam, empfand ihr Partner keine Freude und keinen Überschwang für sie. Gleichgültigkeit und Missmut waren die besseren Umschreibungen seiner Stimmung.

Auch wenn es noch weitere sechs Monate dauerte, bis sich Kerstin von ihrem Partner trennte, begriff sie danach dennoch sehr eindrücklich, wie wichtig die Unterstützung des Partners im Job ist. Denn wie Sheryl Sandberg bereits sagte: „Die wichtigste Karriereentscheidung einer Frau ist, mit wem sie zusammen ist.“ Dabei sollte wie Kerstin es eindrücklich beschreibt „der Penis des Mannes, nicht schrumpfen“, wenn die Frau einen höheren Titel oder mehr Geld auf dem Konto hat.

Von diesen fünf großartigen Frauen kann man also eine ganze Menge lernen! 

Wir danken für den Support

Ein großer Applaus geht an unsere Unterstützer für den Abend: L.O.V CosmeticsTreatwell und Zendium. Ihr seid super!

Die eisgekühlten Drinks kamen von Ketel One und Zacapa, Popcorn von Propercorn, Wein kam von Bio-Weingut Rieger und Wasser gab es von Vöslauer. Im Anschluss gibt es noch leckeres Eis von Langnese. Tolle Fotos haben wir mit der Sharingbox gemacht.

Die tolle Musik kam von dem wunderbaren André Dancekowski

Medienpartner war die Cosmopolitan.

Danke noch mal für die sagenhafte Location, STYLIGHT! Danke für die wunderbare Blumen Bloomon.

Und natürlich haben wieder ein paar kleine Überraschungen auf unsere Gäste gewartet mit Unterstützung von Junique, StilnestAmazingy & mission More. ♥


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