Foto: Beatrice Grundheber

„Nachhaltiger Konsum ist ein Privileg“

Die Fair-Fashion-Aktivistinnen Karina Papp und Anna Vladi haben im Insta-Live darüber gesprochen, wie wir als Einzelpersonen Kleidung ethisch konsumieren können und warum der Staat bei diesem Thema endlich aktiv werden muss. Das Gespräch könnt ihr hier nachschauen.

Kleidung, die sowohl nachhaltig ist, modisch aussieht, und auch mit für Menschen mit wenig Budget zugänglich ist? Seit 2017 zeigen Karina Papp und Anna Vladi auf ihrem Instagram-Account „Found on the Street“, dass genau das möglich ist. Der Großteil ihrer Garderobe besteht aus umgenähten und reparierten Kleidungsstücken, die sie auf den Straßen Berlins gefunden haben. Auf diese Weise wollen Anna und Karina zeigen: Fair Fashion ist zugänglicher, als viele denken. Die beiden wissen: Es gibt mehr als nur eine Option, ethisch zu konsumieren.

„Wir müssen verstehen, dass wir Kleidung, die wir nicht mehr brauchen oder möchten, nicht einfach wegschmeißen sollten. Wir können sie verschenken, tauschen, umnähen oder spenden.“

Karina Papp, Gründerin von „Found on the Street“

Anna und Karina finden es sehr wichtig, dass wir uns darüber informieren, wer eigentlich die Kleidung hergestellt hat, die wir tragen, woher sie kommt und wie viele Ressourcen dafür aufgewendet wurden. Unsere Autorin Sherin El Safty hat mit Karina Papp und Anna Vladi im Insta-Live darüber gesprochen, welche Rolle jeder*m von uns beim Thema nachhaltige Mode zukommt, wie wir diese Aufgabe im Alltag bewältigen können – und warum sich strukturelle Probleme in der Modeindustrie langfristig nur mit staatlichem Einsatz lösen lassen. 

„Der Staat muss nachhaltige Labels finanziell fördern und die Waren von nicht nachhaltigen Unternehmen stärker besteuern. Ansonsten werden die zukünftigen Generationen den wahren Preis von Fast Fashion zahlen.“

Anna Vladi, Gründern von „Found on the Street“

Das Gespräch haben wir für euch zum Nachschauen aufgezeichnet.

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Mode – Was wir anziehen wollen.

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Sherin El Safty studiert in Bochum Islam- und Sozialwissenschaften. Ihre Themen bewegen sich vor allem im gesellschaftlichen und popkulturellen Bereich. Besonders interessieren sie die Themen Feminismus, Theater, Religion, Klassismus und Nahostpolitik. Mit anderen Nachwuchsjournalist*innen betreut sie derzeit das Insta-Projekt @journojobs, wo es spannende Interviews und Tipps für Nachwuchsjournalist*innen gibt.

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